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Evil Dead Trap - Toshiharu Ikeda (1988)
Verfasst: So 22. Apr 2012, 17:18
von jogiwan
Evil Dead Trap
Originaltitel: Shiryo no wana
Herstellungsland: Japan / 1988
Regie: Toshiharu Ikeda
Darsteller: Miyuki Ono, Aya Katsuragi, Hitomi Kobayashi, Eriko Nakagawa, Masahiko Abe, u.a.
Story:
Der Fernsehmoderatorin Nami fällt nicht ganz zufällig ein Snuff-Video in die Hände. Als sie es sich ansieht, traut sie ihren Augen kaum: Der Film ist aus der Perspektive des Täters gefilmt, der eine gefesselte Frau mit einem Messer bearbeitet. Zuerst sticht er ihr mit einem Messer ins Auge, dann schlitzt er sie auf. Nami ist von den Greueltaten mehr fasziniert denn abgestoßen. Dass dem Video auch eine Wegbeschreibung zum Tatort beiliegt, kommt ihr gerade recht und so macht sie sich zusammen mit ihrem Filmteam auf, den oder die Mörder zu finden. Sie finden eine verlassene Luftwaffenbasis vor und bemerken auf ihren Wegen durch die endlosen dunklen Gemäuer schnell, dass sie nicht alleine sind. Nach und nach sterben alle bis auf Nami einen grausamen Tod. Die Überlebende trifft schließlich auf einen fremden Mann, der vorgibt seinen Bruder zu suchen. Zusammen wollen sie sich dem Feind stellen... (quelle: ofdb.de)
Re: Evil Dead Trap - Toshiharu Ikeda (1988)
Verfasst: So 22. Apr 2012, 19:42
von Arkadin
Reviews 1998-2002
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Einer jungen Reporterin wird ein Videoband zugespielt, auf dem Aufnahmen von ihr und die grausame Ermordung einer jungen Frau zu sehen ist. Zusammen mit ihrem Team fährt sie zu einer alten, stillgelegten Fabrik, wo das Video allen Anschein nach aufgenommen wurde. Schon bald fällt das Reporter-Team einem bestialischen Mörder zum Opfer. Die junge Reporterin kann dem Mörder zunächst mit Hilfe eines mysteriösen Fremden entkommen...
Mit diesem Film lieferte Toshihara Ikeda ein Meisterwerk ab. Farbstil und Musik erinnern stark an Dario Argentos Meisterwerke, Rasanz und Kameraarbeit wurde anscheinend von Sam Raimi beeinflußt. Der Film birst nur so vor einer atemlosen Spannung und blutigen, bizarren Morden. Alles könnte so schön sein, wenn da nicht das arg klischeehafte und unpassende Ende wäre. Trotzdem wird der Zuschauer von diesem hervorragenden Thriller ausgesprochen gut unterhalten. Schwachen Nerven sei dieser Film aber nicht unbedingt empfohlen.
Re: Evil Dead Trap - Toshiharu Ikeda (1988)
Verfasst: So 6. Mai 2012, 09:33
von jogiwan
Eigentlich sehr gelungener Streifen aus Japan, der ausgiebig seine Vorbilder Fulci, Argento und Raimi zitiert, ohne dabei wie ein Plagiat zu wirken. Die Geschichte über die junge Journalistin, der eine dubiose Aufnahme zugespielt wird ist jedenfalls recht gelungen und der Auftakt zu einem Terrorfilmchen im oberen Härtegrad, bei dem nur das Ende etwas zwiespältig wirkt, wie unser werter Arkschi schon angemerkt hat. DIe Qualität der Japan-Shock-DVD ist ebenfalls nicht mehr zeitgemäß und in besserer Bildqualität, würde das Filmchen vermutlich noch besser gefallen. Sicherlich einer der interessantere Beiträge aus Japan, der auch zurecht Kultstatus besitzt. I like!
Re: Evil Dead Trap - Toshiharu Ikeda (1988)
Verfasst: Do 30. Jul 2015, 11:40
von karlAbundzu
EVIL DEAD TRAP auf DVD (Japan Shock - Strong Uncut)
Ein gemeiner höchst spannender japanischer Bastard.
Zur Story wurde ja schon viel geschrieben.
Die Macher haben anscheinend viel gesehen: Splatterfilme aus den USA, Fulcis, aber bestimmt auch Cronenberg. Da ist das Snuff-Thema (das allerdings nur ein Aufhänger ist), aber auch Farben und Kamera zeigen zum frühen Carpenter. Und der differente Medieneinsatz. Es ist auch Körperhorror mit schwer psychologischer Note.
Die Riesen-Fabrik mit den unendlich vielen Gängen und Räumen ist wie das Unterbewußte der Hauptdarstellerin. Es geht um Schönheit, das gute alte Mutterproblem nach Freud und so. Die Räume sind auch alle interessant gestaltet, auch da gibt es immer hübsche Verrücktheiten und klare Phallussymbole.
Wen noch? Ach so, bei der Musik wird bei Carpenter und Freddy K geschaut, das gelingt leider so gar nicht, auf Dauer fand ich sie sogar nervig.
Henenlotter wurde wohl auch geschaut, Raimi entdecke ich irgendwie gar nicht (ausser bei dem Titel-Vehikel)
Das ist natürlich gemixt mit allerlei Japan-typischen: unmotivierter Sex und Vergewaltigung, übernatürliche Kräfte, die leider fast ins Lächerliche gehen (diese Explosionen... schön fand ich dagegen, das regnen und schneien lassen)
Unglaublich auch, wie stark dreigeteilt der Film ist:
Erst dieser Slashertypische, einer nach dem anderen wird phantasievoll gekillt, bis das final girl und der Täter übrigbleibt. Und dann der Fluchtversuch, der selber noch mal zwei Wendungen bekommt. Tja, bei der Schlussszene war mir das auch mindestens einmal drüber, oder vielleicht eher eine Wiederauferstehungsszene vorher zu viel. Denn im Sinne der psychologischen Substory passt das Ende durchaus.
Alles in allem ein hochspannender kaum einzuordnender Horror-Bastard, der sich bei seinen Vorbildern meist richtig bedient.
PS: Schön, das in Japan 1988 der Polizist eine schwerverletzten Frau nach dem Aufwachen eine Zigarette anbietet und erst mal das Getränk von ihr nimmt....
Re: Evil Dead Trap - Toshiharu Ikeda (1988)
Verfasst: So 1. Mai 2016, 09:44
von jogiwan
Nach dem doch sehr kontroversen „Sex Hunter: 1980“ von Regisseur Toshiharu Ikeda hatte ich gestern spontan Lust auf dessen größten Erfolg „Evil Dead Trap“, der sich mit seiner unkonventionellen Mischung aus Horror, Terror und Bodyhorror in die Herzen aufgeschlossener Filmfans gespielt hat. Die Namen Argento, Fulci, Raimi und Cronenberg sind ja schon gefallen und Ikeda nimmt Elemente aus deren Werken um diese zu einem ganz eigenen Cocktail zu vermischen, der mit dem Zuschauer Katz und Maus zu spielen scheint. Die Suche nach den Ursprüngen eines anonym zugesandten Snuff-Videos entpuppt sich für ein TV-Reporterteam zu einem Trip ins Grauen und Ikeda scheint große Freude dabei zu haben, den Zuschauer mit drastischen Bildern zu schocken um ihm dann am Ende ein völlig entrücktes Finale vorzusetzen. Dieses ist ja so abgehoben, dass man gut nachvollziehen kann, dass dieses vielen Zuschauer dann einfach zu viel des Guten ist. „Evil Dead Trap“ ist halt auch kein typischer Slasher mit erhöhten Härtegrad für die breite Masse, sondern eine ganz persönliche Hommage des japanischen Regisseurs an die größten italienischer Horrorfilmemacher am Puls seiner Entstehungszeit.
Re: Evil Dead Trap - Toshiharu Ikeda (1988)
Verfasst: So 1. Mai 2016, 19:35
von Canisius
"Evil Dead Trap" will ich schon seit Ewigkeiten sehen. Hatte den Titel erstmalig im Prä-Internetzeitalter in irgendeinem Mailorderkatalog entdeckt, dann wieder vergessen und erinnere mich alle Jahre wieder daran, dass ich ihn doch endlich mal angucken sollte. Naja, vielleicht schaffe ich es dieses Jahr.
Re: Evil Dead Trap - Toshiharu Ikeda (1988)
Verfasst: Mo 8. Nov 2021, 15:29
von buxtebrawler
Erscheint voraussichtlich am 15.11.2021 bei Colours of Entertainment im Müller-Exklusivvertrieb als Blu-ray/DVD-Kombination im Mediabook:
- Evil-Dead-Trap-Cover-A-FSK.jpg (196.36 KiB) 836 mal betrachtet
Extras:
• Audiokommentar mit dem Regisseur Toshihara Ikeda
• Evil Dead Trap 2 Trailer
• Japanischer Trailer
• Englischer Trailer
• Deutscher Trailer
• Deutscher Teaser
• Japanischer Originalanfang
• 20 Seiten Booklet mit Text von Mike Blankenburg
Quelle:
https://mueller.vorbestellservice.de/fi ... ition?c=16
Re: Evil Dead Trap - Toshiharu Ikeda (1988)
Verfasst: Mo 15. Nov 2021, 17:38
von jogiwan
Wurde laut FSK-Seite neu im Sommer 2021 geprüft und von den Laufzeiten her dürfte der wohl tatsächlich trotz roter Plakette ungekürzt sein. Hat sich jemand die Scheibe gegönnt und mag ein paar Worte dazu verlieren?
- evildeadtrap.PNG (22.09 KiB) 805 mal betrachtet
Re: Evil Dead Trap - Toshiharu Ikeda (1988)
Verfasst: Mo 15. Nov 2021, 18:22
von sergio petroni
Scheint aber auch schon vergriffen zu sein.
Ist nicht mehr bestellbar.
Re: Evil Dead Trap - Toshiharu Ikeda (1988)
Verfasst: Mo 15. Nov 2021, 19:16
von Onkel Joe
sergio petroni hat geschrieben: ↑Mo 15. Nov 2021, 18:22
Scheint aber auch schon vergriffen zu sein.
Ist nicht mehr bestellbar.
Stimmt nicht so ganz, sie ist nicht nach Hause lieferbar aber du kannst sie in eine Filiale liefern lassen und dort abholen.