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Psychock - Denny Harris (1980)

Verfasst: Di 25. Sep 2012, 17:53
von jogiwan
Psychock

Bild

Originaltitel: Silent Scream

Herstellungsland: USA / 1980

Regie: Denny Harris

Darsteller: Rebecca Balding, Cameron Mitchell, Avery Schreiber, Barbara Steele

Story:

Weil sie sich an ihrer Universität zu spät eingeschrieben haben, müssen mehrere Studenten in das einsam gelegenen Strandhaus von Mrs. Engles ziehen. Diese und ihr verstörter Sohn Mason benehmen sich sehr merkwürdig, scheinen aber harmlos zu sein. Da wird eines morgens am Strand eine nackte Männerleiche gefunden. Erst jetzt realisieren die jungen Bewohner des Hauses, daß im Keller noch eine Person haust... (quelle: ofdb.de)

Re: Psychock - Denny Harris (1980)

Verfasst: Di 25. Sep 2012, 18:00
von buxtebrawler
Hui, klingt gut. Den würd ich gern mal sehen. Wie kommst du jetzt auf den, jogi? Wegen der Steele?

Re: Psychock - Denny Harris (1980)

Verfasst: Di 25. Sep 2012, 18:04
von jogiwan
jupp, wegen der Steele - aber auch, weil der Film interessant tönt. Du als Slasher-Spezi kennst den ja sicher, oder? Taugt der was?

Re: Psychock - Denny Harris (1980)

Verfasst: Di 25. Sep 2012, 18:05
von buxtebrawler
jogiwan hat geschrieben:Du als Slasher-Spezi kennst den ja sicher, oder? Taugt der was?
buxtebrawler hat geschrieben:Hui, klingt gut. Den würd ich gern mal sehen.
:opa:

Re: Psychock - Denny Harris (1980)

Verfasst: Di 25. Sep 2012, 18:08
von jogiwan
Ich war von dem geschmackvollen Cover so geflasht, ich hab das glatt überlesen... :lol:

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Re: Psychock - Denny Harris (1980)

Verfasst: Sa 27. Sep 2014, 06:44
von sergio petroni
Ich bin mir zwar sicher, den irgendwann einmal gesehen zu haben, Erinnerung daran
jedoch gleich null.
Deshalb gab's jetzt ein kleines Update zur Gedächtnisauffrischung:
Bild

Re: Psychock - Denny Harris (1980)

Verfasst: Fr 4. Mär 2016, 10:07
von sergio petroni
Mehrere Studenten mieten sich im einsam gelegenen Strandhaus der Familie Engels ein.
Mutter Engels (Yvonne de Carlo) ist nicht sehr gesprächig, ihr Sohn Mason managt dafür die
ganzen Formalien mit den jungen Leuten. Diese stellen jedoch alsbald fest, daß die
Familiengeschichte der Engels ein dunkles Geheimnis birgt. Nach und nach schlägt das sommerliche
Strandidyll in blanken Horror um und das Leben der Studenten gerät durch eine unfaßbare Bedrohung
ernsthaft in Gefahr.

Was haben wir denn hier? Einen Slasher aus dem Jahre 1979, der ursprünglich von Denny Harris
im Jahre 1977 abgedreht wurde. Der Werbefilmer investierte wohl seine ganze Kohle,
um im Filmmarkt Fuß zu fassen. Das Ergebnis war offenbar so furchtbar, daß Harris sich
hilfesuchend an Ken und Jim Wheat wandte und diesen seine Produkt vermachte.
Die Wheats drehten daraufhin ca. 90 % neues Material, teilweise mit den alten
Darstellern, teilweise holten sie sich altbekannte, einigermaßen zugkräftige
Namen in's Boot (Cameron Mitchell, Yvonne De Carlo, Barbara Steele). Mitchell
war zum Beispiel nur zwei Drehtage am Set.
So kommt es nicht von ungefähr, daß der vorliegende Film nicht gerade wie aus einem Guß wirkt.
In Sachen Story war das gebotene damals schon nicht mehr der neueste Schrei.
Auch in Sachen Exploitation gibt sich der Streifen recht zurückhaltend.
Erheiternd fand ich hingegen, daß die heute aktuelle Jeansmode mit Löchern an Knien
und sonstigen Stellen wohl damals auch gerade in Mode war. :kicher:
Insgesamt leider verzichtbar.
4/10

Re: Psychock - Denny Harris (1980)

Verfasst: Mi 20. Sep 2017, 07:29
von jogiwan
Ich würde mit „Silent Scream“ ja nicht so hart ins Gericht gehen und fand den eigentlich ganz passabel gemacht, auch wenn man stets das Gefühl hat, er hätte auch wesentlich besser ausfallen könne. Die Geschichte einer jungen Studentin, die ein Zimmer in einem abgelegenen Haus am Strand in Besitz einer etwas seltsamen Familie mietet, fand ich ja ganz okay und im Finale kommt die Sache ja nach einem eher unspektakulären Start auch durchaus in Fahrt. Der Streifen erinnert aufgrund seiner Location, der Figuren und auch dem Soundtrack ständig an „Psycho“ (daher wohl auch der deutsche Titel) und streckt seine Fühler im Verlauf auch in Richtung Komödie, Teenie-Slasher und Familien-Drama aus. Sonderlich originell ist Drehbuch aber nicht ausgefallen, der tolle Handlungsort wird kaum genutzt und auch die finale Rückblende hätte ich erzähltechnisch anders gesetzt, aber zumindest bei den Darstellern kann man nicht meckern und insgesamt betrachtet hat man aus der Slasher-Ecke schon viel lahmere Sachen gesehen, als dass ich mich jetzt da auch groß über die unnötig oberflächliche Figurenzeichnung aufregen müsste. „Silent Scream“ lässt sich schon gut gucken und bietet neben sympathischen Charakteren auch ein hübsches Massaker am Ende, sodass man dem Film auch gerne verzeiht, dass er sich frohen Mutes in die Liga von Hitchcock drängen möchte und sich dabei doch ziemlich überschätzt.