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Full Eclipse - Anthony Hickox (1993)

Verfasst: Di 18. Dez 2012, 22:35
von Onkel Joe
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Originaltitel: Full Eclipse
Herstellungsland: USA/1993
Regie: Anthony Hickox
Darsteller: Mario Van Peebles, Patsy Kensit, Bruce Payne, Tony Denison, Jason Beghe, Paula Marshall, John Verea, Dean Norris, Willie C. Carpenter, Victoria Rowell und Scott Paulin.
Story:Max und Jim sind zwei draufgängerische Polizisten, doch bei einem riskanten Einsatz wird Jim folgenschwer angeschossen.Am nächsten Tag erscheint er aber wie gewohnt zur Arbeit, doch er hat sich verändert. Beim nächsten Einsatz geht Jim volles Risiko ein, wird angeschossen und verbrennt, doch auch dies scheint ihm nichts auszumachen. Max wird von Adam Garou, einem Leiter einer geheimen Spezialeinheit, angesprochen, ob er nicht zu einem Treffen kommen möchte. Nachdem sich Jim selbst erschossen hat, nimmt Max die Einladung an. Garou hat eine Einheit von Todesschwadronen gebildet, die mittels eines Serums übermenschliche Kräfte erhalten und unverwundbar scheinen. Sie haben dem Verbrechen den Krieg erklärt und gehen mit tödlicher Härte gegen alle Verbrecher vor

Re: Full Eclipse - Anthony Hickox

Verfasst: Mi 19. Dez 2012, 09:28
von Arkadin
Den fand ich Anfang der 90er total geil und hab den bestimmt 3-4x geguckt. Aber heute erinnere ich mich nur noch daran, dass das so'ne Mischung aus Werwolffilm und Heroic Bloodshed im Hongkong-Style war. Aber wie gesagt.. sehr lange nicht mehr gesehen.

Re: Full Eclipse - Anthony Hickox

Verfasst: Mi 19. Dez 2012, 12:57
von Onkel Joe
Arkadin hat geschrieben:Den fand ich Anfang der 90er total geil und hab den bestimmt 3-4x geguckt. Aber heute erinnere ich mich nur noch daran, dass das so'ne Mischung aus Werwolffilm und Heroic Bloodshed im Hongkong-Style war. Aber wie gesagt.. sehr lange nicht mehr gesehen.
Besser konnte man den Film in kurzform nicht beschreiben.Van Peebles war damals noch hoch im Kurs und die Patsy :sabber: ist ein Augenschmaus.Dafür das der von HBO Produziert worden ist kommt der lässig daher aber mehr als gute 6/10 sind einfach net drin.Natürlich muss man die B-Movie Action Brille 8-) vorher anziehen den sonst fällt der Film weiter durchs raster.

Re: Full Eclipse - Anthony Hickox

Verfasst: Mi 19. Dez 2012, 14:38
von Arkadin
Der Hickox (Sohn von Douglas "Theater des Grauens" Hickox) hatte damals eh einen guten Lauf: Waxworks 1+2, Warlock 2, Hellraiser 3 und Sundown. Nach "Full Eclipse" kam dann aber ja leider nicht mehr viel.

Re: Full Eclipse - Anthony Hickox

Verfasst: Do 3. Aug 2017, 15:16
von buxtebrawler
„Wir brauchen ein neues Auto.“

Douglas „Theater des Grauens“ Hickox‘ Sohn Anthoy Hickox hatte sich Ende der 1980er und Anfang der ‘90er mit Filmen wie „Waxwork“ und „Hellraiser III“ einen Namen im Horrorgenre gemacht und im Jahre 1993 neben „Warlock - The Armageddon“ den Polizei-Action-Thriller/Werwolf-Horror-Genre-Mix „Full Eclipse“ fürs US-amerikanische Bezahlfernsehen gedreht.

Die Polizisten Max Dire (Mario van Peebles, „Der weiße Hai – Die Abrechnung“) und sein Partner Jim Sheldon (Tony Denison, „Kind des Satans“) geraten in einen Einsatz in einer Diskothek, wo eine Geiselnahme blutig endet. Jim wird schwer verletzt, es steht nicht gut um ihn. Umso überraschter ist Max, als Jim bereits kurze Zeit darauf wieder in vollem Saft steht und sich zum Dienst zurückmeldet. Doch damit nicht genug: Er scheint übermenschliche Kräfte entwickelt zu haben und nimmt es locker mit den schießwütigsten Gangstern auf. Es dauert jedoch nicht lange und Jim nimmt sich selbst das Leben. Max lernt daraufhin den Psychologen Adam Garou (Bruce Payne, „H.P. Lovecraft's Necronomicon“) kennen, der ihn in eine sehr spezielle Selbsthilfegruppe einlädt: Garou ist Oberhaupt einer im Verborgenen agierenden Spezialeinheit, die er mittels eines geheimen Serums zu Superpolizisten macht, welche sich zudem in Werwölfe verwandeln…

Nach einer kurzen Einführung beginnt „Full Eclipse“ rasant: Beim Disco-Einsatz wird viel geschossen und blutig getroffen und nach Vorbild der John-Woo-Actioner ballert Max aus allen Rohren, während er sich in Zeitlupe über den Fußboden wälzt. In Sachen Action war dies jedoch bereits der Höhepunkt des Films, der fortan eine nette Neo-Noir-Atmosphäre überstülpt. Max versucht, dem Rätsel auf den Grund zu gehen, kommt Garou auf die Schliche, gerät jedoch selbst in dessen Fänge. Für eine Low-Budget-Produktion wie diese fällt die überraschend hochwertige Kameraarbeit positiv ins Gewicht. Im Laufe der Handlung wird der attraktiven Patsy Kensit („Absolute Beginners – Junge Helden“) eine Nebenrolle zugesprochen, während Hickox viele „Badass-Cop“-Klischees bemüht. Polizisten gibt es in diesem Film nämlich keine, alle sind „Cops“, deren pseudocooles Auftreten inkl. ebensolcher Sprüche nervt, dem Action-Kino jedoch immanent zu sein scheint.

Was den Horroranteil betrifft, muss man recht lange auf die heiß ersehnte Verwandlungsszene warten, mit der beinahe jeder Lykanthropie-Film steht und fällt. „Full Eclipse“ gerät dabei leider arg ins Straucheln, denn er enttäuscht mit einer reichlich plumpen Umsetzung. Einigen weiteren Action-Szenen zum Trotz nimmt Hickox früh das Tempo heraus, was Action-Fans nicht sonderlich munden dürfte, und der Horroraspekt bleibt unbefriedigend. „Full Eclipse“ verfügt über einige gelungene Ansätze und längere unterhaltsame Parts, ist letztlich jedoch nicht Fisch noch Fleisch. Sein etwas undurchsichtiges Ende hätte wohl prima als Cliffhanger für eine Fortsetzung funktioniert, die es aber nie gab. Immerhin verfügt der Film über selbstjustizkritische Tendenzen, was ihn von vielen Kollegen im Actionbereich unterscheidet. Glatter Durchschnitt, beinahe dessen Definition.