Immer Ärger mit Harry - Alfred Hitchcock (1955)
Verfasst: Fr 11. Dez 2015, 18:12
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USA 1955
OT: The trouble with Harry
D: Shirley MacLaine, John Forsythe, Edmund Gwenn
Drei Schüsse zerreißen die Stille, und im malerisch verfärbten Herbstwald von Vermont liegt plötzlich ein toter Mann. Albert Wiles, pensionierter Schlepperkapitän auf Hasenjagd, glaubt, dass er den Fußgänger Harry versehentlich erlegt hat. Da sich der bedauerliche Irrtum nicht mehr rückgängig machen lässt, beschließt er, die Leiche zu beseitigen.
Seine Nachbarin Miss Gravely, die ihm dabei zufällig begegnet, zeigt volles Verständnis und nutzt die Gelegenheit, um den Kapitän zu Blaubeer-Maultaschen einzuladen. Albert verspricht zu kommen und will sich nun möglichst diskret die lästige Leiche vom Hals schaffen. Doch Albert hat kein Glück, denn er wird nacheinander von dem zerstreuten Doktor Greenbow, einem Landstreicher und schließlich von der hübschen Jennifer Rogers gestört, deren kleiner Sohn Arnie den Toten zuerst entdeckt hat.
Als dann auch noch der Maler Sam Marlowe vorbeikommt und spontan ein Porträt des Toten zeichnet, beratschlagt Albert gemeinsam mit dem Künstler, wie man Harry diskret verschwinden lassen könnte. Sam verspricht zu helfen, will aber zunächst wissen, um wen es sich handelt. Er findet heraus, dass Jennifer auf dem Papier mit Harry verheiratet war, ihm aber keine Träne nachweint. Sam verliebt sich augenblicklich in die attraktive Witwe – und hat nun einen guten Grund, gemeinsam mit Albert dem Toten zu seiner letzten Ruhe zu verhelfen.
Zweifel und komplizierte Überlegungen, die immer mehr potenzielle Täter mit einschließen, führen jedoch dazu, dass der arme Harry nicht nur einmal, sondern insgesamt viermal aus- und wieder eingegraben wird. Als dann noch der begriffsstutzige Sheriff Wiggs, der eigentlich Oldtimer restauriert, die Ermittlungen aufnimmt, ist das Chaos perfekt. (daserste.de)
Ich bin ja ein Freund des schwarzen Humors, und der Ärger mit Harry hat sich schon vor langer Zeit ein warmes Plätzchen in meinem Herz reserviert. Einfach zu herrlich, wie in einem winzigen Dörflein gleich 3 Leute sich ohne weiteres die Schuld an Harrys Ableben geben und einen guten Grund finden, die Leiche verschwinden zu lassen - und im nächsten Moment noch einen besseren, sie nicht verschwinden zu lassen. Da wird es schon echt verdammt schwierig, in Frieden zu ruhen...
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John Forsythe ist mir ja eigentlich aus dem "Denver-Clan" ein Begriff
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