Re: Die gemütliche DELIRIA-LITERATUR-LOUNGE
Verfasst: Sa 3. Jan 2026, 20:41
Leon Engler - Botanik des Wahnsinns
Das habe ich in den letzten Wochen zufällig entdeckt, als ich ein ganz anderes Buch bestellen wollte. Es ist wohl das Erstlingswerk von Leon Engler, und meine Güte, habe ich mich in dieses Buch verliebt! Wie das so ist mit Literatur, sagt das ziemlich viel über mich aus, dass ich mein Herz so an dieses Werk gehängt habe: der Protagonist erzählt auf ca. 200 Seiten aus der Ich-Perspektive und stellt sich die große Frage, ob er, weil die psychischen Krankheiten seinen Stammbaum durchziehen wie ein roter Faden, zwangsläufig wohl auch irgendeiner Psychose/Depression o.ä. anheim fallen muss. Was ist eigentlich ein normaler Mensch, wer definiert Normalität und warum ist aus dieser Norm fallen überhaupt ein Problem? Man folgt ihm dabei vom Ausräumen des Elternhauses über sein Studium nach Wien wieder zurück in die Gegenwart und es entfaltet sich eine zuweilen massive traurige, aber rührende und wahnsinnig authentische Familiengeschichte voller Irrungen und Schmerz. Ich finde es fantastisch geschrieben, sehr kurzweilig, aber sicher auch speziell mit einigen Zeitsprüngen zwischen den verschiedenen Kapiteln (muss man mögen, den Stil) und sehr sehr vielen Verweisen in die Psychoanalyse und die Geschichte der Psychotherapie inkl. Zitate, Namen etc. Ich mochte das sehr und fand den zärtlichen, aber ehrlichen Blick auf diejenigen, die sich in der Welt irgendwie nicht zuhause fühlen, ihre eigene Realität finden oder an ihr zerbrechen, sehr berührend und kann das Buch nur empfehlen, wenn man mit der Thematik etwas anfangen kann.
Das habe ich in den letzten Wochen zufällig entdeckt, als ich ein ganz anderes Buch bestellen wollte. Es ist wohl das Erstlingswerk von Leon Engler, und meine Güte, habe ich mich in dieses Buch verliebt! Wie das so ist mit Literatur, sagt das ziemlich viel über mich aus, dass ich mein Herz so an dieses Werk gehängt habe: der Protagonist erzählt auf ca. 200 Seiten aus der Ich-Perspektive und stellt sich die große Frage, ob er, weil die psychischen Krankheiten seinen Stammbaum durchziehen wie ein roter Faden, zwangsläufig wohl auch irgendeiner Psychose/Depression o.ä. anheim fallen muss. Was ist eigentlich ein normaler Mensch, wer definiert Normalität und warum ist aus dieser Norm fallen überhaupt ein Problem? Man folgt ihm dabei vom Ausräumen des Elternhauses über sein Studium nach Wien wieder zurück in die Gegenwart und es entfaltet sich eine zuweilen massive traurige, aber rührende und wahnsinnig authentische Familiengeschichte voller Irrungen und Schmerz. Ich finde es fantastisch geschrieben, sehr kurzweilig, aber sicher auch speziell mit einigen Zeitsprüngen zwischen den verschiedenen Kapiteln (muss man mögen, den Stil) und sehr sehr vielen Verweisen in die Psychoanalyse und die Geschichte der Psychotherapie inkl. Zitate, Namen etc. Ich mochte das sehr und fand den zärtlichen, aber ehrlichen Blick auf diejenigen, die sich in der Welt irgendwie nicht zuhause fühlen, ihre eigene Realität finden oder an ihr zerbrechen, sehr berührend und kann das Buch nur empfehlen, wenn man mit der Thematik etwas anfangen kann.



