Re: Euer nächstes/letztes Konzert bzw. Live-Event
Verfasst: Sa 3. Jan 2026, 17:19
27.12.25, 20 Uhr Karo Bremen
Trotz & Aber / Terra Flop
Mein Abschluss-Konzert 25, zwischen den Tagen Lust auf laute Musik.
Zuerst gab es Trotz & Aber aus Porta Westfalica. Langsamer Noise. Mit klassischer Ausrüstung: Gitarre, Drums, Bass, Gesang manchmal mit zweiter Gitarre. Und hier wurde langsam Krach gemacht. Das Schlagzeug schlägt selten, der Bass dröhnt, die Gitarre spielt fiese Töne, wenn der Sänger in die Seiten haut, dann auch nur aus Soundgründen. So was mochte ich in den späten 80ern, da gab es einiges aus den USA, oder auch immer mal wieder aus der Gegend. Aber damals so wie heute hatte ich dann meist Vergnügen, wenn das sehr genau gespielt wurde: Die Swans aus der Children of God / Holy Money – Zeit sind da ein hervorragendes Beispiel, aber auch die Neubauten oft. Hier bekommt das alles etwas ungenaues, zufälliges, dadurch verschwommenes. Das gefiel mit nicht ganz so gut, wurde dadurch ein wenig psychedelisch, was zwar nicht schlimm sein muss, sich für mich aber nicht zu einem ganzen fügte. Der Sänger referierte eher seine Texte (mal deutsch, mal englisch, so weit ich verstand) mit einer gehobenen Ernsthaftigkeit, die mir auch übertrieben vorkam. Der Abschlusssong, eine sogenannte Grungeoper, war dann auch das gefälligste, da wurde sich in schweren Riffs ergeben, das war dann doch ganz mitreißend. Und sie wunderten sich danach selbst, dass ihr Programm vorbei war.
Danach die lokalen Terra Flop. So auch schon sehr lang unterwegs, aus den Resten von den überregional bekannten Party Diktator und Saprize entstanden. Zu dritt: Bass, Schlagzeug, Sänger und Gitarrist in einer Person. Heute hatten sie wohl eher Lust auf ihren kurzen Stücken mit viel Gesang. Und das gab von Anfang an einen super hohen Energielevel, der mich total mitnahm. Wow.
Klar, sind schon ewig zusammen und sehr eingespielt, also hier sehr genau. Auf der Gitarre gibt es immer wieder überraschendes, der Gesang ist sehr eigen, der Bassist ein personifizierter Gummiball, sein Kopf steht nie still, doch trotzdem ist das weird anspruchsvoll. Und an den Drums einen echten Meister. Vielleicht der beste Schlagzeuger zumindest Bremens im alternativen Bereich. Gerade bei einer doch längeren instrumentaleren Nummer, bei der er immer wieder einen recht schrägen Lauf spielt, und die anderen immer wieder zu anderen Stellen einsetzen, hat er ein grandioses Timing und Gefühl.
Vor eigenem Publikum im gut gefüllten Karo kocht die Stimmung auch. Schöner lauter Jahresausklang!
Trotz & Aber / Terra Flop
Mein Abschluss-Konzert 25, zwischen den Tagen Lust auf laute Musik.
Zuerst gab es Trotz & Aber aus Porta Westfalica. Langsamer Noise. Mit klassischer Ausrüstung: Gitarre, Drums, Bass, Gesang manchmal mit zweiter Gitarre. Und hier wurde langsam Krach gemacht. Das Schlagzeug schlägt selten, der Bass dröhnt, die Gitarre spielt fiese Töne, wenn der Sänger in die Seiten haut, dann auch nur aus Soundgründen. So was mochte ich in den späten 80ern, da gab es einiges aus den USA, oder auch immer mal wieder aus der Gegend. Aber damals so wie heute hatte ich dann meist Vergnügen, wenn das sehr genau gespielt wurde: Die Swans aus der Children of God / Holy Money – Zeit sind da ein hervorragendes Beispiel, aber auch die Neubauten oft. Hier bekommt das alles etwas ungenaues, zufälliges, dadurch verschwommenes. Das gefiel mit nicht ganz so gut, wurde dadurch ein wenig psychedelisch, was zwar nicht schlimm sein muss, sich für mich aber nicht zu einem ganzen fügte. Der Sänger referierte eher seine Texte (mal deutsch, mal englisch, so weit ich verstand) mit einer gehobenen Ernsthaftigkeit, die mir auch übertrieben vorkam. Der Abschlusssong, eine sogenannte Grungeoper, war dann auch das gefälligste, da wurde sich in schweren Riffs ergeben, das war dann doch ganz mitreißend. Und sie wunderten sich danach selbst, dass ihr Programm vorbei war.
Danach die lokalen Terra Flop. So auch schon sehr lang unterwegs, aus den Resten von den überregional bekannten Party Diktator und Saprize entstanden. Zu dritt: Bass, Schlagzeug, Sänger und Gitarrist in einer Person. Heute hatten sie wohl eher Lust auf ihren kurzen Stücken mit viel Gesang. Und das gab von Anfang an einen super hohen Energielevel, der mich total mitnahm. Wow.
Klar, sind schon ewig zusammen und sehr eingespielt, also hier sehr genau. Auf der Gitarre gibt es immer wieder überraschendes, der Gesang ist sehr eigen, der Bassist ein personifizierter Gummiball, sein Kopf steht nie still, doch trotzdem ist das weird anspruchsvoll. Und an den Drums einen echten Meister. Vielleicht der beste Schlagzeuger zumindest Bremens im alternativen Bereich. Gerade bei einer doch längeren instrumentaleren Nummer, bei der er immer wieder einen recht schrägen Lauf spielt, und die anderen immer wieder zu anderen Stellen einsetzen, hat er ein grandioses Timing und Gefühl.
Vor eigenem Publikum im gut gefüllten Karo kocht die Stimmung auch. Schöner lauter Jahresausklang!


