PORNO HOLOCAUST ist ein sozialkritisch anspruchsvoller Film, der neben dezenter Erotik auch eine Menge Action und Horror einbringt. Dies alles wird noch getoppt durch die exzellenten darstellerischen Leistungen, die in diesem Genre wohl einmalig sind ………….. Arrrghhhh, stopp … falscher Film … da hab ich doch glatt
PORNO HOLOCAUST mit „
Arielle, die Meerjungfrau“ verwechselt ….
Aber was bleibt einem nach dem „Genuss“ von
PORNO HOLOCAUST auch schon anderes übrig als Sarkasmus? Wer ernsthaft auf so was wie „
In der Gewalt der Zombies“ (gleicher Regisseur, annähernd die gleiche Darstellerriege, gleiche Location) gehofft hatte, bekommt mächtig was auf die Zwölf. Dieser Streifen besteht zu 80% aus Porno und vielleicht zu 20% aus Holocaust. Womit der Schwerpunkt schon mal klar wäre.
Eine bahnbrechende Story um atomverseuchte und gen-manipulierte Krabben … und untersucht wird das alles von offensichtlich genital-manipulierten „Wissenschaftlern“. Besonders die Damen scheinen nicht nur an Riesenkrabben, sondern auch an Riesenerektionen Interesse zu haben. Dabei ist das Rumgerammel ungefähr so innovativ wie der Ablauf der „Tagesschau“ und beinhaltet nicht selten eine gewisse Komik. "Höhepunkt" sind die beiden Mädels, die sich auf der Insel auf einem umgefallenen Baumstamm sitzend gegenseitig einen wegschrammeln … da bleibt am Ende nicht mehr viel Rinde am Baum!
Als nach dezenten 71 Minuten dann endlich der einzige Zombie des Films auftaucht, erreicht die Komik ihren Höhepunkt! Nicht schon genug damit, dass Kollege Zombie ne überdimensionale Schweinenase hat … nein, der Typ ist auch nur auf Poppen aus!
Die Kerle meuchelt er nieder, die Mädels poppt er zu Tode! Außerdem hat das Zombielein ein literarische Ader … und so hat das Mädel, das von ihm entführt und in einer nach drei Seiten offenen Höhle gefangen gehalten wird (sie kann natürlich nicht fliehen …
weil sie an den Händen gefesselt ist!) wenigstens was zum Lesen … in Form eines Tagebuchs, welches Herr Zombie vor der Atomexplosion verfasst hat. Echt Nobelpreis-verdächtig!
Okay, irgendwann kommt dann natürlich auch für Herrn Zombie der Tag, an dem sein letztes Stündlein geschlagen hat. Sein Widersacher – der Herr, der im Film die meiste „Standfestigkeit“ gezeigt hat – jagt ihm todesmutig eine Harpune in den Bauch. Doch leider lässt sich Herr Schweinenasen-Zombie davon überhaupt nicht beeindrucken, zieht sich das Teil aus dem Bauch und geht mit der Harpune auf Herrn Oberpopper los. Doch kurz bevor der ihren Liebsten töten kann ruft die inzwischen aus ihrer Höhle befreite Literaturliebhaberin den Zombie beim Namen … woraufhin dieser tot umfällt!
Gehetzt und völlig zu Tode geängstigt können die beiden einzigen Überlebenden dann ein am Strand zurückgelassenes Boot erreichen und fliehen … und haben nix besseres zu tun, als erstmal sofort wieder ne Nummer zu schieben! Ob Todesangst vor Zombies oder Freude über die gelungene Flucht … auf jeden Fall führt dieser Zustand natürlich peinlicherweise zu frühzeitiger Ejakulation. Schwamm drüber … wenigstens ist der Dampfer, welcher zur Rettung naht, so nett gewesen und hat gewartet bis die beiden Liebenden fertig waren. Ende gut, alles gut.
Fazit : Wenn ihr jemals nen Trashfilm-Abend mit gut abgefüllten Freunden machen wollt –
PORNO HOLOCAUST wird das Highlight des Abends sein. Für jeden mit einem bissel nüchterner Grütze im Kopf heißt das allerdings auch: Vorsicht vor diesem Schund!
2,5 / 10 (wenn man den Film unter dem Trash-Aspekt bewertet)