Karl or Karla goes to Cinema
Moderator: jogiwan
- karlAbundzu
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Re: Karl or Karla goes to Cinema
8.3.26, 20 Uhr, cinema ostertor
Weird Xperience präsentiert:
Le prix du danger (1983)
Kopfjagd – Preis der Angst
OmU
R: Yves Boisset, D: Jean-Pierre Bagot, Julien Bukowski, Jacques Chailleux, Bruno Cremer, Jean-Claude Dreyfus, Andréa Ferréol, Henri-Jacques Huet, Steve Kalfa; M: Vladimir Cosma
Das Millionenspiel auf französisch, vom Pessimisten Yves Boisset. Da habe ich mich drauf gefreut und wurde nicht enttäuscht.
Obwohl ich tatsächlich mehr Action erwartet habe, er beginnt sehr talky, einiges wird erklärt, aber es gibt dann immer wieder kleinere Actionszenen. Viel Zeit bekommt Michel Piccoli, unglaublich als schmieriger TV-Moderator, und daher bekommt er auch die Zeit zurecht. Aber auch Jean-Pierre Bagot ist in seiner Rolle als „Held“ stark. Nicht eben nur das heldenhafte, sondern wie er sich dann auch mal selbst im Weg steht, weil er eben ein Macher ist, eine Arroganz an den Tag legt, und wenig Rücksicht zeigt. Wenn es dann mit der Jagd losgeht, gibt es Atempausen nur noch an den richtigen Stellen. Anders als das Millionenspiel ist es hier keine Mockumentary, sondern lupenreines kritisches Actionkino. Der Soundtrack des von mir unbekannten Cosma knallt auch gut.
Empfehlung!
Weird Xperience präsentiert:
Le prix du danger (1983)
Kopfjagd – Preis der Angst
OmU
R: Yves Boisset, D: Jean-Pierre Bagot, Julien Bukowski, Jacques Chailleux, Bruno Cremer, Jean-Claude Dreyfus, Andréa Ferréol, Henri-Jacques Huet, Steve Kalfa; M: Vladimir Cosma
Das Millionenspiel auf französisch, vom Pessimisten Yves Boisset. Da habe ich mich drauf gefreut und wurde nicht enttäuscht.
Obwohl ich tatsächlich mehr Action erwartet habe, er beginnt sehr talky, einiges wird erklärt, aber es gibt dann immer wieder kleinere Actionszenen. Viel Zeit bekommt Michel Piccoli, unglaublich als schmieriger TV-Moderator, und daher bekommt er auch die Zeit zurecht. Aber auch Jean-Pierre Bagot ist in seiner Rolle als „Held“ stark. Nicht eben nur das heldenhafte, sondern wie er sich dann auch mal selbst im Weg steht, weil er eben ein Macher ist, eine Arroganz an den Tag legt, und wenig Rücksicht zeigt. Wenn es dann mit der Jagd losgeht, gibt es Atempausen nur noch an den richtigen Stellen. Anders als das Millionenspiel ist es hier keine Mockumentary, sondern lupenreines kritisches Actionkino. Der Soundtrack des von mir unbekannten Cosma knallt auch gut.
Empfehlung!
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
- karlAbundzu
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Re: Karl or Karla goes to Cinema
9.3.26, 17:20 Uhr, Cinemaxx Bremen
The Bride! - Es lebe die Braut (2026)
R: Maggie Gyllenhaal, D: Jessie Buckley, Christian Bale, Jake Gyllenhaal, John Magaro, Julianne Hough, Peter Sarsgaard, Penélope Cruz, Annette Bening, Louis Cancelmi; M: Hildur Guðnadóttir
Mary Shelley meint, sie sei zu früh gestorben und will noch so viel mehr erzählen, versucht ein Weg aus dem Jenseits, findet ihn durch Ida, eine junge Frau in einem Speakeasy, Chicago 1936.
Das Monster von Frankenstein, inzwischen wirklich den Namen seines Erschaffers angenommen, sucht eine Wissenschaftlerin auf, um seine Einsamkeit zu entfliehen, er möchte eine Partnerin. Diese wird die jüngst ermordete Ida, wieder erweckt, und nun die Partnerin in Crime vom Monster.
Die Idee, in Frankenstein's Bride wirklich die Geschichte von der Braut zu erzählen, ist ja auch eine schöne, im Prinzip wurde gerade diese ja im alten Film von Whale eben nicht erzählt.
Hier beginnt es gleich auf drei Ebenen, die surreal oder magisch miteinander verbunden werden. Shelleys Erzählung ist eben auch filmische Realität, beides beeinflusst sich gegenseitig, aber auch Ida versucht ihren Weg zu finden. Zusammen mit Franky, der sich eher in der Rolle des Beobachters und Beschützers gefällt, allerdings vor allem Beschützer seiner eigenen Gefühlswelt, bis er einsieht, Ida auf ihren Weg frei sein zu lassen. Beobachten ist eh so sein Ding, so geht er am liebsten ins Kino. Apropos Kino: Es gibt neben diesen Kinoszenen (mit Jake Gyllenhal als greasy Musicalstar, toll.) haufenweise Hommagen ans alte Hollywood. Man achte nur auf die Namen (obwohl ich es ein wenig unglücklich fand, ausgerechnet den Oberbösen Lupino zu nennen, nach Ida Lupino, aber andererseits ist das vielleicht ein Hinweis auf die Befreiung auf einer anderen Ebene,)
Zu dieser Erzählung des feministischen Weges Idas und so auch eben Shelleys wird die Wichtigkeit der Role Models beschrieben: Ida löst durch ihre Taten (und der tendenziösen Berichterstattung über sie) eine Bewegung aus, junge Frauen nehmen sie sich zum Vorbild. Das ist nur eine kleine Randstory, wird so rein gestreut, ist doch trotzdem Effektiv. Wird dann auch direkt „Riot Grrls“ genannt, es gibt einige moderne Einsprengsel, hier wird nicht auf 100%iger Nachbau des Chicagos der 30er gebaut: die Musik auf den Feiern ist wunderbarer aktueller Sound, z. B.
Ansonsten alles vom Feinsten: Richtig guter Cast. Und zurecht steht Jessie Buckley im Mittelpunkt und rockt den Film, als Ida, als Shelley, als Die Braut. Bale hält sich zurück, und nimmt die passive Rolle an, hat er ja nur selten bis gar nicht. Penelope Cruz und Peter Sarsgaard als klassisches Detective Duo in einer Side Story macht auch Laune.
Stylish ist es auch bis Ende. Es wird weder, wie erwähnt, Gangster Chicago und USA 30er nachgemacht, noch den Bildstil an alte Filme angepasst, das ist alles höchst modern und bis ins kleinste Detail überlegt. Und so auch die Maske, Bale als Frank bekommt zwar eine Andeutung von Karloffs Version, sieht aber eigen aus, und ist auch nicht besonders groß. Auch so bei Buckley, nur ein ganz ganz bisschen Elsa Lanchester, ansonsten ergeben auch die Flecken auf Ebenen Sinn.
Auch hervorragend wieder mal der Sound von Guðnadóttir, der nimmt ein wirklich mit auf die Reise. Und bei Musikern wie Marc Ribot und Lee Ronaldo geht mir das Herz auf.
Ich war wirklich begeistert.
The Bride! - Es lebe die Braut (2026)
R: Maggie Gyllenhaal, D: Jessie Buckley, Christian Bale, Jake Gyllenhaal, John Magaro, Julianne Hough, Peter Sarsgaard, Penélope Cruz, Annette Bening, Louis Cancelmi; M: Hildur Guðnadóttir
Mary Shelley meint, sie sei zu früh gestorben und will noch so viel mehr erzählen, versucht ein Weg aus dem Jenseits, findet ihn durch Ida, eine junge Frau in einem Speakeasy, Chicago 1936.
Das Monster von Frankenstein, inzwischen wirklich den Namen seines Erschaffers angenommen, sucht eine Wissenschaftlerin auf, um seine Einsamkeit zu entfliehen, er möchte eine Partnerin. Diese wird die jüngst ermordete Ida, wieder erweckt, und nun die Partnerin in Crime vom Monster.
Die Idee, in Frankenstein's Bride wirklich die Geschichte von der Braut zu erzählen, ist ja auch eine schöne, im Prinzip wurde gerade diese ja im alten Film von Whale eben nicht erzählt.
Hier beginnt es gleich auf drei Ebenen, die surreal oder magisch miteinander verbunden werden. Shelleys Erzählung ist eben auch filmische Realität, beides beeinflusst sich gegenseitig, aber auch Ida versucht ihren Weg zu finden. Zusammen mit Franky, der sich eher in der Rolle des Beobachters und Beschützers gefällt, allerdings vor allem Beschützer seiner eigenen Gefühlswelt, bis er einsieht, Ida auf ihren Weg frei sein zu lassen. Beobachten ist eh so sein Ding, so geht er am liebsten ins Kino. Apropos Kino: Es gibt neben diesen Kinoszenen (mit Jake Gyllenhal als greasy Musicalstar, toll.) haufenweise Hommagen ans alte Hollywood. Man achte nur auf die Namen (obwohl ich es ein wenig unglücklich fand, ausgerechnet den Oberbösen Lupino zu nennen, nach Ida Lupino, aber andererseits ist das vielleicht ein Hinweis auf die Befreiung auf einer anderen Ebene,)
Zu dieser Erzählung des feministischen Weges Idas und so auch eben Shelleys wird die Wichtigkeit der Role Models beschrieben: Ida löst durch ihre Taten (und der tendenziösen Berichterstattung über sie) eine Bewegung aus, junge Frauen nehmen sie sich zum Vorbild. Das ist nur eine kleine Randstory, wird so rein gestreut, ist doch trotzdem Effektiv. Wird dann auch direkt „Riot Grrls“ genannt, es gibt einige moderne Einsprengsel, hier wird nicht auf 100%iger Nachbau des Chicagos der 30er gebaut: die Musik auf den Feiern ist wunderbarer aktueller Sound, z. B.
Ansonsten alles vom Feinsten: Richtig guter Cast. Und zurecht steht Jessie Buckley im Mittelpunkt und rockt den Film, als Ida, als Shelley, als Die Braut. Bale hält sich zurück, und nimmt die passive Rolle an, hat er ja nur selten bis gar nicht. Penelope Cruz und Peter Sarsgaard als klassisches Detective Duo in einer Side Story macht auch Laune.
Stylish ist es auch bis Ende. Es wird weder, wie erwähnt, Gangster Chicago und USA 30er nachgemacht, noch den Bildstil an alte Filme angepasst, das ist alles höchst modern und bis ins kleinste Detail überlegt. Und so auch die Maske, Bale als Frank bekommt zwar eine Andeutung von Karloffs Version, sieht aber eigen aus, und ist auch nicht besonders groß. Auch so bei Buckley, nur ein ganz ganz bisschen Elsa Lanchester, ansonsten ergeben auch die Flecken auf Ebenen Sinn.
Auch hervorragend wieder mal der Sound von Guðnadóttir, der nimmt ein wirklich mit auf die Reise. Und bei Musikern wie Marc Ribot und Lee Ronaldo geht mir das Herz auf.
Ich war wirklich begeistert.
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
- karlAbundzu
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Re: Karl or Karla goes to Cinema
19.03.26, 20:20, Cinemaxx Bremen
Good Luck Have Fun Don't die (2025)
R: Gore Verbinski, D: Juno Temple, Haley Lu Richardson, Sam Rockwell, Zazie Beetz, Michael Peña, Asim Chaudhry, Tom Taylor, Anna Acton, Dominique Maher; M: Geoff Zanelli
Eine Art Brachial-Satire, und ein prä-apokalyptischer Science Fiction.
Ein Mann aus der Zukunft (Sam Rockwell!) kommt immer wieder am selben Tag in ein Diner, um das richtige Team zu finden. Dies muss die KI, die in einer Stunde entsteht, mit gewissen Sicherheitskontrollen versehen, sonst wird die Zukunft, wie sie eben wurde.
Klar, da ist Terminator, Murmeltier und besonders 12 Monkeys drin. Aber dann doch ganz anders.
Der beginn zitiert auch gleich mal Pulp Fiction, das Kostüm Rockwells, wie selbstgebaut aus dem Baumarkt, ist toll. Gut erzählt: Wir erfahren neben den Erzählungen des Mannes aus der Zukunft in Rückblicken die Geschichten der einzelnen Teammitglieder, und bekommen so mit, wie sich die Welt schon verändert hat, und was schon merkwürdiges passiert.
Eigentlich eine Satire, aber überhaupt nicht subtil. Wenn die Jugendlichen ferngesteuert von ihrem Smartphone wie Zombies agieren. Es hat auch einiges tragisches, da auch noch eine traurige Familiengeschichte mit eingebaut ist.
Mir hat der sehr viel Vergnügen bereitet, und gut verpackt kann es für mich auch mal mit dem Hammer sein.
Aber auch klar, komischerweise bleibt doch einiges nicht erzählt bzw. in der Luft hängen. Das fällt erst mal nicht auf, da alles wild und abgefahren anzusehen ist. So rund die Grundgeschichte auch ist, an den Seiten franst sie halt aus.
Doch wahrscheinlich eine Sci Fi Tragikomödie vor allem für Gen X – Menschen. Also mich.
Good Luck Have Fun Don't die (2025)
R: Gore Verbinski, D: Juno Temple, Haley Lu Richardson, Sam Rockwell, Zazie Beetz, Michael Peña, Asim Chaudhry, Tom Taylor, Anna Acton, Dominique Maher; M: Geoff Zanelli
Eine Art Brachial-Satire, und ein prä-apokalyptischer Science Fiction.
Ein Mann aus der Zukunft (Sam Rockwell!) kommt immer wieder am selben Tag in ein Diner, um das richtige Team zu finden. Dies muss die KI, die in einer Stunde entsteht, mit gewissen Sicherheitskontrollen versehen, sonst wird die Zukunft, wie sie eben wurde.
Klar, da ist Terminator, Murmeltier und besonders 12 Monkeys drin. Aber dann doch ganz anders.
Der beginn zitiert auch gleich mal Pulp Fiction, das Kostüm Rockwells, wie selbstgebaut aus dem Baumarkt, ist toll. Gut erzählt: Wir erfahren neben den Erzählungen des Mannes aus der Zukunft in Rückblicken die Geschichten der einzelnen Teammitglieder, und bekommen so mit, wie sich die Welt schon verändert hat, und was schon merkwürdiges passiert.
Eigentlich eine Satire, aber überhaupt nicht subtil. Wenn die Jugendlichen ferngesteuert von ihrem Smartphone wie Zombies agieren. Es hat auch einiges tragisches, da auch noch eine traurige Familiengeschichte mit eingebaut ist.
Mir hat der sehr viel Vergnügen bereitet, und gut verpackt kann es für mich auch mal mit dem Hammer sein.
Aber auch klar, komischerweise bleibt doch einiges nicht erzählt bzw. in der Luft hängen. Das fällt erst mal nicht auf, da alles wild und abgefahren anzusehen ist. So rund die Grundgeschichte auch ist, an den Seiten franst sie halt aus.
Doch wahrscheinlich eine Sci Fi Tragikomödie vor allem für Gen X – Menschen. Also mich.
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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Re: Karl or Karla goes to Cinema
6.4.26, 16:40, Cinemaxx Bremen
Astronaut – Project Hail Mary (2026)
R: Chris Miller, Phil Lord, D: Ryan Gosling, Sandra Hüller; M: Daniel Pemberton
Ein Grundschullehrer mit wissenschaftlichem Hintergrund findet eine eventuelle Lösung um die Welt zu retten. Er muss mit ins All, überlebt als einiziger einen langen Flug und trifft einen Außerirdischen, dessen Planet dasselbe Problem hat.
Ruhig erzählter Hard Science Fiction mit philosophischen Einschüben.
Wird getragen vom beinahe Solodarsteller Ryan Gosling, der hier mal nicht den Schweigsamen gibt, sondern eher eine Plaudertasche.
Die erste Ebene ist die auf dem Raumschiff, wie er erwacht, wie er sich zurecht findet, den ET trifft, und wie sie zusammen eine Lösung suchen und dafür erst mal eine Kommunikation entwickeln.
Dazu kommen Rückblicke, wie es dazu kam, dass er im All ist. Hier glänzt Sandra Hüller als Operationsleiterin.
Toll gefilmt, angenehm ruhig erzählt, die technische Seite ausreichend erklärt, und auch eine schöne Andersartigkeit des Alien, sehr wenig humanoid, und irres Raumschiff. Die wenigen Actionsequencen rasant gefilmt. Musik toll.
Gegen Ende gibt es noch ein paar Wendungen , vielleicht ein zwei zu viel, mich hielt es aber dran.
Das einzige, was ich kritisieren würde, ist dann die Inkonsequenz beim Außerirdischen. Eigentlich gleichwertig mit dem Menschen angelehnt, und sein Anteil bei dem Versuch der Rettung beider Welten auch ebenso groß. Doch durch sein verhalten und der Schlussszenen wirkt er dann doch wie ein sprachbegabtes Haustier. Ein wenig schade.
Doch insgesamt ein sehr guter Film über Leben, Tod, Freundschaft, Kommunikation.
Astronaut – Project Hail Mary (2026)
R: Chris Miller, Phil Lord, D: Ryan Gosling, Sandra Hüller; M: Daniel Pemberton
Ein Grundschullehrer mit wissenschaftlichem Hintergrund findet eine eventuelle Lösung um die Welt zu retten. Er muss mit ins All, überlebt als einiziger einen langen Flug und trifft einen Außerirdischen, dessen Planet dasselbe Problem hat.
Ruhig erzählter Hard Science Fiction mit philosophischen Einschüben.
Wird getragen vom beinahe Solodarsteller Ryan Gosling, der hier mal nicht den Schweigsamen gibt, sondern eher eine Plaudertasche.
Die erste Ebene ist die auf dem Raumschiff, wie er erwacht, wie er sich zurecht findet, den ET trifft, und wie sie zusammen eine Lösung suchen und dafür erst mal eine Kommunikation entwickeln.
Dazu kommen Rückblicke, wie es dazu kam, dass er im All ist. Hier glänzt Sandra Hüller als Operationsleiterin.
Toll gefilmt, angenehm ruhig erzählt, die technische Seite ausreichend erklärt, und auch eine schöne Andersartigkeit des Alien, sehr wenig humanoid, und irres Raumschiff. Die wenigen Actionsequencen rasant gefilmt. Musik toll.
Gegen Ende gibt es noch ein paar Wendungen , vielleicht ein zwei zu viel, mich hielt es aber dran.
Das einzige, was ich kritisieren würde, ist dann die Inkonsequenz beim Außerirdischen. Eigentlich gleichwertig mit dem Menschen angelehnt, und sein Anteil bei dem Versuch der Rettung beider Welten auch ebenso groß. Doch durch sein verhalten und der Schlussszenen wirkt er dann doch wie ein sprachbegabtes Haustier. Ein wenig schade.
Doch insgesamt ein sehr guter Film über Leben, Tod, Freundschaft, Kommunikation.
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.