Sind beides gute Alben, "Dream Evil" ist zudem mit einem im wahrsten Sinne des Wortes unheimlich schönen Cover-Artwork gesegnet. Als die unangreifbaren Klassiker der Dio-Dikographie gelten aber ja eigentlich die ersten beiden Alben. Die hast du demnach gar nicht...?Maulwurf hat geschrieben: ↑Mo 6. Apr 2026, 10:13 Vergessen wir also Sacred heart, Dream evil ist für mich mit seinen griffigen Melodien und dem kompletten Außenrum eine DER Referenzen zwischen Spät-80er-Hard Rock und Power Metal, und wahrscheinlich liebe ich dieses Album seit 35 Jahren genau deswegen so sehr.
Maulwurfs Hör-Bar
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Re: Maulwurfs Hör-Bar
Ein-Mann-Geschmacks-Armee gegen die eingefahrene Italo-Front (4/10 u. 9+)Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.
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Re: Maulwurfs Hör-Bar
Leider nicht. Die beiden vorgestellten Alben kamen aus einer Sammlungauflösung, und zu mehr hat es leider nie gereicht. Aber das wird jetzt geändert, beide landen auf der Suchlistebuxtebrawler hat geschrieben: ↑Di 7. Apr 2026, 08:43Sind beides gute Alben, "Dream Evil" ist zudem mit einem im wahrsten Sinne des Wortes unheimlich schönen Cover-Artwork gesegnet. Als die unangreifbaren Klassiker der Dio-Dikographie gelten aber ja eigentlich die ersten beiden Alben. Die hast du demnach gar nicht...?Maulwurf hat geschrieben: ↑Mo 6. Apr 2026, 10:13 Vergessen wir also Sacred heart, Dream evil ist für mich mit seinen griffigen Melodien und dem kompletten Außenrum eine DER Referenzen zwischen Spät-80er-Hard Rock und Power Metal, und wahrscheinlich liebe ich dieses Album seit 35 Jahren genau deswegen so sehr.
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Re: Maulwurfs Hör-Bar
Dismantled
Dismantled
CD - 2002

Vor 25 Jahren, als ich mehrere Musikzeitschriften las, hatte ich mir ein Excel gebaut, in dem interessante Neuerscheinungen festgehalten wurden. Wichtig war hier vor allem die musikalische Richtung, die immer mit angegeben wurde, damit ich in der richtigen Stimmung die richtige Musik besorgen konnte. Gekauft wurde allerdings relativ selten, und in den letzten Jahren habe ich dann mal ganz vorsichtig damit begonnen, die Sachen, die ich mir damals gemerkt hatte, etwas gezielter zu suchen.
DISMANTLED ist eine CD aus dieser Liste. Abteilung Dark Electro. Ein Russe, der klassisch ausgebildet wurde, und beim Übersiedeln in die USA seine Liebe zum Electro entdeckte, so schreibt es Discogs. Entsprechend höre ich die Electro-Götter dieser Zeit: PROJECT PITCHFORK liefern den groovigen Rhythmus, DECODED FEEDBACK die flächigen Kulissen, SKINNY PUPPY die Dystopie, und typische Daniel Myer-Harmonien sind auch öfters zu erkennen. Aber spannenderweise kommt da durchaus etwas Eigenes dabei heraus. Als ob man mit dem DeLorean durch das Los Angeles des Blade Runners fährt, HAUJOBB im Radio hört und den Untergang der Zivilisation betrachtet. DISMANTLED sind düster, sehr düster, dabei oft treibend, ohne aber in den EBM abzurutschen. Es ist dieses Zeigen der Dekadenz, dieser Wunsch nach Verruchtem und Verbotenem, das hier zu spüren ist, und gleichzeitig die Konsequenz des zielsicheren Untergangs, die in den dunklen Soundscapes dargestellt wird. Ist das Ende des Albums noch tanzbar und energisch, so findet man sich am Ende in verspielten dunklen Sphären wieder, die fahle Geister der einstigen Aufregungen widerspiegeln.
So oder so ein interessantes Album, das eine ganz eigene Stimmung erzeugt. Zum Autofahren genauso geeignet wie zum Kochen. Oder zum genauen Zuhören. Spannend!
Dismantled - Survivor
Dismantled
CD - 2002

Vor 25 Jahren, als ich mehrere Musikzeitschriften las, hatte ich mir ein Excel gebaut, in dem interessante Neuerscheinungen festgehalten wurden. Wichtig war hier vor allem die musikalische Richtung, die immer mit angegeben wurde, damit ich in der richtigen Stimmung die richtige Musik besorgen konnte. Gekauft wurde allerdings relativ selten, und in den letzten Jahren habe ich dann mal ganz vorsichtig damit begonnen, die Sachen, die ich mir damals gemerkt hatte, etwas gezielter zu suchen.
DISMANTLED ist eine CD aus dieser Liste. Abteilung Dark Electro. Ein Russe, der klassisch ausgebildet wurde, und beim Übersiedeln in die USA seine Liebe zum Electro entdeckte, so schreibt es Discogs. Entsprechend höre ich die Electro-Götter dieser Zeit: PROJECT PITCHFORK liefern den groovigen Rhythmus, DECODED FEEDBACK die flächigen Kulissen, SKINNY PUPPY die Dystopie, und typische Daniel Myer-Harmonien sind auch öfters zu erkennen. Aber spannenderweise kommt da durchaus etwas Eigenes dabei heraus. Als ob man mit dem DeLorean durch das Los Angeles des Blade Runners fährt, HAUJOBB im Radio hört und den Untergang der Zivilisation betrachtet. DISMANTLED sind düster, sehr düster, dabei oft treibend, ohne aber in den EBM abzurutschen. Es ist dieses Zeigen der Dekadenz, dieser Wunsch nach Verruchtem und Verbotenem, das hier zu spüren ist, und gleichzeitig die Konsequenz des zielsicheren Untergangs, die in den dunklen Soundscapes dargestellt wird. Ist das Ende des Albums noch tanzbar und energisch, so findet man sich am Ende in verspielten dunklen Sphären wieder, die fahle Geister der einstigen Aufregungen widerspiegeln.
So oder so ein interessantes Album, das eine ganz eigene Stimmung erzeugt. Zum Autofahren genauso geeignet wie zum Kochen. Oder zum genauen Zuhören. Spannend!
Dismantled - Survivor
Zuletzt geändert von Maulwurf am Do 9. Apr 2026, 17:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Maulwurfs Hör-Bar
Disorder
Perdition EP
12"-EP - 1982

Der Sound ist derjenige, der damals auf den Stufen vor dem autonomen Jugendzentrum aus einem Ghettoblaster heraus die Gegen beschallte. Ich hab ihn sofort wiedererkannt: Schnell, hart, eintönig, kurze Stücke die alle irgendwie gleich klingen und genau die Stimmung der Zeit treffen. Punk. Roher Früh-80er-Punk, in dem Fall aus Bristol, über den John Peel mal gesagt hat, dass die frühen Singles der Band klingen wie ein Triumph Bonneville-Motorrad. Keine Ahnung wie eine Bonneville klingt, aber nach der EP kann ich mir das verdammt gut vorstellen. Das Tempo ist ziemlich hoch, der ... ääh, ... sagen wir mal Typ am Mikro ... schreit irgendwas durch die Gegend, was mit den auf dem Backcover abgedruckten Texten nur ansatzweise was zu tun hat, die Texte selber sind hochgradig politisch und sozial tiefschürfend, und ja, vermutlich kann man sowas heute in den entsprechenden Vierteln der Städte immer noch hören.
Mich macht diese Art Musik nicht mehr so an, aber ich kann nachvollziehen wenn man das mag, weil der Sound halt mitten in den Bauch zielt und dort eine Menge Unruhe stiftet. Im positiven Sinne ...
Disorder - Suicide children
Perdition EP
12"-EP - 1982

Der Sound ist derjenige, der damals auf den Stufen vor dem autonomen Jugendzentrum aus einem Ghettoblaster heraus die Gegen beschallte. Ich hab ihn sofort wiedererkannt: Schnell, hart, eintönig, kurze Stücke die alle irgendwie gleich klingen und genau die Stimmung der Zeit treffen. Punk. Roher Früh-80er-Punk, in dem Fall aus Bristol, über den John Peel mal gesagt hat, dass die frühen Singles der Band klingen wie ein Triumph Bonneville-Motorrad. Keine Ahnung wie eine Bonneville klingt, aber nach der EP kann ich mir das verdammt gut vorstellen. Das Tempo ist ziemlich hoch, der ... ääh, ... sagen wir mal Typ am Mikro ... schreit irgendwas durch die Gegend, was mit den auf dem Backcover abgedruckten Texten nur ansatzweise was zu tun hat, die Texte selber sind hochgradig politisch und sozial tiefschürfend, und ja, vermutlich kann man sowas heute in den entsprechenden Vierteln der Städte immer noch hören.
Mich macht diese Art Musik nicht mehr so an, aber ich kann nachvollziehen wenn man das mag, weil der Sound halt mitten in den Bauch zielt und dort eine Menge Unruhe stiftet. Im positiven Sinne ...
Disorder - Suicide children
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Re: Maulwurfs Hör-Bar
Ich bin überrascht, dass du eine Disorder-Platte hast
Ja, das ist schon starker Tobak, der selbst mir zuweilen dann doch zu unmusikalisch ist, um ihn länger am Stück zu rezipieren...
Ein-Mann-Geschmacks-Armee gegen die eingefahrene Italo-Front (4/10 u. 9+)Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.
Diese Filme sind züchisch krank!
Re: Maulwurfs Hör-Bar
Wie gesagt war das eine Zeitlang mal das allgegenwärtige Hintergrundrauschen. Und wenn man sowas im Plattengeschäft gefunden hatte, war Mitnehmen absolute Pflicht ...buxtebrawler hat geschrieben: ↑Fr 10. Apr 2026, 10:50 Ich bin überrascht, dass du eine Disorder-Platte hastJa, das ist schon starker Tobak, der selbst mir zuweilen dann doch zu unmusikalisch ist, um ihn länger am Stück zu rezipieren...
Aber es ist schön, wenn ich Dich noch überraschen kann
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Re: Maulwurfs Hör-Bar
Dissolving Of Prodigy
Lamentation of innocents
CD - 1995

Als Werbeslogan liefen DISSOLVING OF PRODIGY damals als langsamste Band Tschechiens. Ja, schnell sind sie nicht. Feiner Doom Metal, der sich stilistisch ganz ganz eng an die damaligen MY DYING BRIDE anlehnt. Die Violine, der Wechsel zwischen Growls und cleanem Gesang, oft genug auch die Melodieführung, da höre ich die großen Vorbilder schon klar heraus. Was DISSOLVING OF PRODIGY aus der Masse heraushebt sind zum einen die wunderschönen Choräle im Hintergrund, die wirklich viel Stimmung machen und perfekt zu Doom Metal passen. Das andere Zuckerle ist die Flöte! Anders als bei den Norwegern von BETHZAIDA passen hier Flöte und Metal wirklich gut zusammen, wobei diese exotische Mischung leider nur einmal eingesetzt wird. Das andere Stück mit Flöte ist ruhiger und wirkt deutlich Mittelalter-lastiger, was der Gesamt-CD aber richtig gut steht.
Überhaupt hat es immer wieder sehr ruhige Phasen im Musikfluss, die viel Atmosphäre zaubern, gerade auch durch die Violine. Nicht wirklich gut produziert, der ein oder andere Patzer in der Einspielung deutet auf ein extrem schmales Budget hin, aber hey, wen stört's? DISSOLVING OF PRODIGY machen guten und abgrundtiefen, düsteren Doom mit wunderbaren ruhigen Einsprengseln, und stehen ihren großen Vorbildern, wenn man mal ehrlich ist, kaum nach.
Dissolving Of Prodigy - The torment in blind eyes
Lamentation of innocents
CD - 1995

Als Werbeslogan liefen DISSOLVING OF PRODIGY damals als langsamste Band Tschechiens. Ja, schnell sind sie nicht. Feiner Doom Metal, der sich stilistisch ganz ganz eng an die damaligen MY DYING BRIDE anlehnt. Die Violine, der Wechsel zwischen Growls und cleanem Gesang, oft genug auch die Melodieführung, da höre ich die großen Vorbilder schon klar heraus. Was DISSOLVING OF PRODIGY aus der Masse heraushebt sind zum einen die wunderschönen Choräle im Hintergrund, die wirklich viel Stimmung machen und perfekt zu Doom Metal passen. Das andere Zuckerle ist die Flöte! Anders als bei den Norwegern von BETHZAIDA passen hier Flöte und Metal wirklich gut zusammen, wobei diese exotische Mischung leider nur einmal eingesetzt wird. Das andere Stück mit Flöte ist ruhiger und wirkt deutlich Mittelalter-lastiger, was der Gesamt-CD aber richtig gut steht.
Überhaupt hat es immer wieder sehr ruhige Phasen im Musikfluss, die viel Atmosphäre zaubern, gerade auch durch die Violine. Nicht wirklich gut produziert, der ein oder andere Patzer in der Einspielung deutet auf ein extrem schmales Budget hin, aber hey, wen stört's? DISSOLVING OF PRODIGY machen guten und abgrundtiefen, düsteren Doom mit wunderbaren ruhigen Einsprengseln, und stehen ihren großen Vorbildern, wenn man mal ehrlich ist, kaum nach.
Dissolving Of Prodigy - The torment in blind eyes
Der Sieg des Kapitalismus ist die endgültige Niederlage des Lebens.
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- FarfallaInsanguinata
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Re: Maulwurfs Hör-Bar
Und mich hast du damit gleich mitüberrascht!Maulwurf hat geschrieben: ↑Fr 10. Apr 2026, 13:02Wie gesagt war das eine Zeitlang mal das allgegenwärtige Hintergrundrauschen. Und wenn man sowas im Plattengeschäft gefunden hatte, war Mitnehmen absolute Pflicht ...buxtebrawler hat geschrieben: ↑Fr 10. Apr 2026, 10:50 Ich bin überrascht, dass du eine Disorder-Platte hastJa, das ist schon starker Tobak, der selbst mir zuweilen dann doch zu unmusikalisch ist, um ihn länger am Stück zu rezipieren...
Aber es ist schön, wenn ich Dich noch überraschen kann![]()
Ich habe die 12" damals bei einem Mailorder in Berlin bestellt, zusammen mit unten verlinkter 7" einer finnischen Band, die tatsächlich noch ne Ecke derber als Disorder ist.
Diktatur der Toleranz
Die Zeit listete den Film in einem Jahresrückblick als einen der schlechtesten des Kinojahres 2023. Besonders bemängelt wurden dabei die Sexszenen, die von der Rezensentin als „pornografisch“ und „lächerlich“ bezeichnet wurden.
Die Zeit listete den Film in einem Jahresrückblick als einen der schlechtesten des Kinojahres 2023. Besonders bemängelt wurden dabei die Sexszenen, die von der Rezensentin als „pornografisch“ und „lächerlich“ bezeichnet wurden.
Re: Maulwurfs Hör-Bar
Ui, das ist wirklich richtig heftiger Stoff. Punk-Philosophie wie sie sein soll: Nimm ein Instrument und mach einfach mal. Auf seine Art beeindruckend, aber wie gesagt heute nicht mehr meines.FarfallaInsanguinata hat geschrieben: ↑So 12. Apr 2026, 20:01 Und mich hast du damit gleich mitüberrascht!
Ich habe die 12" damals bei einem Mailorder in Berlin bestellt, zusammen mit unten verlinkter 7" einer finnischen Band, die tatsächlich noch ne Ecke derber als Disorder ist.![]()
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