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We Await - Charles Pinion (1996)

Verfasst: So 24. Apr 2022, 08:42
von jogiwan
We Await

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Originaltitel: We Await

Herstellungsland: USA / 1996

Regie: Charles Pinion

Darsteller:innen: Charles Pinion, Connell Little, David Aaron Clark, Tommy Angel, Alyssa Wndt

Story:

Ein Ex-Veteran auf der Suche nach Erlösung durch Gott trifft eines Tages auf der Straße auf einen Prediger und dessen Begleitung. Die Beiden werden jedoch ermordet und der Ex-Soldat entführt und verschleppt. Wenig später wacht er gefesselt und geknebelt im Haus einer kannibalistischen Familie auf, die eine Art Mini-Kommune gegründet, die sich einem Pilz mit halluzinogenen Eigenschaften verschrieben hat. Während der Veteran versucht sich zu befreien, stürzt er gemeinsam mit der völlig durchgeknallten Familie immer tiefer in einem Alptraum aus Drogen, Wahnsinn und Gewalt bis am Ende sogar Jesus einschreiten muss um dem beispiellosen Treiben ein Ende zu setzen.

Re: We Await - Charles Pinion (1996)

Verfasst: So 24. Apr 2022, 08:42
von jogiwan
Nach dem doch eher etwas bescheidenen „Red Spirit Lake“ stand gestern noch der Nachfolger „We Await“ auf dem Plan, in dem Regisseur Charles Pinion dem großen Klassiker „Texas Chainsaw Massacre“ huldigt und dieses mit Elementen von obskuren Show-Predigern und Drogen-Konsum vermengt. Herausgekommen ist abermals ein eher wirrer Film ohne Handlungsbogen, der es dem Zuschauer auch nicht leicht macht. Ganz klar sollen hier wieder einmal Grenzen überschritten werden und religiöse Menschen könnten natürlich spätestens beim Auftritt des stark übergewichtigen Jesus in ihren Befindlichkeiten verletzt werden. Aber wer sich so etwas wie „We Await“ in den Player schiebt ist sicher niemand, der sich leicht schockieren lässt und im Falle von Charles Pinion wirkt das auch immer etwas bemüht, wenn immer noch eine weitere Abartigkeit aus dem Ärmel geschüttelt wird. So hat der Streifen auch eher den Charakter aneinandergereihter Videoclips aus dem Industrial-Bereich, die lose mit einem improvisierten Handlungsbogen zusammengehalten werden und den Zuschauer mit massenhaft Symbolik überfordern möchte. Warum derartige Filme immer wenig gehaltvoll, aber umso anstrengender sein müssen, bleibt ebenfalls der rotzigen Punk-Attitüde geschuldet. Begeisterung sieht definitiv anders aus und trotz einer Stunde Laufzeit wirkt „We Await“ mit seinen gewollten Tabubrüchen nicht sonderlich schockierend, sondern rasch ermüdend.