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Die Delfinflüsterin – Michael D. Sellers (2006)

Verfasst: Mo 2. Dez 2024, 18:47
von FarfallaInsanguinata
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Originaltitel: Eye of the Dolphin
Herstellungsland/-jahr: USA 2006

Regie: Michael D. Sellers

Drehbuch: Michael D. Sellers, Wendell Morris
Produktion: Michael D. Sellers, Susan Johnson
Musik: Alan Derian
Kamera: Guy Livneh
Schnitt: Brent A. Schoenfeld

Darsteller:

Carly Schroeder: Alyssa
Adrian Dunbar: Hawk
George Harris: Daniel
Christine Adams: Tamika
Katharine Ross: Lucy

Inhalt:

Seit dem Tod ihrer Mutter lebt die 14-jährige Alyssa bei ihrer Großmutter Lucy. Doch als das Mädchen von der Schule fliegt, weiß diese sich nicht mehr zu helfen und schickt Alyssa zu ihrem Vater. Ihr Vater jedoch arbeitet auf den Bahamas in der Forschung mit Delfinen und weiß nichts von der Existenz seiner Tochter. Doch als die Delfinstation für eine Touristenattraktion geopfert werden soll, müssen sich die beiden zusammenraufen. Dabei können die Delfine helfen, und nur Alyssa lernt sie zu verstehen…
Carly Schroeder erhielt für ihre darstellerische Leistung in diesem ebenso gefühlvollen wie spannenden Meisterwerk einen Preis beim „International Family Film Festival“ in Kalifornien.
(laut DVD-Cover)
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Re: Die Delfinflüsterin – Michael D. Sellers (2006)

Verfasst: Mi 11. Feb 2026, 22:49
von FarfallaInsanguinata
DVD

Die vierzehnjährige Alyssa ist nach dem Tod ihrer Mutter traurig und einsam, was sie durch aufsässiges Verhalten zu kompensieren versucht. Trotz einiger schulischer Begabungen schwänzt sie viel zu oft und ist auch Alkohol und Nikotin nicht abgeneigt. Nachdem sie wieder einmal beim Rauchen auf dem Schulklo erwischt wurde, was ihr die bereits dritte Audienz beim Rektor mit einem Verweis einbringt, gesteht sich ihre Großmutter ein, dass sie mit der Enkelin überfordert ist.
Sie zaubert den bisher unbekannten Erzeuger aus dem Hut und entscheidet, der soll sich nun auch mal um seine Tochter kümmern. Blöd nur, dass weder das Mädchen noch der Vater voneinander wissen, weil die Mutter den Ex und Alyssa ihr Leben lang belogen hat.
Hawk erforscht auf den Bahamas das Verständigungssystem der Delfine und ist als leicht verpeilter Wissenschaftler nur bedingt als Vater zu gebrauchen. Alyssas Kommentar zu dieser Reise fällt entsprechend ablehnend aus. O-Ton: „Ich hasse Delfine.“
Doch nach einigen Anfangsschwierigkeiten gewöhnen beide sich erstaunlich schnell aneinander und als Großmutter Lucy das Experiment am liebsten abbrechen möchte, ist es Alyssa, die darum bittet, bei ihrem Vater und dessen Freundin Tamika bleiben zu dürfen. Auch erweist sie sich als Naturtalent im Umgang mit den Delfinen und freundet sich sogar mit einem wild lebenden Weibchen an, das nur zu dem Teenager Vertrauen fasst.
Das sich anbahnende schöne Ende wird jedoch sehr schnell durch dunkle Wolken am Himmel vertrieben, die in Form von schnöden materiellen Interessen heraufziehen. Die Forschungen kosten schließlich nur, den versprochenen Ruhm in der Wissenschaftswelt konnte Hawk immer noch nicht liefern und so soll die Forschungsstation in einen Vergnügungspark für Touristen umgewandelt werden. Mit Hilfe des wildlebenden Delfinweibchens gelingt es Alyssa jedoch, die Geldgeber für ihre Idee einer Lehrshow mit den Tieren zu begeistern, was beiden Aspekten, Forschung und Tourismus, gerecht wird.
Carly Schroeder, die mir außerhalb dieses Werkes völlig unbekannt war, hat bereits seit ihrer Kindheit eine erstaunlich umfangreiche Filmografie vorzuweisen und, ja, sie macht ihre Sache als Alyssa ziemlich gut. Ansonsten zieht der Film seinen Reiz auch und vor allem aus der Landschaft und den tierischen Darstellern, die halt mal was anderes als die ewigen Pferdeställe mit ihren Vierbeinern sind. Handlungstechnisch allerdings sind die Parallelen unübersehbar und es gibt nichts, was man nicht bereits in unzähligen Filmen zu sehen bekam.
Eine halbwegs spannende Abwechslung für Pferdemädchen, jedoch weit entfernt von dem Meisterwerk, das auf dem Cover versprochen wird.

06/10