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GB 1968
Regie: David Miller
Mit
Vince Edwards, Judy Geeson.
"Vince Edwards spielt Charles Hood, einen Söldner, der für den britischen Geheimdienst nach Portugal reist, um das internationale Verbrecher-Mastermind Hammerhead dingfest zu machen, der in seiner Freizeit erotische Kunstwerke sammelt."
Quelle : Moviepilot
Re: Hammerhead - David Miller
Verfasst: Mi 11. Feb 2026, 07:38
von fritzcarraldo
Hammerhead
Mondo Bizarr Weekender in der Black Box Düsseldorf.
35mm.
Der etwas andere Eurospy Film.
Es gibt zwar einige Quatsch Szenen, aber insgesamt ist das alles eine wirklich spannende Angelegenheit.
Die Location Wechsel erfolgen oft nahtlos und die Zuschauer werden ganz langsam in die Handlung hinein gezogen.
Der Held ist nicht Bond, aber trotzdem immer auf der Höhe. Und es gibt hier gerade zum Schluss hin in den typischen Swinging Sixties auch ungewöhnliche Szenen. Eine echte Entdeckung und Empfehlung!
Re: Hammerhead - David Miller (1968)
Verfasst: Mi 11. Feb 2026, 08:09
von fritzcarraldo
Ich reiche nochmal den reißerischen Trailer nach. Hier ist auch der schöne Hammerhead Theme Song zu hören.
Re: Hammerhead - David Miller (1968)
Verfasst: Do 12. Feb 2026, 10:28
von Onkel Joe
Für mich der einzige Beitrag den ich nicht kannte.
Anfangs trällert das ganze so vor sich her aber ein bisschen Bond, eine prise swinging 60s, etwas Humor und die Überraschung ist perfekt!
Im Nachgang eine kleine aber feine Perle .
Re: Hammerhead - David Miller (1968)
Verfasst: So 15. Feb 2026, 10:40
von karlAbundzu
kino, 35mm
Englischer Eurospy, benannt nicht nach dem Helden, sondern nachdem Bösewicht. Auch Hood, der Held, nur halb Bond-mäßig, nimmt nicht jede Gelegenheit auf Sex war, muss tatsächlich sehr viel einstecken, ist gar nicht sadistisch. Und wer er ist, zeigt sich auch nach und nach, dass er im Auftrag des britischen Geheimdienstes ist, ist erst spät eindeutig. Das ist sehr klug und wirklich mal anders erzählt. Die Geschichte mit dem Doppelgänger, den Geheimdokumenten und dem Bösewicht, der auf erotische Darstellungen steht, hat bekannte Zutaten, ist aber nie langweilig. Ungewöhnlich, dass der Antagonist auch wirklich viel mitmischt, wo ich zuerst dachte, dass es ein Running Gag wird, das er nie auftaucht.
Dazu schöne Drehorte in Portugal, ungewöhnlich viele hippieske Szenerien, und ein weiblicher Sidekick, der auch in der Zeit nicht unangenehm ist. Und eine heftige überraschende Schlussszene.
Der hat mir außerordentlich gut gefallen und überrascht, auch ob der Qualität in allen Bereichen.
Re: Hammerhead - David Miller (1968)
Verfasst: Mo 16. Feb 2026, 16:02
von Arkadin
Eine schöne Überraschung. Im Zuge der Welle von Bond-Filmen entstanden, ist das hier sowohl bondmäßig (Bösewicht mit Gespielin, Bande und Yacht), andererseits ganz un-bondmäßig (Bösewicht packt mit an, Held ist nicht unbesiegbar, es geht nicht primär um Weltherrschaft). Dass der Held Agent ist, kommt auch erst relativ spät raus. Bis dahin könnte er tatsächlich auch Kunsthändler, Trickdieb oder ähnliches sein, der zufällig in die ganze Chose reinrutscht. Das macht den etwas blassen, aber gerade deshalb perfekt in die Rolle passenden, Vince Edwards sympathisch. Judy Geeson gibt eine selbstbewusste, ja vielleicht auch etwas nervige, aber auch süße, Co-Heldin. Abgeschmeckt wird das Ganze mit schönen Kulissen, Witz und Swinging-London-Kolorit. Hat mir sehr gut gefallen.