Hamnet - Chloé Zhao (2025)
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Hamnet - Chloé Zhao (2025)
Hamnet
USA 2025
Regie: Chloé Zhao
Mit
Jesse Buckley
Paul Mescal
In den 1580er Jahren in der Henley Street in dem kleinen Dorf Stratford-upon-Avon im englischen Warwickshire. Die rätselhafte Bauerntochter Agnes und der Lateinlehrer William beginnen eine Liebesbeziehung. Gerüchte über die Heilerin Agnes mit dem Falken machen die Runde; es wird erzählt, sie könne eine Hexe sein, aber William lässt sich nicht beirren. Die beiden heiraten gegen den Willen ihrer Familien und bekommen in rascher Folge drei Kinder, zuerst ein Mädchen, Susanna, gefolgt von den Zwillingen Judith und Hamnet. Ihr erstes Kind bringt Agnes am Fuß eines riesigen Baumes zur Welt. Die zweite Geburt findet auf Drängen ihrer Schwiegermutter Mary zu Hause statt. Zur Überraschung aller bringt Agnes Zwillinge zur Welt. Das Mädchen scheint zunächst tot auf die Welt zu kommen, doch während Agnes es im Arm hält, beginnt es zu atmen.
Während die Familie wächst, wächst auch Williams Leidenschaft, zu schreiben. Agnes spürt die Sehnsucht ihres Mannes nach der großen Welt und schickt ihn nach London. Sie selbst will Stratford-upon-Avon nicht verlassen, auch als seine Karriere Fahrt aufnimmt. Ihr einziger Sohn Hamnet träumt davon, eines Tages mit seinem Vater im Theater zu arbeiten.
Die Pest wütet in Europa und Judith sowie Hamnet erkranken daran. Agnes versucht mit allen Mitteln ihre Kinder zu retten. Doch während Judith überlebt, stirbt Hamnet 1596 im Alter von elf Jahren. Am Boden zerstört, wirft Agnes ihrem Mann vor, nicht beim Tod ihres Sohns da gewesen zu sein. Während Agnes leidet, verschwindet Will nach London, womit ein tiefer Riss in ihrer Beziehung entsteht. Schließlich macht sich Agnes, begleitet von ihrem Bruder, auf nach London, um Wills neues Stück mit dem Titel Hamlet zu sehen. Zuerst bestürzt darüber, dass er den Namen ihres Sohnes für eine andere Thematik benutzt, beginnt sie im Laufe des Stücks zu verstehen, dass Will mit den Mitteln der Kunst Hamnets Tod verarbeitet.
Quelle Wikipedia
Regie: Chloé Zhao
Mit
Jesse Buckley
Paul Mescal
In den 1580er Jahren in der Henley Street in dem kleinen Dorf Stratford-upon-Avon im englischen Warwickshire. Die rätselhafte Bauerntochter Agnes und der Lateinlehrer William beginnen eine Liebesbeziehung. Gerüchte über die Heilerin Agnes mit dem Falken machen die Runde; es wird erzählt, sie könne eine Hexe sein, aber William lässt sich nicht beirren. Die beiden heiraten gegen den Willen ihrer Familien und bekommen in rascher Folge drei Kinder, zuerst ein Mädchen, Susanna, gefolgt von den Zwillingen Judith und Hamnet. Ihr erstes Kind bringt Agnes am Fuß eines riesigen Baumes zur Welt. Die zweite Geburt findet auf Drängen ihrer Schwiegermutter Mary zu Hause statt. Zur Überraschung aller bringt Agnes Zwillinge zur Welt. Das Mädchen scheint zunächst tot auf die Welt zu kommen, doch während Agnes es im Arm hält, beginnt es zu atmen.
Während die Familie wächst, wächst auch Williams Leidenschaft, zu schreiben. Agnes spürt die Sehnsucht ihres Mannes nach der großen Welt und schickt ihn nach London. Sie selbst will Stratford-upon-Avon nicht verlassen, auch als seine Karriere Fahrt aufnimmt. Ihr einziger Sohn Hamnet träumt davon, eines Tages mit seinem Vater im Theater zu arbeiten.
Die Pest wütet in Europa und Judith sowie Hamnet erkranken daran. Agnes versucht mit allen Mitteln ihre Kinder zu retten. Doch während Judith überlebt, stirbt Hamnet 1596 im Alter von elf Jahren. Am Boden zerstört, wirft Agnes ihrem Mann vor, nicht beim Tod ihres Sohns da gewesen zu sein. Während Agnes leidet, verschwindet Will nach London, womit ein tiefer Riss in ihrer Beziehung entsteht. Schließlich macht sich Agnes, begleitet von ihrem Bruder, auf nach London, um Wills neues Stück mit dem Titel Hamlet zu sehen. Zuerst bestürzt darüber, dass er den Namen ihres Sohnes für eine andere Thematik benutzt, beginnt sie im Laufe des Stücks zu verstehen, dass Will mit den Mitteln der Kunst Hamnets Tod verarbeitet.
Quelle Wikipedia
"Das ist nicht möglich!"
"Aber notwendig!"
(Interstellar)
"J&B straight and a Corona!"
(Patrick Bateman, American Psycho)
https://www.latenight-der-fussball-talk.de
"Aber notwendig!"
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Re: Hamnet - Chloé Zhao (2025)
Hamnet
Kino.
Gondel Bremen.
OmU.
Hamnet ist ein Film über Trauerverarbeitung. Es ist die Geschichte eines Paares. Verliebt sein, Liebe, Heirat trotz Widerständen, sich gemeinsam im Leben zurecht finden, Kinder. Eine ganz normale Familie.
Und dann kommt die Pest. Denn wir befinden uns hier in den 1580er Jahren. Der Sohn stirbt und das Paar entzweit sich. Die Verarbeitung des ganzen ist dann sehr ungewöhnlich, denn der Ehemann ist William Shakespeare. Im Film wird dieser Name erst ganz zum Schluss genannt. Man weiß es natürlich. Aber hier ist das trotzdem wichtig, damit sich die Geschichte auch auf seine Frau Agnes konzentrieren kann. Der Film basiert auf dem fiktionalen Buch von Maggie O’Farrell, die auch mit der Regisseurin zusammen das Drehbuch schrieb.
Zunächst geht es dann auch wirklich mehr um Agnes (Jesse Buckley), Falknerin und auch sonst sehr naturverbunden. Sie lernt den Lehrer Will (Paul Mescal) kennen. Sowohl Jesse Buckley als auch Paul Mescal spielen famos.
Wie Buckley anfangs durch die Natur streift, dies hat schon etwas hypnotisches. Die ersten sehr emotionalen Szenen gehören dann auch ganz ihr. Insgesamt durchzieht den Film trotz der aufkommenden Tragödie eine gewisse Leichtigkeit, die einfach nur schön ist. Hier ist dann auch Mescal ganz in seinem Element. Aber das Paar entfernt sich immer mehr voneinander. Vorwürfe und Streit stehen im Vordergrund und da es auch immer eine geographische Entfernung zwischen beiden gab (Sie lebt weiter in Stratford-upon-Avon, während er in London arbeitet), wissen beide eigentlich auch vieles nicht voneinander. Irgendwann wird klar, dass Will einiges in seinem Stück "Hamlet" verarbeitet hat.
Agnes reist nach London und wohnt der Premiere bei. Die letzte halbe Stunde ist dann wirklich ganz wunderbar. Allein schon wie ganz zu Anfang das Globe Theatre präsentiert wird, ist atemberaubend. Irgendwann wird man dann fast mit in die Aufführung hineingesogen und es geht nicht mehr nur um Worte, sondern um das emotionale Verstehen. Ich hätte nicht gedacht, dass dies so sehr funktionieren würde, aber es ist ganz einfach so.
Paartherapie mal anders.
Kino.
Gondel Bremen.
OmU.
Hamnet ist ein Film über Trauerverarbeitung. Es ist die Geschichte eines Paares. Verliebt sein, Liebe, Heirat trotz Widerständen, sich gemeinsam im Leben zurecht finden, Kinder. Eine ganz normale Familie.
Und dann kommt die Pest. Denn wir befinden uns hier in den 1580er Jahren. Der Sohn stirbt und das Paar entzweit sich. Die Verarbeitung des ganzen ist dann sehr ungewöhnlich, denn der Ehemann ist William Shakespeare. Im Film wird dieser Name erst ganz zum Schluss genannt. Man weiß es natürlich. Aber hier ist das trotzdem wichtig, damit sich die Geschichte auch auf seine Frau Agnes konzentrieren kann. Der Film basiert auf dem fiktionalen Buch von Maggie O’Farrell, die auch mit der Regisseurin zusammen das Drehbuch schrieb.
Zunächst geht es dann auch wirklich mehr um Agnes (Jesse Buckley), Falknerin und auch sonst sehr naturverbunden. Sie lernt den Lehrer Will (Paul Mescal) kennen. Sowohl Jesse Buckley als auch Paul Mescal spielen famos.
Wie Buckley anfangs durch die Natur streift, dies hat schon etwas hypnotisches. Die ersten sehr emotionalen Szenen gehören dann auch ganz ihr. Insgesamt durchzieht den Film trotz der aufkommenden Tragödie eine gewisse Leichtigkeit, die einfach nur schön ist. Hier ist dann auch Mescal ganz in seinem Element. Aber das Paar entfernt sich immer mehr voneinander. Vorwürfe und Streit stehen im Vordergrund und da es auch immer eine geographische Entfernung zwischen beiden gab (Sie lebt weiter in Stratford-upon-Avon, während er in London arbeitet), wissen beide eigentlich auch vieles nicht voneinander. Irgendwann wird klar, dass Will einiges in seinem Stück "Hamlet" verarbeitet hat.
Agnes reist nach London und wohnt der Premiere bei. Die letzte halbe Stunde ist dann wirklich ganz wunderbar. Allein schon wie ganz zu Anfang das Globe Theatre präsentiert wird, ist atemberaubend. Irgendwann wird man dann fast mit in die Aufführung hineingesogen und es geht nicht mehr nur um Worte, sondern um das emotionale Verstehen. Ich hätte nicht gedacht, dass dies so sehr funktionieren würde, aber es ist ganz einfach so.
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"Das ist nicht möglich!"
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