The Trip - Roger Corman (1967)

Moderator: jogiwan

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untot
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The Trip - Roger Corman (1967)

Beitrag von untot »

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Originaltitel: The Trip

Herstellungsland: USA

Erscheinungsjahr: 1967

Regie: Roger Corman

Darsteller: Peter Fonda, Susan Strasberg, Bruce Dern, Dennis Hopper, Salli Sachse, Barboura Morris,
Judy Lang, Luana Anders, Beach Dickerson, Dick Miller, Caren Bernsen, Katherine Walsh...

Inhalt:
Paul Groves befindet sich in einer Lebenskrise, seine Frau läßt sich von ihm scheiden und seine Arbeit füllt ihn auch nicht wirklich aus, es scheint so als hätte er jegliches Lebensziel aus den Augen verloren.
In dieser Situation beschließt er einen LSD-Trip auszuprobieren, um in den Tiefen seines Bewußtseins nach Lösungen zu suchen.
John, Pauls Freund steht im dabei als Aufpasser zur Seite, doch die rauschhafte Auseinandersetzung mit der eigenen Psyche nimmt eine unvorhergesehene Wende, als Paul sich in einem unbeobachteten Moment davonmacht und durch die Stadt streift, während der Trip noch andauert...

Fazit:
Bizarr, amüsanter Trip, durch die quietschbunten Endsechziger.
Das Drehbuch zum Film schrieb Jack Nicholson und Regie führte Roger Corman, der Film war in England bis zum Jahr 2003 verboten, weil die Zensur darin eine Art Drogenwerbefilm sah.
Zur Vorbereitung sollen Fonda, Nicholson und Hopper an einem Gruppen-Trip teilgenommen haben, während Bruce Dern davon nichts wissen wollte und Corman selbst hatte nur gute Erfahrungen mit LSD gemacht, wurde berichtet.
Für heutige Verhältnisse fast ein wenig zahm, aber dennoch eine charmante Zeitreise, zurück in die 60er.

7/10
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buxtebrawler
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Re: The Trip - Roger Corman

Beitrag von buxtebrawler »

Haha, klingt vielversprechend :)

Da bisher eigentlich alles, was ich von Corman gesehen habe bzw. wo Nicholson mitgewirkt hat, recht unterhaltsam fand, würde ich auch hier gern mal ein Auge oder zwei riskieren. Merke ich mir vor...
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.
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fritzcarraldo
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Re: The Trip - Roger Corman

Beitrag von fritzcarraldo »

The Trip
35mm . Mondo Bizarr Weekender. Black Box Düsseldorf.
Cormans Beitrag zu Drogen, LSD und Swinging Sixties mit Peter Fonda, Dennis Hopper, Bruce Dern und Mr. Futterman - Dick Miller.
So gut wie keine Handlung, schnelle Schnitte, stroboskopartige Effekte und das "Abgrasen" aller noch bestehenden Sets anderer Corman Filme ergeben eben THE TRIP. Hat mir gerade im Kino wirklich gut gefallen.
"Das ist nicht möglich!"
"Aber notwendig!"

(Interstellar)

"J&B straight and a Corona!"
(Patrick Bateman, American Psycho)

https://www.latenight-der-fussball-talk.de
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karlAbundzu
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Re: The Trip - Roger Corman (1967)

Beitrag von karlAbundzu »

Kino 35mm
Peter Fonda ist unzufrieden mit seiner Beziehung, geht zu Bruce Dern in sein Hippie Haus, um einen betreuten LSD-Trip zu nehmen. Wir sehen seine Visionen, und seine Reise durch die Nacht.
Natürlich sehr bunt, Kameras durch Lavalampen und Prismen, wie man sich halt so Trips vorstellt. Man trifft langsame Reiter am Strand (keine reitenden Leichen), findet sich in alten Corman Kulissen wieder. Guckt mit fremden Mädchen in fremden Häusern Vietnam-Dokus, und ist auch immer wieder im Hippie-Penthouse.
Das hat natürlich wenig Story und viele bunte Bilder. Ein harmloser Rausch, der gewaltig und schön anzusehen ist.
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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Arkadin
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Re: The Trip - Roger Corman (1967)

Beitrag von Arkadin »

Hatte ich vor Jahren schon auf Blu-ray gesehen, konnte mich aber nichts mehr erinnern,. Was auch nicht verwundert, da der Film eigentlich keine wirkliche Handlung hat. Ein Regisseur (Fonda) wurde scheinbar von seiner Ehefrau betrogen, die nun die Scheidung will. Ohne recht zu wissen, was er eigentlich selber will, lässt er sich von seinem Kumpel (Dern) durch einen LSD-Trip führen. Dieser Trip wird dann genutzt, um einige Sets aus Roger-Corman-Filmen zu recyceln und ein wenig mit Farb- und Formspielereien zu experimentieren. Das wirkt alles sehr improvisiert, was aber auch seinen Charme hat und zu tollen Episoden führt, z.B. wenn der Regisseur es sich in einem Nachbarhaus vor dem Fernseher bequem macht. Der Film endet dann auch so abrupt, wie der Trip begonnen hat. Und das ist auch alles okay so. Fonda und Dern hatten im Vorjahr bereits den „Easy Rider“-Vorgänger „Die wilden Engel“ zusammen machen und Ober-„Easy Rider“ und Fonda treffen hier auch schon aufeinander. Vielleicht haben sie da schon ihr Opus Magnum ausgebrütet. Mit oder ohne Drogen. Wahrscheinlich aber eher mit.
Früher war mehr Lametta
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