Beyond the Limits - Olaf Ittenbach (2002)

Moderator: jogiwan

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dr. freudstein
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Beyond the Limits - Olaf Ittenbach (2002)

Beitrag von dr. freudstein »

Beyond The Limits.jpg
Beyond The Limits.jpg (67.78 KiB) 410 mal betrachtet

Originaltitel: Beyond the Limits

Herstellungsland: Deutschland / 2002

Regie: Olaf Ittenbach

Darsteller: Darren Shahlavi, Russell Friedenberg, Hank Stone, David Creedon, Joe Cook u.a.

Story:
Die junge Repeoterin Vivian (Kimberly Liebe) interviewt den Totengräber Frederick (Christopher Kriesa). Frederick erzählt ihr die Geschichte des verstorbenen Mafiosi Robert Downing (Daryl Jackson), der vor kurzem auf seinem Friedhof bestattet wurde.
Downing soll für mysteriösen Auftraggeber im Haus des Mafiabosses Jimmy Levinson (James Matthew-Pyecha) eine uralte Reliquie besorgen, die angeblich über magische Kräfte verfügt. Dort findet eine kleine Party statt. Levinson hat gerade die Frau seines größten Konkurrenten, Paul Pattucci (Joe Cook), auf bestialische Weise ermorden lassen. Kurz nach dem Tod seiner Frau wird Pattuccis Leiche gefunden. In Robert Downing vermutet Levinson einen gedungenen Killer, der in Pattuccis Auftrag handelt, daher läßt er die beiden "Cleaner" Rick (Thomas Reitmair) und Mortimer (Simon Newby) kommen, um das Problem zu lösen - doch in Gegenwart der Reliquie geraten die Dinge völlig außer Kontrolle.
Neugierig geworden will Vivian von Frederick erfahren, was es denn mit der Reliquie auf sich hat und hört die Geschichte von David Deming (David Creedon), der im England des 15. Jahrhunderts im Namen der Kirche und mit Hilfe seines brutalen Handlangers Brewster (Russell Friedenberg) Jagd auf sogenannte Ketzer macht. Als Schüler des weisen Mönchs James Flynn (Hank Stone), hat er schon früh von dem Relikt erfahren, das tief in den Gemäuern von Flynns Abtei verwahrt wird. Besessen von dem Gedanken, sich das Relikt und seine magischen Kräfte dienstbar zu machen, schreckt Deming vor keiner Schandtat zurück, nicht mal vor dem Mord an seinem ehemaligen Meister. Demings treuer Sergeant Dennis (Darren Shahlavi) verliebt sich in die Bauerntochter Annabelle (Natacza Soozie Boon), die eine Anhängerin vonJames Flynn ist. Doch Annabelles Tod ist Teil von Demings finsteren Plänen und so nimmt die Tragödie ihren Lauf …

Quelle: ofdb.de
dr. freudstein
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Re: Beyond the Limits - Olaf Ittenbach

Beitrag von dr. freudstein »

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CamperVan.Helsing
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Re: Beyond the Limits - Olaf Ittenbach

Beitrag von CamperVan.Helsing »

Wer gibt denn für Ittenbach Geld aus?
My conscience is clear

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buxtebrawler
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Re: Beyond the Limits - Olaf Ittenbach

Beitrag von buxtebrawler »

ugo-piazza hat geschrieben:Wer gibt denn für Ittenbach Geld aus?
Steht doch da :D
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.
Ein-Mann-Geschmacks-Armee gegen die eingefahrene Italo-Front (4/10 u. 9+)
Diese Filme sind züchisch krank!
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Santini
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Re: Beyond the Limits - Olaf Ittenbach

Beitrag von Santini »

Uwe Boll tut das sogar des Öfteren.
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CamperVan.Helsing
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Re: Beyond the Limits - Olaf Ittenbach

Beitrag von CamperVan.Helsing »

Santini hat geschrieben:Uwe Boll tut das sogar des Öfteren.
Who the fuck is Uwe Boll?
My conscience is clear

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Re: Beyond the Limits - Olaf Ittenbach

Beitrag von horror1966 »

ugo-piazza hat geschrieben:
Santini hat geschrieben:Uwe Boll tut das sogar des Öfteren.
Who the fuck is Uwe Boll?

Der beste Regisseur aller Zeiten. :mrgreen:
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McBrewer
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Re: Beyond the Limits - Olaf Ittenbach

Beitrag von McBrewer »

Oha...diesen Ittenbach Film von vor über 20 Jahren hatte ich auch völlig vergessen, vor ein paar Jährchen dann aus einem Wichtelpaket aus Österreich ( :knutsch:) gefischt und in die hintersten Filmreihen versteckt...

..bis diese nun pünktlich vor dem ersten Frost umgegraben wurde & dabei wieder in Erscheinung trat.

Irgendwann musste es nun mal sein, also BEYOND THE LIMITS eingeworfen und mal schauen was da kommt.
Ich gebe zu, hatte mich mit dem Olaf wenig bis gar nicht beschäftigt . Die einzige Sichtung eines Ittenbach Films (Legion of the dead) liegt schon über die hälfte meiner Lebenszeit zurück & war nicht von Erfolg gekrönt.
Die ersten zehn Minuten schienen auch meine Befürchtungen zu bestätigen...dann aber wurde es spätestens bei der Mafia-Party ungemütlich, nett ausgedrückt. Es wurde gar richtig garstig, was ich so nicht erwartet hätte. Dabei wurden gar die ausgetretenen Amateurpfade verlassen & es sieht ganz nach einer Mittleren Independent Produktion aus.
Und ich muss auch gestehen, das die deutsche Synchro mit vielen bekannten Sprechern wohlwollend in den Ohren klang.
Dieses Niveau zog sich dann durch den ganzen Film & auch die zweigeteilten Handlungen schlossen sich nahtlos & ließen mich dann doch erstaunen bis zum Abspann.

Ich kenne wirklich nichts anderes von dem Bayer, aber mit dem Film hatte er mich doch überrascht & mir fehlen auch hier vergleichbare Meinungen anstatt über die damalige Crowdfounding Kampagne (einige viele Namen aus dem Abspann kannte ich sogar) zu philosophieren .

Haut mal in die Tasten !
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Il Grande Silenzio
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Re: Beyond the Limits - Olaf Ittenbach

Beitrag von Il Grande Silenzio »

Ich fand es früher mal spannend, mich mit solchen Werken an meine Grenzen heranzutasten. Was Grausamkeiten betrifft, ist Beyond the Limits schon schwer zu toppen.

Nicht ganz so amateurhaft wie andere seiner Werke, eine spannende, abwechslungsreiche Story zu erzählen, kann Ittenbach aber leider nicht.

Alle seine Filme habe ich nicht gesehen, die ich aber gesehen habe, waren schlechter als Beyond the Limits.

Ich bin aber auch einfach "raus aus dem Alter" für diese Art Unterhaltung.
"You can´t love animals and eat them too."

"Dressing well is a form of good manners." - Tom Ford
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buxtebrawler
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Re: Beyond the Limits - Olaf Ittenbach (2002)

Beitrag von buxtebrawler »

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Beyond the Limits

„Machen Sie es sich gemütlich!“

Der ehemalige deutsche Amateur-Splatter-Papst und Spezialist für blutige Spezialeffekte Olaf Ittenbach schlug nach „Premutos“ konsequent den Weg eines Independent-Filmemachers ein, der mit höheren Budgets arbeiten und damit das realisieren konnte, was man gemeinhin unter „richtigen“ Filmen versteht. Auf „Legion of the Dead“ folgte im Jahre 2003 „Beyond the Limits”, ein fieser Bastard aus Gangster- und Historien-Mystery-Splatterfilm. Ich sah leider nur die gekürzte Fassung, von der ich mir versprach, zumindest die Handlung des Films nachvollziehen zu können.

„Und heute Abend wird noch gefickt!“

Der Friedshofswächter Frederick (Christopher Kriesa, „The Dentist“) erzählt der Journalistin Vivian (Kimberly Liebe, „Legion of the Dead“) die Lebensgeschichte des just angelieferten toten Gangsters Robert Downing (Daryl Jackson, „Garden of Love“). Dieser war damit betraut worden, eine mysteriöse uralte Reliquie zu besorgen, das „ewige Herz“, das sich ausgerechnet im Besitz des Mafiabosses Jimmy Levinson (James Matthew-Pyecha) befinden soll… Im Anschluss an diese äußerst garstige Geschichte will Vivian mehr über jene ominöse Reliquie erfahren, sodass Frederick weiter ausholt und vom finsteren Mittelalter erzählt, als in England David Deming (David Creedon, „The Rescue“) und dessen Hiwi Brewster (Russell Friedenberg, „Angels!“) Jagd auf Ketzer machten und ebenfalls hinter dem „ewigen Herz“ her waren…

„Das war furchtbar, was?“

Im Prinzip ist „Beyond the Limits“ also ein Episodenfilm mit zwei Erzählungen, die von einer Rahmenhandlung miteinander verbunden werden. Zunächst aber fährt die Kamera über den Friedhof und hält an verschiedenen Grabsteinen inne, wenn die Namen des Schauspielensembles eingeblendet werden – welch hübsch makabre Idee. Der Friedhof ist zugleich der Ort der Rahmenhandlung, also Fredericks Gesprächen mit Vivian. Es handle sich um den bekanntesten Friedhof der Gegend, zudem feiere Frederick in Kürze sein zehnjähriges Jubiläum als Friedhofswächter und sei Vivian an den Schicksalen seiner „Kunden“ interessiert.

Fredericks Ausführungen bilden dann die beiden als Rückblenden inszenierte Episoden, die erwartungsgemäß voller Grausamkeiten stecken. Mafioso Levinson lässt die Frau seines Konkurrenten Paul Pattucci (Joe Cook, „Riverplay“) misshandeln und ermorden. Eine weitere Rückblende zeigt Paul, wie er „nur noch diesen einen Job“ zu erledigen gedachte. Dann stirbt auch Paul. Nach einem Szenenwechsel bemüht Ittenbach ein typisches Horrorfilm-Klischeeunwetter, während Downing Levinson aufsucht. Dieser hält seinen Besucher für einen Rächer Pauls und reagiert entsprechend. Die Episode gerät zur Gangster-Scharade inklusive moderner Kameraspielereien. Weitere Figuren werden eingeführt, die Folge sind Schießereien, Folter und Sadismus. Das „ewige Herz“ liegt derweil in einem Koffer, und diese offenbar von Tarantino und Konsorten beeinflusste Gangstermär will nicht so recht zünden. Es wirkt, als habe Ittenbach Inhalt und Stil mehr schlecht als recht zu kopieren versucht und seine harsche Brutalität hinzugefügt.

„Ich stehe in der Verantwortung der Kirche!“

Schon besser weiß die zweite, im Mittelalter spielende Episode zu gefallen. Der Mönch James Flynn (Hank Stone, „Der Patriot“) soll wegen Ketzerei verhaftet werden. Pikanterweise macht ausgerechnet dessen ehemaliger Schüler Deming Jagd auf ihn, weil er ans „ewige Herz“ will, das sich in dessen Abtei befinden soll. Dieses soll, wie man nun erfährt, das Geheimnis des ewigen Lebens enthalten, zudem soll sich Flynn auch im Besitz einer Übersetzung der Gebrauchsanleitung befinden. Dennis (Darren Shahlavi, „Bloodmoon – Stunde des Killers“), der junge Assistent des Inquisitors, übt Kritik und macht mit seiner Freundin Annabelle (Natacza Soozie Boon, „Garden of Love“) herum. Flynn wird gefoltert und ihm ein Auge ausgestochen. Man versucht’s mit Menschenopfern fürs Herz (das liest sich seltsam, ich weiß), Zeit für Ittenbachs Splatter- und Gore-Einlagen. Schließlich wird Flynn auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Insbesondere Brewster tut sich als ausgemachter Fiesling hervor. Man versucht, all die Morde Annabelles Familie in die Schuhe zu schieben, Rooster vergewaltigt Annabelle und tötet ihren Vater. Dennis reicht's jetzt, also wird noch mehr gemetzelt.

„Geht und tut Buße!“

Die zweite Episode gerät auch in der zensierten Fassung zur reinsten Schlachtplatte, hat mit ihrer kirchenkritischen Handlung zudem die bessere Geschichte zu bieten. Hank Stone trägt eine klasse Charakterfresse spazieren und als Pointe winkt eine schnieke Höllenvision. Die Eindimensionalität der Figuren zieht sich jedoch durch beide Episoden, was – Qualität der grafisch expliziten Spezialeffekte hin oder her – auch aufgrund Ittenbachs Versuchen, seinen Film möglichst humorlos, dafür umso böser und zynischer erscheinen zu lassen, auf Dauer ermüdend wirkt. Zudem wartet man vergeblich darauf, dass das ominöse „ewige Herz“ noch für einen besonderen Clou gut wäre. Diese dem Film ja als Aufhänger dienende Idee ist schwach ausgearbeitet und bleibt sehr vage. Letztlich bietet „Beyond the Limits“ für meinen Geschmack nur Durchschnitt, denn es mangelt ihm an erzählerischer Finesse, Seele und, ja: Herz. So richtig Lust, mir die weiteren Gewaltexzesse der vollständigen Fassung anzusehen, verspüre ich da nicht – und Ittenbachs Frühwerk empfinde ich als wesentlich kultiger.

4,5 von 10 Interviews auf Friedhöfen
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.
Ein-Mann-Geschmacks-Armee gegen die eingefahrene Italo-Front (4/10 u. 9+)
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