Body Count - Mathematik des Schreckens - R. Deodato (1986)

Grusel & Gothic, Kannibalen, Zombies & Gore

Moderator: jogiwan

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jogiwan
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Body Count - Mathematik des Schreckens - R. Deodato (1986)

Beitrag von jogiwan »

Body Count - Mathematik des Schreckens - Ruggero Deodato (1986)

Bild

Originaltitel: Camping del terrore

Alternativtitel: Body count / camping della morte / the eleventh commandment

Herstellungsland: Italien / USA, 1986

Regie: Ruggero Deodato

Darsteller: Bruce Penhall, Mimsy Farmer, David Hess, Luisa Maneri, u.a.

Story:

Sechzehn Jahre nachdem ein Teenie- Pärchen brutal in einem Feriencamp ermordet wurde, zieht es mehrere Teenager in dieses Camp um dort ein wenig auszuspannen und zu feiern. Am Camp angekommen versucht der Campverwalter die Leute wieder los zu werden, hat aber keine Chance, da die Urlauber unterwegs seinen Sohn mitgenommen haben, dem es prompt gelingt zu vermitteln. Dem Sheriff, der zu allem Übel noch ein Verhältnis mit der Frau des Campverwalters pflegt, schmeckt die ganze Sache überhaupt nicht. Aus diesem Grund schnüffelt er noch mehr als vorher in der Umgebung des Camps herum.
Nachdem sich die Urlauber häuslich eingerichtet haben, beginnen sie auch schon die Umgebung zu erkunden und sich einen Lenz zu machen. Aus dem gemütlichen Urlaub wird aber nichts, da sich der Mörder, der schon vor 16 Jahren an Ort und Stelle war, mit ihnen im Wald befindet und nichts an seiner Meinung über turtelnde Teens geändert hat. (Quelle: ofdb)
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Blap
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Re: Body Count - Mathematik des Schreckens - R. Deodato (1986)

Beitrag von Blap »

Ein älterer Kurzkommentar:



Body Count - Mathematik des Schreckens

Vor etlichen Jahren wurde ein Teeniepärchen auf einem Campingplatz am Ar*** der Welt brutal ermordet. Nun treffen wieder diverse junge Leute dort ein, wollen ihre Freizeit mit Suff und Sex verbringen. Doch plötzlich geht der Killer erneut um, laut Legende der über hundert Jahre alte Medizinmann eines Indianerstammes...

1986 inszenierte Ruggero Deodato diesen Slasher. Laut eigener Angabe lag ihm dieses Projekt nicht sonderlich am Herzen, es gab halt gerade nichts besseres zu tun. Der Film wurde trotz der geringen Begeisterung des Hauptverantwortlichen durchaus akzeptabel abgespult. Natürlich ist "Camping del terrore" nichts anderes als ein billiger "Freitag der 13." Clone, den Liebhaber solcher Filme sollte dieses Machwerk allerdings zufriedenstellen können. Die Charaktere sind herrlich klischeehaft, als Sahnehäubchen gibt es die übliche Dosis Mord und Möpse, nicht zu vergessen der typische Schauplatz in der freien Natur. Alles nicht sonderlich ausufernd, aber immerhin unterhaltsam (für den Genreliebhaber).

Die DVD ist ein älterer Titel aus dem Hause E-M-S, sie zeigt den indizierten Film ungekürzt und in recht odentlicher Qualität. Das Bonusmaterial besteht hauptsächlich aus Trailern. Die DVD ist noch für kleines Geld erhältlich, wer ein Herz für typische 80er-Slasher hat darf hier zuschlagen.

Gute Genreunterhaltung, völlig unkreativ aber kurzweilig. Gut = 7/10 (Mimsy Farmer Malus berücksichtigt = 6/10)
Das Blap™ behandelt Filme wie Frauen

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Santini
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Re: Body Count - Mathematik des Schreckens - R. Deodato (1986)

Beitrag von Santini »

Die Werbeanzeige und das VHS-Cover - beides von UFA aus dem Jahre 1988:
 ! Nachricht von: buxtebrawler
Entfernt, da beim Bildhoster TinyPic leider nicht mehr verfügbar.
Bild Bild
Bild

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jogiwan
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Re: Body Count - Mathematik des Schreckens - R. Deodato (1986)

Beitrag von jogiwan »

Ruggero Deodatos „Body Count“ habe ich ja vor vielen Jahren schon einmal gesehen und nicht als besonders gelungen in Erinnerung und auch die erneute Sichtung offenbart doch einige sehr deutliche Mängel in dem auf den amerikanischen Slasher-Markt zugeschnittenen Werk. So gibt sich der Streifen mit seinem Handlungsort und Figuren sehr eindeutig als „Freitag der 13.“-Klon zu erkennen, wobei hier versucht wird, die ganze Sache auch noch in eine übernatürliche Ecke zu rücken. Das funzt dank des zusammengeschusterten Drehbuchs jedoch nur bedingt und auch der titelgebende Bodycount ist nur dadurch gegeben, dass sich die Protagonisten im Film wieder einmal bereitwillig ihrem Mörder in die Hände begeben und sämtliche Warnsignale und Vernunft in ihrer Situation vollkommen außer Acht lassen. Außerdem habe ich schon lange keinen Film mehr gesehen, der so zahlreiche Anschlussfehler beinhaltet, sodass man als Zuschauer ständig das Gefühl hat, dass irgendwie Szenen übersprungen wurden. Die Auflösung ist ebenfalls keine große Überraschung und trotz des illustren Cast wie Mimsy Farmer, David Hess, Ivan Rassimov und John Steiner will sich keine so rechte Freude einstellen. Als kleines Achtziger-Kuriosum aus der Italo-Ecke eignet sich „Body Count – Mathematik des Schreckens“ ja allemal und irgendwie ist es schon auch unterhaltsam zu sehen, was hier alles an die Wand gefahren wird, aber von den routinierten Herrschaften vor und hinter der Kamera würde man sich ehrlich gesagt aber eigentlich schon wesentlich mehr erwarten.
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Maulwurf
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Re: Body Count - Mathematik des Schreckens - R. Deodato (1986)

Beitrag von Maulwurf »

Body Count - Die Mathematik des Schreckens
Camping del terrore
Italien/USA 1986
Regie: Ruggero Deodato
Bruce Penhall, Mimsy Farmer, David Hess, Luisa Maneri, Nicola Farron, Ivan Rassimov, Charles Napier, Andrew J. Lederer, Stefano Madia, John Steiner, Nancy Brilli, Cynthia Thompson


Body Count - Die Mathematik des Schreckens.jpg
Body Count - Die Mathematik des Schreckens.jpg (153.63 KiB) 89 mal betrachtet
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Eine Gruppe junger Leute fährt ins Hinterland von Colorado, um ein Wochenende in der Wildnis zu verbringen. Unterwegs gabelt man noch Ben auf, und damit ist auch die Frage der Unterbringung geklärt: Bens Eltern haben einen Campingplatz, der zwar eigentlich geschlossen ist, aber wurscht. Nun ist er wieder offen! Der Grund, warum der Platz zugemacht wurde, und warum es im Wald von tödlichen Fallen nur so wimmelt, ist, dass vor 15 Jahren der Geist eines indianischen Medizinmannes hier einige Jugendliche geschnetzelt hat, und Robert, der Besitzer des Platzes, jagt seitdem diesen Medizinmann. Nämlich mit ebendiesen Fallen. Und man ahnt es kaum: Mit den Jugendlichen kommt auch der medizinische Metzger wieder ins Land und säbelt sich durch die Youngsters. Und mittendrin Robert, der schon immer wusste dass der Mörder wiederkommt, Charlie, der örtliche Sheriff, und Julia, Roberts Frau, die zusammen mit Charlie abhauen will. Ein Teufelskreis …

Bild Bild

Und was soll ich sagen? Der Film rockt! Klar ist da auch Bullshit drin: Unpassende Szenenanschlüsse, dümmliche Dialoge, nervige Jugendliche, vorhersehbare Szenen … Aber in der Summe ist der Unterhaltungsfaktor einfach erheblich höher als die Peinlichkeiten es sind. Ruggero Deodato ist kein Anfänger auf dem Regiestuhl und weiß genau, inwieweit er die Bedürfnisse des Publikums zu erfüllen hat, und wann er diese Bedürfnisse ad absurdum führen muss, um den Unterhaltungswert zu steigern. Zum Beispiel ist es enorm hilfreich, dass die Camper zwar einiges an Nervpotential haben, sich aber untereinander gut verstehen, was den Sympathiefaktor für die Gruppe durchaus nach oben schnellen lässt. Irgendwie ist keiner dabei, über dessen Ableben man sich freut, und das hilft BODY COUNT erheblich, um über die gängigen Schemata hinaus zu kommen. Dazu kommen ein wie immer hinreißender David Hess, dessen Grimassieren und Chargieren schon die halbe Miete ist, ein obercooler Charles Napier als Sheriff, dem man ansieht dass er den Job nur für die Kohle angenommen hat, und Mimsy Farmer, die, ich kann mir nicht helfen, wie eine kleine graue Büromaus am Ende ihrer Träume aussieht …

Ein paar unlogische Dinge sind drin, und ich kann mich zum Beispiel noch nicht entscheiden, ob Julias Traum jetzt ein roter Hering, ein Patzer des Drehbuchs oder ein Hinweis auf den Mörder sein soll. Ist aber gleich, die Spannung wird gehalten, die Stimmung auf dem Camping platz und auf dem Sofa steigt, und insgesamt macht die Sause einfach ziemlich Spaß. Am hübschesten finde ich den Moment, wo David Hess unter der Schlitz-Werbung sitzt. Ob Deodato wohl den deutschen Verleihtitel seines eigenen LA CASA SPERDUTA NEL PARCO kannte …?

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7/10

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buxtebrawler
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Re: Body Count - Mathematik des Schreckens - R. Deodato (1986)

Beitrag von buxtebrawler »

Maulwurf hat geschrieben:
Fr 18. Dez 2020, 05:46
Und was soll ich sagen? Der Film rockt! Klar ist da auch Bullshit drin: Unpassende Szenenanschlüsse, dümmliche Dialoge, nervige Jugendliche, vorhersehbare Szenen … Aber in der Summe ist der Unterhaltungsfaktor einfach erheblich höher als die Peinlichkeiten es sind. Ruggero Deodato ist kein Anfänger auf dem Regiestuhl und weiß genau, inwieweit er die Bedürfnisse des Publikums zu erfüllen hat, und wann er diese Bedürfnisse ad absurdum führen muss, um den Unterhaltungswert zu steigern. Zum Beispiel ist es enorm hilfreich, dass die Camper zwar einiges an Nervpotential haben, sich aber untereinander gut verstehen, was den Sympathiefaktor für die Gruppe durchaus nach oben schnellen lässt. Irgendwie ist keiner dabei, über dessen Ableben man sich freut, und das hilft BODY COUNT erheblich, um über die gängigen Schemata hinaus zu kommen. Dazu kommen ein wie immer hinreißender David Hess, dessen Grimassieren und Chargieren schon die halbe Miete ist, ein obercooler Charles Napier als Sheriff, dem man ansieht dass er den Job nur für die Kohle angenommen hat, und Mimsy Farmer, die, ich kann mir nicht helfen, wie eine kleine graue Büromaus am Ende ihrer Träume aussieht …
Das kann ich im Grunde so unterschreiben und eigentlich müsste der auch mal wieder im Player landen, meine Erinnerungen sind mittlerweile doch sehr vage...
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.
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