Shock! (beyond the door II) - Mario Bava (1977)

Grusel & Gothic, Kannibalen, Zombies & Gore

Moderator: jogiwan

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McBrewer
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Re: Shock! (beyond the door II) - Mario Bava (1977)

Beitrag von McBrewer »

SHOCK ist wahrlich ein feiner Grusler von Altmeister Bava. Die schon angesprochene "Junge rennt auf Mutter zu"-Szene funktioniert auch im Jahre 2015 noch hervorragend Bild, die stürzenden Möbel ebenso wie der tolle CloseUp auf Daria Nicolodis Gesicht, während sich das Bett im wahrsten Sinne des Wortes dreht.
Und das Ende, das kommt natürlich knüppeldick & hinterlässt einen faden Beigeschmack (im positiven Sinne!) :thup:
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Dick Cockboner
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Re: Shock! (beyond the door II) - Mario Bava (1977)

Beitrag von Dick Cockboner »

Shock/IT 1977
Gestern zum ersten mal gesehen.Toll!
Erstklassig in Szene gesetzt von Mario Bava(+Lamberto B.,der,wie er verrät,auch 'ne Menge vom Film gedreht hat) mit sehr guten Schauspielern (auch das Kind ist nicht so anstrengend wie ich zuerst befürchtete).
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karlAbundzu
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Re: Shock! (beyond the door II) - Mario Bava (1977)

Beitrag von karlAbundzu »

DVD Blue Underground, englische Synchro
Regie Mario Bava, bald habe ich ihn komplett gesehen.
Eine Geister-Haunted House - Terror - Geschichte um Schuld, Drogen, Sex und Tod.
Daria Nicolodi spielt hier wirklich großartig die Frau zwischen Angst, steigender Paranoia, Verrücktwerden, Schuldgefühle, Nachwikrkungen anrüchiger Behandlungsmethoden, sexueller Gelüste, Muttergefühle. Sie steht im Mittelpunkte und zieht den Film an sich. Fast ganz. Denn da ist noch der Kinderdarsteller David Colin Jr. (Der wohl ansonsten nur in Chi Sei auftrat, weswegen der Film in den USA auch als Beyond the Door2 vermarktet wurde), der zwischen süßen naiven verunsicherten Kindsein und Bessessenheit vom Geist des eigenen biologischen Vater toll wechselt. Das das Kind sexuelle Gelüste (wenn auch ausgelöst durch die innere Anwesenheit des ehemals Geliebten) zur Mutter ausleben will, wurde in der Deutlichkeit selten gezeigt, geht schon über den normalen Ödipuskomplex hinaus.
In weiterer Hauptrolle John Steiner solide, und Ivan Rassimov als Nebendarsteller mit wenig zu tun.
Ist ja auch fast ein Haunted House typisches Kammerspiel, spielt beinahe nur im Haus, mit natürlich unheimlichen Keller, wo das verdrängte liegt (auch hier wieder Freud). Verzichtet wird auf Dachboden, auf das Über-Ich, da wo die Gebote, Verbote, Normen, Regeln liegen, die hier auch nach und nach fallen. Bis zum bitteren Ende. Marios SOhn schuf hier wirklich ein gutes Buch mit einer an sich bekanntn Story, neu angereichnert und spannend erzählt.
Regie und Kamera natürlich üer jeden Zweifel erhaben.
Musik, auf dem DVD Cover wird einem fälschlicherweise Goblin versprochen (so einen Fehler hätte ich Blue Underground / William Lustig gar nicht zugetraut), von Libra, Prog Synthie Rock Lstening Kram, sehr schräg sehr passend, brauche ich auf Vinyl.
Dicke Dicke Empfehlung. Tolles Spätwerk vom Meister. Irgendwann muss noch mal Rabid Dogs ran...

Als extra kurzes Interview mit Lamberto, auch ganz interessant.
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.

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