Shangos letzter Kampf - Edoardo Mulargia

Moderator: jogiwan

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sid.vicious
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Shangos letzter Kampf - Edoardo Mulargia

Beitrag von sid.vicious »

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Produktionsland: Italien
Produktion: Pino De Martino
Erscheinungsjahr: 1970
Regie: Edoardo Mulargia
Drehbuch: Edoardo Mulargia, Antony Steffen
Kamera: Gino Santini
Schnitt: Manlio Vianelli
Musik: Gianfranco Di Stefano
Länge: ca. 83 Min.
Freigabe: FSK16
Darsteller: Antony Steffen, Eduardo Fajardo, Maurice Poli, Barbara Nelli, Attilio Dottesio, Massimo Carocci, Spartaco Conversi



Shango ist ein Ranger der Nordstaaten und soll die letzen versprengten Truppen des Südens zur Kapitulation bringen. Droster, ein Offizier der Südstaaten überfällt die Kompanie der Nordstaatler und tötet alle, bis auf Shango, den er in einem Käfig gefangen hält. Droster terrorisiert unterdessen, mit einigen mexikanischen Verbündeten, ein kleines Dorf. Droster vermeidet es, dass man erfährt, dass der Krieg vorüber ist, um so weiterhin seinen Machenschaften nachgehen zu können.

„Shangos letzter Kampf“ ist ein sehr ungewöhnlicher Italo-Western, der sich auch anderer Genre-Elemente bedient. Einige Situationen erinnern durchaus ein wenig an das spanische Horrorkino der 70er Jahre. Anthony Steffen trägt in seiner, zum Anfang des Films, sehr leidend wirkenden Art, durchaus dazu bei. Des Weiteren wird eine Szene dargeboten, in der auf einem Dorfplatz einige Frauen bis zum Hals eingegraben werden und anschließend kleine Gräben ausgehoben in denen sich später brennendes Öl befindet. Ein Ambiente, das in dieser Form sehr untypisch für einen Italo-Western ist.

Regisseur Edoardo Mulargia, kann zwar nicht in die depressiv, nihilistische Vorgehensweise umsetzen, wie es Giulio Questi bei „Töte, Django“ gelungen ist, beschreitet dennoch einige interessante und sehr querdenkende Pfade. Pfade die vereinzelnd schon surrealistisch wirken.

Fazit: Extravaganter und interessanter Italo-Western, der auf dumme Dialoge verzichtet und auf ein düster, depressives Gesamtbild aus ist, das mit zahlreichen Brutalitäten untermauert wird.

7/10
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DrDjangoMD
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Re: Shangos letzter Kampf - Edoardo Mulargia

Beitrag von DrDjangoMD »

Danke für die Kritik. Schön, dass sich auch um unbekanntere Steffen-Filme hier bemüht wird. Ich mag den Shango auch sehr, mit Abstand mein Liebling von Mulargia. Der Regisseur find ich ist zwar nicht so der Meister einen Film kontinuierlich mit Athmo vollzustopfen (wobei ihm das hier beim Shjango noch am ehesten gelingt), er zeichnet sich vielmehr durch einzelne Szenen aus in die er ganz besonders viel Schweiß und Mühe steckt und die ihm dafür auch besonders gut gelingen. Besonders faszinierend fand ich die Stellen, wo er die Freude der Dorfbewohner über das Abrücken von Fajardo und Konsorten zeigt. Wie dieser eine Mexikaner der durchs Feld rennt mit den Worten (korrigier mich wenn ich mich irre) "Sie ziehen ab", oder der Schlusstanz, bei dem Steffen anfangs noch skeptisch in Mauerblühmchenmanier im Hintergrund herumsteht, sich dann aber von der Partystimmung mitreißen lässt und wir sogar dieses berühmt gequält wirkende Steffen-Lachen bekommen :lol:

Nur zur Info, falls euch die Bilder auf dem Backcover mundwässrig machen, da hat Koch einen Fehler gemacht, die Bilder stammen aus "Django und die Bande der Bluthunde". :opa:

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Onkel Joe
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Re: Shangos letzter Kampf - Edoardo Mulargia

Beitrag von Onkel Joe »

Leider ist die deutsche Synchro total für die Füße :roll: .
Wer tanzen will, muss die Musik bezahlen!

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sid.vicious
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Re: Shangos letzter Kampf - Edoardo Mulargia

Beitrag von sid.vicious »

DrDjangoMD hat geschrieben:
Nur zur Info, falls euch die Bilder auf dem Backcover mundwässrig machen, da hat Koch einen Fehler gemacht, die Bilder stammen aus "Django und die Bande der Bluthunde". :opa:
Danke sehr. :thup: Ich habe mir nämlich schon den Kopf zerbrochen, warum ich die Bilder 1 und 2 von links, in keiner Weise mit dem Film in Verbindung bringen konnte. :oops:
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