29 Palms - Leonardo Ricagni (2002)

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jogiwan
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29 Palms - Leonardo Ricagni (2002)

Beitrag von jogiwan »

29 Palms

Bild

Originaltitel: 29 Palms

Herstellungsland: USA / 2002

Regie: Leonardo Ricagni

Darsteller: Keith David, Rachael Leigh Cook, Chris O´Donnell, Bill Pullman

Story:

Eine Tasche voller Geld und einer abgetrennten Hand, die eigentlich einem Auftragskiller gehören, der im Auftrag eines Casino-Bosses einen vermeintlichen FBI-Agenten ermorden soll, löst eine Welle von bizarren Verwicklungen aus. Zuerst ist es ein dusseliger Sicherheitsmann, der das Geld in seine Gewalt bringt, später gerät es an einen korrupten Polizisten, ehe es völlig unerwartet in die Hände des eigentlich unschuldigen Opfers des Mordkomplotts fällt. Später sind gleich eine Handvoll Menschen hinter dem Geld her und alle treffen sich nach und nach in dem beschaulichen Ort Twenty-Nine Palms am Rande des Joshua Tree Nationalparks, wo es natürlich in weiterer Folge auch zum spektakulären Showdown kommt.
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jogiwan
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Re: 29 Palms - Leonardo Ricagni (2002)

Beitrag von jogiwan »

Drei Taschen mit unterschiedlichen Inhalt die zu Verwicklungen führen, kennt man eigentlich ja schon aus Peter Bodganovichs „Is‘ was Doc“. Wenn man da die groteske Situationskomik weg nimmt und die sympathischen Figuren durch Tarantino-eske Charaktere ersetzt hat man wohl so etwas „29 Palms“, der immer cooler und witziger sein möchte, als er eigentlich ist. Der Film kommt auch nie so richtig in Fahrt und mit seiner Pseudo-Coolness und überzeichneten Charaktere fand ich den Streifen auf Dauer auch eher etwas albern, als dass mich die ganze Sause irgendwie begeistert hätte. Keine Ahnung was hier schief gelaufen ist, aber irgendwie bringt Regisseur Leonardo Ricagni seinen bunt zusammengewürfelten Cast aus bekannten Gesichtern, die überdrehte Geschichte aus bekannten Gangster-Versatzstücken und die hübschen Wüsten-Locations nicht so richtig unter einen Hut und obwohl „29 Palms“ teilweise doch recht gut aussieht, wollte sich bei der Mischung aus Pulp-Gangsterfilm, Roadmovie und schwarzer Action-Komödie mit einer großen Portion Vintage-Flair und einer Prise Kritik am Umgang mit Ureinwohnern einfach keine große Freude einstellen. Unter der Hand eines erfahrenen Regisseurs wäre der Streifen vielleicht besser ausgefallen, aber hier wirkt von der Figurenzeichnung der namenlosen Protagonisten, den haarsträubenden Entwicklungen über die leise Gesellschaftskritik bis hin zum Timing der Gags irgendwie so ziemlich alles in den Wüstensand gesetzt und auch wenn der Streifen sicher kein Totalverhau ist, so muss man sich schon fragen, ob man das nicht alles wesentlich besser auf den Schirm hätte zaubern können.
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