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USA 1941
D: Cary Grant, Josephine Hull, Jean Adair, Raymond Massey, Peter Lorre, Priscilla Lane, John Alexander
Eigentlich wollte der erfolgreiche Theaterkritiker Mortimer Brewster (Cary Grant) nur kurz bei seinen beiden alten und barmherzigen Tanten Abby und Martha vorbeischauen, bevor der frisch vermählte mit seiner Elaine zwecks Hochzeitsreise gen Niagarafälle aufbricht, doch als er zufällig auf eine Leiche in der Fenstertruhe stößt, ist es mit entspannten Ferien Essig. Vermutet Mortimer ursprünglich noch, dass sein Bruder Teddy, der sich auf Theodore Roosevelt hält, für den Toten verantwortlich ist, muss er schnell erfahren, dass seine Tanten alte alleinstehende Herren aus humanitären Gründen mittels speziellem Holunderbeerwein ("Auf zwei Liter Holunderbeerwein nehme ich einen Teelöffel Arsen, einen halben Teelöffel Strychnin und eine klitzekleine Prise Zyankali") ins Jenseits befördern, während Teddy im Keller Schleusen für den Panama-Kanal aushebt, äh, die Leichen vergräbt.
Während Mortimer noch versucht, Teddy und die Tanten in der Heilanstalt Seelenfrieden unterzubringen, taucht sein verschollener Bruder Jonathan nebst dem alkoholkranken Gesichtschirurgen Dr. Einstein (Peter Lorre) auf, der von allen für Frankenstein gehalten wird und tatsächlich ein sadistischer Mörder ist, der ein ziemliches Problem damit hat, dass seine Tanten genau wie er selbst auf 12 Opfer kommen. "Ich brauch nur einen mehr", und dass soll natürlich der verhasste Bruder Mortimer sein. Doch damit geht das Chaos erst so richtig los...
Bereits 1941 gedreht, war der Film erst 1944 zu sehen, weil vertraglich geregelt wurde, dass die Premiere erst sein dürfe, wenn das gleichnamige Theaterstück nicht mehr am Broadway gezeigt wird. In der Theaterversion spielte Boris "Frankenstein" Karloff den Jonathan, war aber für den Dreh dann nicht verfügbar.
70 Jahre später ist "Arsen und Spitzenhäubchen" immer noch ein verdienter Klassiker, der immer wieder Spaß bereitet. Cary Grants Mimik hier ist grandios (achtet übrigens mal auf Anthony Franciosa in "Tenebrae" bei dem Beinahe-Autounfall!) und überhaupt gibt es hier nichts auszusetzen. Watch dis!
Huuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuurrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrraaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!
Die deutsche DVD enthält außer der bekannten 1962er-Synchro mit dem schönen "Knochen-Vorspann" auch noch die erste deutsche Fassung von 1957 (anders synchronisiert ("Glückstal" statt "Seelenfrieden") und ca. 3 Minuten länger und die Originalfassung (mit Untertiteln), die wohl noch etwas länger ist.
Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaattacke!
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