Der phönizische Meisterstreich (2025) - Wes Anderson
Moderator: jogiwan
- karlAbundzu
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Der phönizische Meisterstreich (2025) - Wes Anderson
Der phönizische Meisterstreich (2025)
R: Wes Anderson, D: Benicio del Toro, Mia Threapleton, Michael Cera, Scarlett Johansson, Tom Hanks, Bryan Cranston, Mathieu Amalric, Benedict Cumberbatch, Rupert Friend, Riz Ahmed, Charlotte Gainsbourg, Antonia Desplat, Imad Mardnli, Mohamed Chahrour, Max Mauff, Volker Zack; M: Alexandre Desplat
Inhalt (Zitat filmladen.de): "Mit „Der Phönizische Meisterstreich“ bringt der Kultregisseur Wes Anderson eine düstere Spionage-Komödie auf die Leinwand, in der Intrigen, Machtkämpfe und eine angespannte Vater-Tochter-Beziehung im Zentrum stehen. Fans des US-amerikanischen Filmemachers werden sich hier möglicherweise an „The Royal Tenenbaums“ erinnert fühlen. Eine große Familie und ihr alteingesessenes Unternehmen werden in die Wirren einer düsteren Spionage verstrickt. Familienoberhaupt Zsa-zsa Korda hat auf wundersame Weise bereits mehrere Flugzeugabstürze überlebt. Langsam scheint jedoch der Verdacht gerechtfertigt, dass jemand nach seinem Leben trachtet und es auf sein großes Familiengeschäft abgesehen hat. Verrat und moralisch graue Entscheidungen spielen die Familienmitglieder gegeneinander aus, allen voran die ohnehin schon angespannte Beziehung Kordas zu seiner einzigen Tochter, der Nonne Liesl, wird auf die Probe gestellt, als er sich mit ihr auf eine actionreiche Mission begibt. Wie üblich, ist bei einem Wes-AndersonFilm nicht nur seine unverwechselbare Bildsprache mit detailverliebten, pastelligen Filmsets und schrägen Charakteren zu erwarten, sondern auch ein hochkarätiges Ensemble, bestehend aus Hollywoods Elite. So sind in den Hauptrollen Mia Threapleton („A Little Chaos“), Benicio Del Toro („Sicario“), Tom Hanks („Forrest Gump“) und Scarlett Johansson („Marriage Story“) vertreten."
Inhalt (Zitat filmladen.de): "Mit „Der Phönizische Meisterstreich“ bringt der Kultregisseur Wes Anderson eine düstere Spionage-Komödie auf die Leinwand, in der Intrigen, Machtkämpfe und eine angespannte Vater-Tochter-Beziehung im Zentrum stehen. Fans des US-amerikanischen Filmemachers werden sich hier möglicherweise an „The Royal Tenenbaums“ erinnert fühlen. Eine große Familie und ihr alteingesessenes Unternehmen werden in die Wirren einer düsteren Spionage verstrickt. Familienoberhaupt Zsa-zsa Korda hat auf wundersame Weise bereits mehrere Flugzeugabstürze überlebt. Langsam scheint jedoch der Verdacht gerechtfertigt, dass jemand nach seinem Leben trachtet und es auf sein großes Familiengeschäft abgesehen hat. Verrat und moralisch graue Entscheidungen spielen die Familienmitglieder gegeneinander aus, allen voran die ohnehin schon angespannte Beziehung Kordas zu seiner einzigen Tochter, der Nonne Liesl, wird auf die Probe gestellt, als er sich mit ihr auf eine actionreiche Mission begibt. Wie üblich, ist bei einem Wes-AndersonFilm nicht nur seine unverwechselbare Bildsprache mit detailverliebten, pastelligen Filmsets und schrägen Charakteren zu erwarten, sondern auch ein hochkarätiges Ensemble, bestehend aus Hollywoods Elite. So sind in den Hauptrollen Mia Threapleton („A Little Chaos“), Benicio Del Toro („Sicario“), Tom Hanks („Forrest Gump“) und Scarlett Johansson („Marriage Story“) vertreten."
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
- karlAbundzu
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Re: Der phönizische Meisterstreich (2025) - Wes Anderson
Im Kino
Ein sehr reicher Mann treibt ein Projekt voran. Alle möglichen anderen Geschäftsmacher und Staaten sind aus verschiedenen Gründen sauer auf ihn, so dass ständig Attentate auf ihn ausgeführt werden. Immer ohne Erfolg. Sicherheitshalber weiht er seine Tochter ein, die als Alleinerbin seine Pläne zu Ende führen soll. Die hingegen, eine angehende Nonne, ist aber eher aus Interesse an der Vergangenheit da....
Ein Spiel der beiden Hauptdarsteller, Benicio del Toro und Mia Threapleton, in einem artifiziellen Modus. Aber passt sehr. Denn auch das Setting ist sehr artifiziell: zwar nicht in den knalligen Farben wie zuletzt bei Anderson, eher braun, ocker, dem Fantasie - Phönizien angepasst. Auch die Kamera wieder ungewöhnlich, künstliche Bilder und Einstellungen.
Trotz einer Art Beziehungsgeschichte und ihrer Entwicklung gibt es auch politisch soziale Anspielungen, ohne dass die in den Mittelpunkt geraten.
Klar, wieder viele Kurzauftritte von Gaststars, setzen aber nur Punkte. Außer Cumberbatch, der ein tolles Duell bekommt, das schönste seit 00 Schneider vs Pillemann.
Insgesamt blieb der Film nicht voll fassbar, was mir aber gefiel, so habe ich immer noch damit zu tun.
Die Musik knallt ordentlich rein zu Beginn, später verlassen sie sich auf bekannte Klassik und Swingmelodien, ein bisschen schade. Auch das die Entomologie als Verbindung zwischen Lehrer und reicher Mann auf ein Gimmick des Lehrers reduziert wurde, fand ich schade.
Aber insgesamt empfehlenswert.
Ein sehr reicher Mann treibt ein Projekt voran. Alle möglichen anderen Geschäftsmacher und Staaten sind aus verschiedenen Gründen sauer auf ihn, so dass ständig Attentate auf ihn ausgeführt werden. Immer ohne Erfolg. Sicherheitshalber weiht er seine Tochter ein, die als Alleinerbin seine Pläne zu Ende führen soll. Die hingegen, eine angehende Nonne, ist aber eher aus Interesse an der Vergangenheit da....
Ein Spiel der beiden Hauptdarsteller, Benicio del Toro und Mia Threapleton, in einem artifiziellen Modus. Aber passt sehr. Denn auch das Setting ist sehr artifiziell: zwar nicht in den knalligen Farben wie zuletzt bei Anderson, eher braun, ocker, dem Fantasie - Phönizien angepasst. Auch die Kamera wieder ungewöhnlich, künstliche Bilder und Einstellungen.
Trotz einer Art Beziehungsgeschichte und ihrer Entwicklung gibt es auch politisch soziale Anspielungen, ohne dass die in den Mittelpunkt geraten.
Klar, wieder viele Kurzauftritte von Gaststars, setzen aber nur Punkte. Außer Cumberbatch, der ein tolles Duell bekommt, das schönste seit 00 Schneider vs Pillemann.
Insgesamt blieb der Film nicht voll fassbar, was mir aber gefiel, so habe ich immer noch damit zu tun.
Die Musik knallt ordentlich rein zu Beginn, später verlassen sie sich auf bekannte Klassik und Swingmelodien, ein bisschen schade. Auch das die Entomologie als Verbindung zwischen Lehrer und reicher Mann auf ein Gimmick des Lehrers reduziert wurde, fand ich schade.
Aber insgesamt empfehlenswert.
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
Re: Der phönizische Meisterstreich (2025) - Wes Anderson
Jetzt ist es schon wieder passiert: nach „Asteroid City“ der nächste Film von Wes Anderson, der mir leider so gar nicht zugesagt hat. Seinen bis ins kleinste Detail durchkomponierten Stil kennen wir ja mittlerweile zur Genüge und ist popkulturell bereits verewigt, aber was inhaltlich hier auf den Zuschauer losgelassen wird, lässt mich schon eher ratlos zurück. Eine Art Antihelden-Geschichte mit skurrilen Figuren, die viel Platz lässt, um sich über Wirtschaft, Kapitalismus, Politik, Religion und familiäre Dinge Gedanken zu machen und diese mit skurrilen Figuren und gestelzte Dialoge im Sekundentakt auf den Zuschauer loszulassen. „Der Phönizische Meisterstreich“ sieht gut aus, ist hochkarätig besetzt, aber eine furchtbar langweilige und vor allem arg selbstverliebte Angelegenheit, die mich bereits nach 30 Minuten das erste Mal auf die Uhr schauen ließ. Wes Anderson liebt Kunst, Musik, Schauspielerei, geometrisches Design und auch keine Gelegenheit aus, dieses dem Zuschauer vor Augen zu führen. Dagegen ist prinzipiell nichts einzuwenden, aber der Rahmen, der alles zusammenhält, sollte auch dazu passen. Und hier ist es ein temporeiches Nichts aus seltsamen Figuren, übler Laune, Tabak-Konsum, seltsame Ereignisse und zwei Hauptfiguren, die als Dreh- und Angelpunkt des Filmes für mich so überhaupt nicht funktioniert haben. Das ist lediglich das erwartbare Anderson-Fan-Service, ein überstrapaziertes Beispiel für Style over Substance oder ein Satz mit X…
it´s fun to stay at the YMCA!!!
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