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Jack Brooks: Monster Slayer
(Jack Brooks: Monster Slayer)
mit Robert Englund, Trevor Matthews, Daniel Kash, David Fox, Dean Hawes, Rachel Skarsten, James A. Woods, Ashley Bryant, Stefanie Drummond, Chad Harber, Patrick Henry, Meghanne Kessels, Meg Charette, Kristyn Butcher, Andrew Butcher
Regie: Jon Knautz
Drehbuch: John Ainslie
Kamera: Joshua Allen
Musik: Ryan Shore
FSK 16
Kanada / 2007
Seit er als Kind mitansehen musste, wie ein grunzendes Ungeheuer seine Eltern und die kleine Schwester vernichtete, leidet Jack unter unkontrollierbaren Wutausbrüchen. Jetzt arbeitet er Klempner, geht in eine psychologische Beratung (beides ohne großen Erfolg) und besucht die Abendschule beim schrägen Professor Crowley, wo zumindest neben der attraktiven Eve sitzt. Als der Prof nach einer Begegnung mit einem dämonischen Artefakt zum Monster mutiert, erkennt Jack seine wahre Berufung.
Es stimmt einen immer wieder traurig, wenn man sieht, wieviel Potential die macher eines Films immer wieder auf der Strecke liegenlassen und nicht annähernd ausschöpfen. So geschehen auch beim vorliegenden Werk, das zwar insgesamt einen wirklich unterhaltsamen und recht gelungenen B-Horror-Movie darstellt, aus dem man aber weitaus mehr hätte herausholen können. Denn "Jack Brooks: Monster Slayer" ist ein phasenweise sehr witziger und auch interessanter Monsterfilm, der den Zuschauer aber trotzdem etwas zwiespältig zurücklässt.
Das liegt ganz einfach in der Tatsache begründet, das der Film eine doch äusserst lange Anlaufphase hat, bis er seinem Titel alle Ehre macht. Denn bis auf eine eher kurze Rückblende zu der Nacht, in der jack seine Eltern und seine jüngere Schwester an die Monster verliert, dauert es fast eine geschlagene Stunde, bis die Story so richtig an Fahrt aufnimmt. Zwar ist die Zeit bis dahin auch nicht gerade langweilig gestaltet, man bekommt einen etwas tieferen Einblick in Jack's Charakter gestattet und wird mit seinen ständigen Agressionen konfrontiert, doch so richtig will der Film in dieser Phase nicht wirklich zünden.
Dieser Umstand ändert sich erst, als Jack's Professor langsam anfängt, sich in ein Monster zu verwandeln. Der von Haus aus etwas kauzige Lehrer wird von Robert Englund absolut brillant dargestellt und hat den größten Anteil an der humorigen Seite des Films. Denn allein die langsam vonstatten gehende Mutation in ein ekelhaftes Monster entlockt einem doch so manchen Schmunzler und entschädigt so doch für einige kleinere auftretende Längen im Mittelteil des Films.
Nachdem sich die verwandlung dann vollends vollzogen hat, sind die restlichen gut 25 Minuten des Films endlich das, was man sich eventuell schon etwas früher gewünscht hätte, nämlich Action und Humor pur. Teilweise geht es auch recht blutig zur Sache und es gibt auch einige für eine 16er Freigabe ziemlich harte Szenen. Endlich kann Jack auch seine Agressionen an der richtigen Stelle ausleben und nimmt den Kampf mit dem Monster auf, den letztendlich nur einer überleben kann.
Letztendlich ist "Jack Brooks: Monster Slayer" ein durchaus kurzweilig unterhaltender Monster-Spaß, der seine echten Höhepunkte allerdings erst in den letzten 25 Minuten hat. Dennoch bin ich der Meinung, das hier ein insgesamt guter Beitrag des Genres entstanden ist, den man auf jeden Fall gesehen haben sollte. Und für die geplante Fortsetzung bleibt nur zu hoffen, das die Macher des Films aus den Fehlern gelernt haben und den zweiten Teil ganzzeitig etwas actiongeladener gestalten, denn dann könnte es ein noch viel besserer Film werden, als es dieser hier schon eingeschränkt ist.
7/10