Rape - Die Vergewaltigung d. Richard Beck - K. Arthur (1985)

Moderator: jogiwan

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jogiwan
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Rape - Die Vergewaltigung d. Richard Beck - K. Arthur (1985)

Beitrag von jogiwan »

Rape - Die Vergewaltigung des Richard Beck

Bild

Originaltitel: The Rape of Richard Beck

Alternativtitel: Deadly Justice / The Broken Badge / Rape

Herstellungsland: USA / 1985

Regie: Karen Arthur

Darsteller: Richard Crenna, Meredith Baxter, Pat Hingle, Frances Lee McCain, Cotter Smith

Story:

Richard Beck ist seit Polizist, seit zwanzig Jahren beim Morddezernat und ein harter Knochen, der seine tägliche Arbeit auch mit viel Zynismus bestreitet. Als er eines Tages mit einem Vergewaltiger einen zweifelhaften Deal macht um an einen Mörder ranzukommen, wird er strafversetzt und landet im Sittendezernat, wo Beck sich auch mit Opfern von Sexualverbrechen auseinandersetzen muss, denen er aufgrund seiner chauvinistischen Einstellung auch so gut wie keine Wertschätzung entgegenbringt. Doch alles ändert sich, als Beck eines Tages abends selbst das Opfer einer Vergewaltigung durch zwei gewaltbereite Punks wird. Auf einmal ist er auf der anderen Seite und der abschätzigen Behandlung durch Ärzte, Kollegen und sogar der eigenen Familie ausgesetzt, die wie er selbst nicht verstehen können, was ihm in dieser Nacht widerfahren ist…
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jogiwan
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Re: Rape - Die Vergewaltigung d. Richard Beck - K. Arthur (1985)

Beitrag von jogiwan »

„Deadly Justice“ oder „Rape – Die Vergewaltigung des Richard Beck“, wie diese amerikanische TV-Produktion im deutschen Videomarkt veröffentlicht wurde, ist ein sehr interessantes Drama, das erst einmal wie ein typischer Polizeifilm beginnt. Richard Beck ist ein harter, abgestumpfter Polizist mit Macho-Allüren, der glaubt, die Fäden in seinem Leben fest im Griff zu haben. Doch nach knapp 40 Minuten wechselt der Film die Marschrichtung und obwohl es hier bei der Vergewaltigung durch zwei Männer bei Andeutungen und diese dem Zuschauer erspart bleibt, ist Richard Beck danach ein anderer Mann, der sich auf einmal selbst mit Vorurteilen und abschätzigen Kommentaren auseinandergesetzt fühlt und der nur sehr langsam das Ereignis verarbeiten und eingestehen kann. Dabei legt Regisseurin Karen Arthur auch sehr viel Wert auf die tiefergehende Charakterisierung der Hauptfigur, die mehrere Stadien durchmacht und den Zuschauer für das Thema der sexuellen Gewalt sensibilisiert. Statt Polizeifilm ist der Streifen mit seiner durchaus ungewöhnlichen Thematik mehr ein Drama, dass Exploitaton zwar zu Beginn antäuscht um dann aber in eine vielschichtigere Richtung zu gehen. Richard Crenna schafft den Spagat zwischen harten Cop und Opfer einer sexuellen Gewalttat auch sehr glaubwürdig und so rüttelt „Rape – die Vergewaltigung des Richard Beck“ auch an althergebrachten Geschlechterrollen, Sensationsgier und Vorurteilen um dann statt Stammtischgegröle auch hinter die Schlagzeilen zu blicken.
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buxtebrawler
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Re: Rape - Die Vergewaltigung d. Richard Beck - K. Arthur (1985)

Beitrag von buxtebrawler »

Den habe ich mir auch gerade gekauft und bin gespannt...
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.
Ein-Mann-Geschmacks-Armee gegen die eingefahrene Italo-Front (4/10 u. 9+)
Diese Filme sind züchisch krank!
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jogiwan
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Re: Rape - Die Vergewaltigung d. Richard Beck - K. Arthur (1985)

Beitrag von jogiwan »

buxtebrawler hat geschrieben:Den habe ich mir auch gerade gekauft und bin gespannt...
Ich weiß, vom Thomaso. :thup: Ich hab den ja vor Jahrzehnten mal im TV gesehen, auch wenn die OFDB keine Ausstrahlung listet - aber die unterschlägt ja auch die englischsprachigen DVD-Veröffentlichungen. Ich hab die US-DVD mit dem Titel "Deadly Justice" und dem obigen Cover, die überraschenderweise sogar codefree aber nur von durchschnittlicher Qualität ist. Der Film selber ist ungewöhnlich und empfehlenswert.
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FarfallaInsanguinata
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Re: Rape - Die Vergewaltigung d. Richard Beck - K. Arthur (1985)

Beitrag von FarfallaInsanguinata »

Ich hatte oft die deutsche Veröffentlichung in den Videotheken gesehen und obwohl mich das Thema sehr interessierte, war anderes jeweils dringender. Wäre aber immer noch spannend.
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