Wolfen - Michael Wadleigh (1981)

Moderator: jogiwan

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Onkel Joe
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Wolfen - Michael Wadleigh (1981)

Beitrag von Onkel Joe »

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Originaltitel: Wolfen
Herstellungsland: USA/1981
Regie: Michael Wadleigh

Darsteller: Albert Finney, Diane Venora, Edward James Olmos, Gregory Hines, Tom Noonan, Dick O'Neill, Dehl Berti, Sam Gray und Ralph Bell.

Story:
Die Zivilisation hat sie ausgelöscht. Ihr Land wurde geraubt, geplündert, besiedelt. Nun sind sie Wesen zwischen Tier, Mensch und Erscheinung. Die Geister der Wölfe, die einst den amerikanischen Kontinent bevölkerten, leben in den Körpern ihrer wenigen Nachfahren fort. Sie verbergen sich im Dschungel des Molochs New York, und niemand hat sie je bemerkt. Bisher fielen ihnen nur namenlos Gestrandete zum Opfer. Das ändert sich, als der Immobilienhai Vanderveer den Slum in eine Goldgrube verwandeln will. Kurz darauf findet man seine verstümmelte Leiche neben der seiner Frau. Polizist Wilson steht vor einem Rätsel.
Wer tanzen will, muss die Musik bezahlen!
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buxtebrawler
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Re: Wolfen - Michael Wadleigh

Beitrag von buxtebrawler »

US-amerikanischer Horrorklassiker aus dem Jahre 1981 mit zivilisations- und sozialkritischer Aussage, tollen, sparsam, aber wirkungsvoll eingesetzten (blutigen) Effekten, genialen Tieraufnahmen und vor allem einer Atmosphäre, die eine Klasse für sich darstellt. Seinerzeit war es nämlich durchaus noch möglich, intelligenten Horror mit Atmosphäre und vernünftigen Effekten zu kreieren.

Toller Film!
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.
Ein-Mann-Geschmacks-Armee gegen die eingefahrene Italo-Front (4/10 u. 9+)
Diese Filme sind züchisch krank!
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Adalmar
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Re: Wolfen - Michael Wadleigh

Beitrag von Adalmar »

Sollte man bei Interesse für "Tierhorror" auf jeden Fall mal gesehen haben. Es hat mir zwar auch einiges an dem Film weniger gefallen, wie z. B. die für mein Empfinden überflüssige Affäre des Protagonisten, die offenbar lediglich zeigen soll, dass er ein "ganzer Mann" ist, und die Handlung nur aufhält, aber hochinteressant ist der Film m. E. zweifellos!
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horror1966
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Re: Wolfen - Michael Wadleigh

Beitrag von horror1966 »

"Wolfen" ist wohl so ziemlich der aussergewöhnlichste Horror - Thriller, der das Thema ( Wer- ) Wölfe behandelt. Obwohl der Film seinerzeit an den Kinokassen ziemlich stark gefloppt war, hat er sich im Laufe der Jahre einen ziemlichen Kultstatus erarbeitet. Das liegt sicherlich zum einen daran, das die Bearbeitung des Wolf - Themas hier einmal ganz anders ist, wie in üblichen Werwolffilmen und zweitens ist der Film einfach richtig gut.

Allein die Atmosphäre hier ist so herrlich dicht, bedrohlich und extrem düster, das es dem Zuschauer teilweise kalte Schauer über den Rücken jagt. Der Film übt eine so starke Faszination auf den Betrachter ab, das man sich kaum vom Bildschirm lösen kann, zu sehr ist man von dem Geschehen gebannt.

Die Spannung wird ganz hervorragend aufgebaut und kann sich auch den ganzen Film über auf einem konstant sehr hohen Niveau behaupten. Hinzu kommen bei diesem Film noch die ausgezeichneten darstellerischen Leistungen aller Beteiligten. Sämtliche darsteller sind sehr glaubhaft und sehr überzeugend.

Wenn man es richtig nimmt, ist "Wolfen" ja auch gar kein richtiger Werwolffilm und vielleicht ist es genau diese Tatsache, die den Film so besonders macht. Jedenfalls hat man hier ein sehr aussergewöhnliches, sehr spannendes und kurzweiliges Filmerlebnis, das man auf keinen Fall verpassen sollte.




9,5/10
Big Brother is watching you
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kinski
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Re: Wolfen - Michael Wadleigh

Beitrag von kinski »

Irgendwie ist WOLFEN ein Film, den man mit keinem anderen vergleichen kann. Ein völlig untypischer Tierhorrorfilm mit sozialkritischem Hintergrund, starker Besetzung, ungewohnten Kamerafahrten, Farbfilter und atmosphärischer Location (South Bronx).
Zudem einige deftige, wenn auch teilweise nur angedeutete „Splatter“-Einlagen (trotzdem ist das alte Marketing-Video FSK 16). Herausragend auch die Musik von James Horner, der den perfekten Soundtrack zu dieser Gruselmär geschaffen hat. Einer der ungewöhnlichsten und intelligentesten Horrorfilme überhaupt.
Albert Finney weiß wieder einmal in einer für ihn eher ungewohnten Rolle zu überzeugen, Edward James Olmos - später der Chef von Crockett & Tubbs in "Miami Vice" - legt hier ebenfalls einen recht netten ... öhm schwanzwedelnden ... Auftritt hin. Habe immer geglaubt, dass die Mischung Öko und Horror niemals funktionieren kann ... bis ich WOLFEN gesehen habe.

10 / 10

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purgatorio
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Re: Wolfen - Michael Wadleigh

Beitrag von purgatorio »

WOLFEN (USA 1981, Regie: Michael Wadleigh)

Wow! Was für ein hervorragender Film! Extrem spannend, da man sehr lange im Unklaren gelassen wird, großartig inszeniert und mit durchaus zur Reflexion einladendem Inhalt. Viel will ich dazu gar nicht sagen, einzig sei noch erwähnt, dass unfassbar viel Potenzial aus der Unwissenheit des Zuschauers über die tatsächliche Form des Angreifers rührt, weshalb eine zeitnahe Zweitsichtung wohl in puncto Spannung ernüchternd wäre. Der Ersteindruck ist aber sehr gut: 9/10 – ganz locker!

Danke Bux :knutsch: ein Erlebnis!
Im Prinzip funktioniere ich wie ein Gremlin:
- nicht nach Mitternacht füttern
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- kein Sonnenlicht
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jogiwan
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Re: Wolfen - Michael Wadleigh (1981)

Beitrag von jogiwan »

Überraschend atmosphärischer und vielschichtiger Horrorfilm aus dem Jahr 1981 mit viel New Yorker Lokalkolorit, der mir auch ausnehmend gut gefallen hat und aus einer Zeit stammt, in der sich Horror und Anspruch bei den meisten US-Produktionen noch nicht gegenseitig ausgeschlossen haben. Die Geschichte über einen ausgebrannten Ermittler, der einer seltsamen Mordserie auf die Spur kommt ist insgesamt eher zurückhaltend ausgefallen und ist mit kurzen Gewaltspitzen sehr funktional. Auch die verfremdeten POV-Bilder der Bedrohung fand ich sehr gut gemacht und das Ende ist ebenfalls sehr gelungen, auch wenn man sich keinen herkömmlichen Werwolf-Film erwarten sollte. Ich musste vor allem in der zweiten Hälfte ständig ans Hayao Miyazakis „Prinzessin Mononoke“ denken, der eine ähnliche und ebenfalls Zivilisations-kritische Geschichte zwar auf ganz andere Weise verarbeitet, aber in dem auch der Wolf als ambivalentes Synonym für rohe Gewalt, Unzähmbarkeit und ausgleichende Gerechtigkeit in einem bedrohten Öko-System dient. In „Wolfen“ geht zwar alles mehr in Richtung Großstadt-Thriller und Horror, ist aber nicht minder gelungen und ohne Übertreibung zählt Michael Wadleighs Streifen sicher zu dem Besten, was in den Achtzigern in diesem Bereich entstanden ist.
it´s fun to stay at the YMCA!!!



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Blap
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Re: Wolfen - Michael Wadleigh (1981)

Beitrag von Blap »

Werter Jogi,

befindet sich die US-BD aus der "Archive Collection" von Warner in deiner Sammlung? Falls ja, handelt es sich um eine gepresste oder gebrannte Scheibe?

Ich warte seit einer gefühlten Ewigkeit auf eine anständige Auswertung des Streifens ... lechz ...
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jogiwan
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Re: Wolfen - Michael Wadleigh (1981)

Beitrag von jogiwan »

Blap hat geschrieben:Werter Jogi,

befindet sich die US-BD aus der "Archive Collection" von Warner in deiner Sammlung? Falls ja, handelt es sich um eine gepresste oder gebrannte Scheibe?

Ich warte seit einer gefühlten Ewigkeit auf eine anständige Auswertung des Streifens ... lechz ...
ich hab da "leider" nur die deutsche Fassung ohne Tom Waits.
it´s fun to stay at the YMCA!!!



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Blap
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Re: Wolfen - Michael Wadleigh (1981)

Beitrag von Blap »

jogiwan hat geschrieben: ich hab da "leider" nur die deutsche Fassung ohne Tom Waits.
Das ist sehr unangenehm, in diesem Fall benötigt das "leider" keine Anführungszeichen. Ein verdammter Jammer, ein Desaster, ein Debakel.

Naja, ich werde mich mutig auf die US-BD stürzen. :D
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