Treffer – Dominik Graf (1984)

Moderator: jogiwan

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FarfallaInsanguinata
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Treffer – Dominik Graf (1984)

Beitrag von FarfallaInsanguinata »

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Herstellungsland/-jahr: Deutschland 1984

Regie: Dominik Graf

Drehbuch: Christoph Fromm
Produktion: Michael Hild
Musik: Dominik Graf, David Knopfler, Stefan Melbinger
Kamera: Helge Weindler
Schnitt: Rolf Basedow

Darsteller:

Maximilian Wigger: Albi
Dietmar Bär: Franz
Tayfun Bademsoy: Tayfun
Barbara Rudnik: Conny
Beate Finckh: Mira

Inhalt:

Die drei Freunde Albi, der blonde Fighter, Tayfun, der unbekümmerte südländische Mädchentyp, und Franz, der einsame, aber clevere Dicke, stehen stets füreinander ein. Darüber hinaus verbindet sie die leidenschaftliche Liebe zu Motorrädern, die Glück aber auch großen Kummer bedeuten, weil sie viel Geld kosten. Die Bank will regelmäßig Raten sehen, doch das Geld für die Rückzahlungen bleibt trotz aller Anstrengungen aus.
Albi und Tayfun, die in einer heruntergekommenen Autowerkstatt arbeiten, bringen den arbeitslosen Franz dort als Verkäufer unter. Doch als der alte Meister Bichler stirbt, setzt der Sohn einen windigen Geschäftsführer ein, der die drei nach einem Krach rausschmeißt. Chris macht den Freunden ein unseriöses Umschuldungsangebot. Ein fauler Autodeal misslingt: Die Schlinge zieht sich weiter zu. Die Angst um die Motorräder schwächt die Urteilsfähigkeit der drei Jungen. Albi entwickelt den Plan eines fingierten Unfalls, der zum Fiasko wird.

(laut Wiki)
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Diktatur der Toleranz

Die Zeit listete den Film in einem Jahresrückblick als einen der schlechtesten des Kinojahres 2023. Besonders bemängelt wurden dabei die Sexszenen, die von der Rezensentin als „pornografisch“ und „lächerlich“ bezeichnet wurden.
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FarfallaInsanguinata
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Re: Treffer – Dominik Graf (1984)

Beitrag von FarfallaInsanguinata »

DVD

Drei Freunde teilen eine Leidenschaft – Motorräder. Leider sind ihre Maschinen mit hohen Bankkrediten finanziert, weswegen sie sich in ständiger Geldnot befinden. Albi und Tayfun haben immerhin einen Job als Kfz-Mechaniker und als sie den dritten im Bunde, Franz, in ihrer Werkstatt als Gebrauchtwagenverkäufer unterbringen, könnte alles halbwegs gut sein. Der Chef verstirbt jedoch plötzlich und das Trio verliert seine Arbeit, was einer Katastrophe gleichkommt. Im Bemühen irgendwie Geld aufzutreiben, verstricken sie sich immer weiter in Schwierigkeiten. So ist es wenig überraschend, dass diese Geschichte kein Happy End bereithält.
Etwas bedrückend ist es zu sehen, wie ein Hobby zur alles entscheidenden Besessenheit wird, die in den Abgrund reißt. Denn auf die naheliegende Idee, ihre Motorräder einfach zu verkaufen, wenn sie nicht mehr bezahlbar sind, kommen die Protagonisten keine Sekunde. Schön dagegen die unerschütterliche Freundschaft zwischen den Charakteren, hinter der auch die Frauen zurückstehen.
Ansonsten wird keine Gelegenheit für eine schnelle Wette ausgelassen, was in einem spontanen Rennen auf öffentlichen Straßen gipfelt, um an ein wenig Bares zu kommen, unheimlich viel gesoffen und geraucht, geschrien und geprügelt. Das alles solide und actionlastig inszeniert im irgendwie typisch deutschen Stil der Achtziger fühlt man sich, auch dank der geläufigen Schauspieler der Epoche, des öfteren an Tatorte erinnert.
Wenn man weiß, dass der Film ursprünglich für den WDR inszeniert wurde, drängt sich der Vergleich zu Schimanski erst recht auf. Nach TV-Ausstrahlung erlebte das Werk sogar noch einen Kinoeinsatz, sehr ungewöhnlich.
Heute von mir stilecht auf einem alten Röhren-Gerät im Format 4:3 geschaut, so liegt das Material als Fernsehproduktion jener Zeit nunmal vor, ergab sich daraus eine unterhaltsame Zeitreise. Leider fehlte der letzte Funke für mich, sodass ich kein Bedürfnis für eine zweite Ansicht empfinde.

07/10
Diktatur der Toleranz

Die Zeit listete den Film in einem Jahresrückblick als einen der schlechtesten des Kinojahres 2023. Besonders bemängelt wurden dabei die Sexszenen, die von der Rezensentin als „pornografisch“ und „lächerlich“ bezeichnet wurden.
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