Wenn der Griechenland - Urlaub im Chaos versinktfritzcarraldo hat geschrieben: ↑Di 12. Mai 2026, 12:58Ich hab jetzt doch noch einen Thread dazu eröffnet und schreibe nachher auch noch eine Rezi.
Nur soviel. Nicht vom Plakat blenden lassen, jegliche Mad Max Vergleiche ignorieren und mir glauben, dass der Trailer besser , viel besser , aussieht als der eigentliche Film.
Gorgonà
Schauburg.
Sneak Preview.
OmU.
Die ganze Prämisse des Films hört sich nach 08/15 Trash an und macht es somit interessant.
Aber gleich die ersten Szenen vermitteln filmische Tristesse. Okay auch die italienischen Endzeit Schlonten wurden in den selben Kiesgruben gedreht, aber irgendwie kam immer noch etwas unterhaltsames dabei rum. Hier fragt man sich sofort, kein Geld gehabt oder ist es Arthouse? Oder beides? Wahrscheinlich beides. Alles spielt am Hafen. Im Hintergrund immer dieselbe Raffinerie. Zuerst ist man neugierig, die Leinwand wird auf Breitwand-Kino getrimmt. Nur um dann festzustellen, dass der Look komplett amateurhaft ist. Hat man sich daran gewöhnt, geht es erstmal um die beschriebene Endzeitwelt, in der nichts richtig zusammen passen mag. Aber hey, das macht in anderen Filmen auch nicht immer Sinn. Geschenkt. Das Benehmen der Leute dann ist schon gewöhnungsbedürftig. Sprich es ist total nervig. Ja, die Männer sollen alle Machos sein, nehmen Steroide und bekommen keinen mehr hoch. Wobei dann trotzdem sehr oft der Beischlaf vollzogen wird.
Die Frauen sehen alle aus wie Frauen eben aussehen in der Machowelt. Wie Teilnehmerinnen in einem 2000er Hip Hop Videoclip. Und bevor jetzt doch wieder ein bisschen Neugierde aufkommt. Das ist total langweilig. Was noch?
Knarren gibt es galore, aber eigentlich wird nur in die Luft geballert. Und die Hauptdarstellerin bzw. ihre Figur wird irgendwann zum Lady Terminator. Warum? Keine Ahnung. Hat irgendwas mit ihrer Mutter zu tun.
Auch das bitte nicht überbewerten.
Denn Vorsicht! Arthouse! Der Trashfaktor ist wahrscheinlich nur die Oberfläche dieser Empowerment Fabel. Und das ist wirklich voller Klischees und man fragt sich, was das ganze nun soll?
Ja doch. Ich hab verstanden, dass diese Machowelt schlecht ist und dass besser die Frauen alles übernehmen.
Aber warum wurde das als Pseudo-Trash-Variante gedreht? Wenn da wenigstens hier und da dabei eine coole Einstellung herausgenommen wäre. Hat man das nicht verstanden oder wird das Genre eigentlich sogar verachtet.
Da lobe ich mir doch die Filme von Julia Ducournau oder Coralie Fargeat, bei denen man auf jeden Fall merkt, dass sie die Genres lieben, in denen ihre Filme spielen.
Hier passt nichts. Alles ist nur nervig.
Bitte alle Vergleiche mit Mad Max Fury Road und dergleichen ignorieren.