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Eine kleine Ortschaft in Nordamerika, gelegen an einem hübschen See, umgeben von einem herrlichen Gebirgspanorama. Vor zwei Jahren fraßen sich gierige Raubfische durch den übrigen Fischbestand des Gewässers, nur mit einer feisten Dosis Gift konnte man den sogenannten Snakeheads beikommen. Nach dieser Aktion war der See leergeräumt, zumindest hielt man alle Snakeheads für erledigt. Der Bestand an "normalen" Fischen erholte sich seither langsam, inzwischen kann man wieder auf ein paar Angeltouristen hoffen. Als jedoch die Leiche ein allseits bekannten Dorfbewohners aus dem See gezogen wird, beschleicht Sheriff Patrick James (Bruce Boxleitner) ein grausiger Verdacht. Der tote Körper ist fürchterlich entstellt, dazu findet der zuständige Doc einen grossen, scharfen Zahn vor, der dem Angreifer bei der Attacke abhanden gekommen sein muss. Es soll aber noch dicker kommen, bei einem Wettschwimmen zerlegt es den Freund von Amber (Chelan Simmons), der Teenie-Tochter des Sheriffs. Lori Dale (Carol Alt) wird als beratende Biologin hinzugezogen, sie ordnet den besagten Zahn einem Snakehead zu. "Eigentlich" ist dieser Zahn ein paar Nummern zu gross für einen Snakehead, "eigentlich" sollten sich im See keine Tiere dieser Art aufhalten. Während der Bürgermeister auf die Warnungen des Gesetzeshüters pfeift, schliesslich braucht man die Kohle der Touris, eskaliert die Lage unaufhaltsam. Bald ist es offensichtlich, der idyllische See ist zum Tummelplatz mutierter Killerfische geworden, die sich zu allem Überfluß auch recht gut an Land bewegen können...
"Snakehead Terror" entstand unter der Regie von Paul Ziller, der inzwischen seit rund zwei Jahrzehnten im B-Sektor unterwegs ist. Der Streifen bedient sich bei den üblichen Klischees, Innovationen darf man zu keiner Zeit erwarten. Da hätten wir den emsigen Sheriff, der beim verantwortlichen Lokalpolitiker auf taube Ohren stösst, nebenbei noch Problemchen mit seiner jugendlichen Tochter hat. Keine Frage, das Töcherlein gerät natürlich in grosse Schwierigkeiten, Monstergesindel trachtet nach ihrem Leben usw... Diese bewährten Zutaten mag der Skeptiker als ausgelutscht empfinden, hier sind sie jedoch angemessen und unterhaltsam. Bruce Boxleitner passt sehr gut in die Rolle des Kleinstadtbullen, Carol Alt gibt eine brauchbare Co-Heldin ab. Chelan Simmons gefällt als kämpferische Tochter, selbst die von Juliana Wimbles dargestellte Freundin wird nicht allzu anstrengend, obwohl man ihr die Rolle der "Nervgöre" aufgedrückt hat. Ein Arzt mit befleckter Weste, ein grenzdebiler Deputy und andere "Standardgestalten", runden das gut ausgewählte Ensemble ab. Glanzleistungen werden nicht geboten, doch die sind in einem Film wie "Snakehead Terror" gar nicht gefragt. Alle Schauspieler bringen ihre Rollen ansprechend und angemessen rüber, ergo ist das Soll erfüllt.
Die mutierten Monsterfische sehen angenehm fies aus, die Qualität der Special Effects schwankt dabei nicht unbeträchtlich. Was sich unter der Wasseroberfläche abspielt wurde am Computer generiert, einige Landszenen ebenfalls. Diesen Szenen sieht man die begrenzten Finanzmittel an, wenn mit "greifbaren" Materialien gearbeitet wird, sind die Effekte weitaus schöner anzusehen. Ein Grund zum Gemecker sind die teils mittelprächtigen FX nicht, gerade diese Ecken und Kanten, tragen ihren Teil zum Charme solcher Filme bei. Immer wieder geht es angenehm blutig zu. Wüstes Gemetzel wird dabei erwartungsgemäß nicht geboten, aber für "Tierhorror von der Stange", kommt "Snakehead Terror" in durchaus rustikaler Gangart daher. Während des Finales knallt man dem Zuschauer einen dicken Brocken vor den Latz, der Genrefan wird seine Freude daran haben, andere Teilnehmer werden sich mit Grausen abwenden. Für die Mutation der Fischlein liefert man schon zuvor die Erklärung, die (ebenso erwartungsgemäß) an den Haaren herbeigezogen wurde. Wie gehabt sei allen Nörglern gesagt: Das muss so sein! Grins...
Splendid bietet eine ordentliche DVD zu "Snakehead Terror" an. Das Bild gefällt, leider gibt es keine Boni mit Bezug zum Film, lediglich diverse Trailer aus dem Programm des Labels werden angeboten. Wer Lust auf einen kleinen Tierhorror-Schocker verspürt, sollte die Killerfische seiner Sammlung zuführen. Ein Klassiker wird "Snakehead Terror" nie werden, aber ein unterhaltsamer Beitrag für Genrefans ist diese Klischee-Suhle ohne Frage. Wem liebenswerter Unfug wie z.B. "Piranha II" nicht zu bescheuert war, sollte dem Film auf jeden Fall eine Chance geben.
6/10 scheinen mir angebracht. Ich lege aber noch ein halbes Sympathiepünktchen drauf: 6,5/10 (oberste Mittelklasse).
Lieblingszitat:
"Sie wecken mich mitten in der Nacht auf, um mir einen Zahn zu zeigen?"
Die Galgenvögel(USA 1987: Originaltitel: Wheels of Terror / The Misfit Brigade)
Deutsche Soldaten die zu einem Strafbataillon versetzt wurden, sollen während des Zweiten Weltkriegs einen heikles Kommandounternehmen durchziehen. An der Ostfront gilt es sich weit hinter die feindlichen Linien zu pirschen, um schliesslich einen Güterzug in die Luft zu jagen. Wenn dieses Unternehmen gelingt, dreht man der Roten Armee den Treibstoffhahn ab, zumindest für einen gewissen Zeitraum. Dem sadistischen Oberst von Weisshagen (David Carradine), ist besonders am Erfolg der Mission gelegen. Allerdings interessiert ihn dabei nicht das Leben der abkommandierten Soldaten, sondern die angepeilte Verleihung des Ritterkreuzes...
"Die Galgenvögel" setzt nur in wenigen Nebenrollen auf bekanntere Gesichter. David Carradine ist mehrfach zu sehen, zum Finale taucht Oliver Reed auf, der für eine herrlich abstossene Vorstellung sorgt. Die Hauptrollen mit Darstellern aus der zweiten und dritten Reihe zu besetzen, finde ich durchaus erfrischend und begrüße diese Entscheidung ausdrücklich. Bruce Davidson, David Patrick Kelly, Keith Szarabajka, Jay O. Sanders und die übrigen Mitwirkenden, liefern durchweg solide Vorstellungen ab. Der kleine Trupp hat hinter den feindlichen Linien diverse Abenteuer zu überstehen, bei denen teils ordentlich die Luft brennt. Die Ausstattung kann sich ebenfalls sehen lassen, Kamera und Schnitt befinden sich auf ordentlichem Niveau.
Doch obwohl ich diese Art von "WWII-Abenteuern" sehr schätze, kommt dieser Beitrag nicht über gediegenes Mittelmaß hinaus. Den Schauspielern mag ich keinen Vorwurf machen, vielmehr neigt das Drehbuch ein wenig zu sehr zur Oberflächlichkeit, die Figuren bleiben dem Zuschauer auf seltsame Art fremd. Sicher, der Verzicht auf strahlende Helden und Supermänner sorgt für Abwechslung. Allerdings hätte man gut daran getan, dem Film entweder einen ernsthafteren Anstrich zu verpassen, die Chance war ohne Zweifel gegeben, oder die Ausrichtung "humoriges Abenteuer mit zynischen Zwischentönen" konsequenter voranzutreiben. In der nun vorhandenen Form, kann sich der Streifen nicht so recht für eine Marschrichtung entscheiden, wodurch er teils in die Belanglosigkeit abdriftet.
In diesem Bereich ist die Konkurrenz sehr stark. Mit Filmen wie z.B.:
- Agenten sterben einsam (Where Eagles Dare, 1968)
- Das dreckige Dutzend (The Dirty Dozen, 1967 ...scheint ein deutlicher Einfluss für "Die Galgenvögel" gewesen zu sein)
- Stoßtrupp Gold (Kelly's Heroes, 1970)
- Der wilde Haufen von Navarone (Force 10 from Navarone, 1978)
- Flucht nach Athena ( Escape to Athena, 1979)
- Der Adler ist gelandet (The Eagle has landed, 1976)
hat man weitaus mehr Freude. Daher kann ich "Die Galgenvögel" nur Junkies empfehlen, die sich auch an den mittelprächtigen Beiträgen zum Thema erfreuen können. Ergo stellt der Film für mich keinen Fehlgriff dar, nur werden die oben genannten Werke weitaus häufiger den Weg in meinen Player finden. Die DVD von Concorde geht soweit in Ordnung, allerdings würde ich keinen Preis oberhalb 10€ dafür zahlen wollen.
Solides Mittelmaß = 5,5/10
Lieblingszitat: "Hast du gesessen?" "Sechs Monate in Torgau." "Wofür?" "Ich habe meine Stiefschwester gevögelt."
Karate, Küsse, blonde Katzen(Deutschland, Hongkong 1974, Titel in Hongkong: Yang chi)
Sechs junge Damen, die von der britischen Insel stammen, werden von fiesen Piraten entführt und nach China verschleppt. Man bringt sie zu einem noch weitaus fieseren Obermotz, der das weisse Frischfleisch aus Europa, für viel Geld an wohlhabende Chinesen verscherbeln will. Bereits während der Begutachtung des begehrten Fleisches, gibt sich eine Geisel besonders widerspenstig, was umgehend zum Ableben der jungen Frau führt. Die fünf verbliebenen Mädchen haben ein wenig mehr Glück. Ko Mei Mei (Liu Hui-Ling aka Lau Wai-Ling), die selbst gegen ihren Willen festgehalten wird, soll sich um die kostbaren Importe kümmern. Heimlich trainiert Ko Mei Mei diverse Kampfsport- und Tötungstechniken mit den Damen, ferner können die rebellischen Weiblein auf die Hilfe von Ko Pao (Yueh Hua) hoffen. Besagter Ko Pao ist das Brüderlein der bezaubernden Ko Mei Mei, ein erstklassiger Schwertkämpfer und mutiger Mann, Intimfeind des abstossenden Damenhändlers. Für Karin (Tamara Elliot), Brenda (Gillian Bray) und die anderen Mädchen, ist es bereits vor der geplanten Versteigerung kein leichtes Unterfangen, sich nachhaltig der lüsternen Schergen zu erwehren. Beim Anblick der exotischen Schönheiten, gerät der Hormonspiegel der Lüstlinge beständig in unkontrollierbare Wallung. Der Tag der Auktion naht, doch so leicht geben sich die Wildkatzen nicht geschlagen...
Was für ein Freudenfest! Seit einiger Zeit war die DVD zu "Karate, Küsse, blonde Katzen" angekündigt, seit wenigen Tagen ist die heiss ersehnte Scheibe endlich verfügbar. Ernst Hofbauer, immerhin Macher der legendären "Schulmädchen-Report" Reihe, haut zusammen mit der Hongkong-Filmschmiede Shaw Brothers, gewaltig und durchschlagend auf die Kacke. Ein Frontalangriff auf alle Sinne, ich habe in der Tat einige Freudentränen vergossen. Die Asiaten schicken bewährte Gesichter ins Rennen. Wang Hsieh mag nicht zu den grossen Stars des Eastern gehören, Namen wie Ti Lung, David Chiang oder Wang Yu sind ohne Zweifel bekannter, doch jeder Filmfan der sich auch nur ein wenig für das Genre interessiert, wird diesen vielbeschäftigten Schauspieler schon häufiger bewundert haben. Gleiches gilt für Yueh Hua, den wir hier als strahlenden Helder präsentiert bekommen. Die weiblichen Reize asiatischer Schönheit, werden von der wirklich bezaubernden Liu Hui-Ling sehr angemessen ins Bild gerückt. Doch "unsere" bleichgesichtigen Damen stehlen allen anderen Mitwirkenden die Show. Keine Angst, die Katzen sind keineswegs durch die Bank blond. Herausragend (in jeder Hinsicht) die lange Gillian Bray, die in der Rolle der Brenda, die den frechen Zwergen aus China ordentlich den Hintern versohlt. Sehr hübsch auch Tamara Ellitot, die sich um ihre kleine Filmschwester Donna sorgt, die von der nicht minder scharfen Sonja Jeaninne gespielt wird. Es mag ein wenig unfair anmuten, dass ich damit bereits meine Ausführungen zu den Darstellern beschliesse, aber ein Kurzkommentar verlangt gewisse Beschränkungen.
Für eine vortreffliche Besetzung ist also gesorgt. Doch kann "Karate, Küsse, blonde Katzen" tatsächlich so richtig mit Vollgas durchstarten? Und wie der Streifen kann! Er kommt schnell, dauerhaft und gewaltig, ein multipler Orgasmus von rund 88 Minuten Länge. Die Katzen ziehen alle Register! Die Katzen ziehen blank, die Katzen verkloppen die Bösewichte, die Katzen führen das Schwert tödlich ins Ziel, die Katzen beherrschen den Olivenkern! Wie meinen...?¿ ...den Olivenkern? In der Tat! Unter fachgerechter Anleitung der freundlichen Ko Mei Mei, lernen die Katzen sehr schnell, wie man Olivenkerne in tödliche Geschosse verwandelt! Brauchen die Katzen dazu eine Zwille, eine Olivenpistole, einen Olivenkernwerfer der Verdammnis? Nein, die Katzen benötigen dazu nur ihre verlockenden Mäulchen! Nicht zu vergessen, dass man die Katzen mit dem Unterrichtsfach "Stellungskunde" konfrontiert. Doch Brenda entlocken die Verrenkungen nur ein müdes Lächeln:
"Wenn die Chinesen alle so umständlich bumsen, verstehe ich nicht, wie die auf 600 Millionen gekommen sind."
Doch eigentlich sind Brenda solche Überlegungen schnurz-piep-egal. Brenda ist eine Frau der Tat. Wenn sie ihre besten Stücke auspackt, kocht dem gelben Mann das Süppchen im Sack. Wer dann tatsächlich zwischen ihren Schenkeln landet, wird allerdings auf ganz andere Art bedient, als er es sich in seinen verdorbenen Gedanken ausgemalt hat. Auch wenn Not an der Frau ist, setzt sie sich mit Nachdruck für den Erhalt der Jungfräulichkeit ihrer Gefährtinnen ein:
"...die liegen doch nur wie ein Brett mit Astloch auf der Matratze..."
Überhaupt taugt nahezu jeder gesprochene Satz zum Zitat, für unzählige Brüller der kleinen und grossen Sorte ist bestens gesorgt. Die wüste Mischung aus Albernheiten, Möpsen, Fratzengeballer und Schwertern funktioniert in wahnsinniger Perfektion. Die Katzen sind sexy, allerdings wird hier nicht unbedingt Sleaze versprüht, denn durch das "gepflegte Asia-Ambiente", wirkt das Geschaukel der Möpse auf besondere Art knuffig. Nun mag sich vielleicht mancher Easternfan darüber beschweren wollen, dass die Kampfszenen der Katzen ein wenig hölzern wirken. Aber auch dieser Faktor passt wunderbar zum Film! Das manchmal ein wenig ungelenke Umhergeschwirre ist unglaublich liebenswert, verleiht der Sause den letzten Schliff, macht "Karate, Küsse, blonde Katzen" zu einem Charmebolzen allererster Kategorie! Ein Film zum knuddeln!
Das kleine Label Camera Obscura, erfreute bereits mit der Fortführung der Reihe "Italian Genre Cinema Collection", die einst von Sazuma an den Start gebracht wurde. Nun kommt mit "Karate, Küsse, blonde Katzen" ein wilder Genremix ins Haus, dessen Veröffentlichung auf DVD seit langer Zeit ersehnt wurde. Ab und zu werden solche Träume Wirklichkeit, werden zur greifbaren Realität. Der Film liegt in sehr schöner Qualität vor, zusätzlich gibt es die Super 8 Version zu bestaunen, eine Bildergalerie und den deutschen Kinotrailer. Das Case kommt in einem schicken Schuber daher, ein Booklet mit Anmerkungen von Christian Keßler rundet das gelungene Gesamtpaket ab. Ich bin sehr, sehr dankbar für diese Scheibe! Da sind auch einige Tränchen über die alte Fratze geflossen, die nicht nur den zahlreichen Lachern geschuldet waren. Ich schliesse mit einem Zitat: Auf Wiedersehen, vielen Dank für alles!
In der Disziplin "Europa und Asien ziehen an einem Strang", bleibt die Hammer/Shaw Produktion "Die 7 goldenen Vampire" meine Nummer 1. Hammer, Peter Cushing und jede Menge Wahnsinn, das ist nicht mehr zu überbieten! "Karate, Küsse, blonde Katzen" erweist sich als weiterer Volltreffer, ich muss an dieser Stelle extrem feiste 9/10 (überragend) ziehen! Für die DVD-Auswertung gilt ein "10/10 Kaufzwang", Ausreden werden nicht geduldet!
Lieblingszitat:
"Ich lasse euch 'ne Glatze schneiden, damit euch die Haare nicht in die Augen hängen!"
"Jetzt lass mal ein bißchen Dampf ab, und spiel hier nicht den Kinderschreck."
Rob (Robert Taylor) und seine Herzdame Pia (Nadia Farès), schippern entspannt auf einem kleinen Boot umher. Die Nußschale schaukelt sanft auf den Wellen, vor der malerischen Kulisse der australischen Küste. Als sich ein Wetterumschwung ankündigt, will man sich langsam auf den Rückweg machen. Rob schippert jedoch in ein Mangrovengebiet, der kleine Motor des Bootes gibt den Geist auf. Das Paar schaut sich an Land um, die Gegend ist ihnen nicht bekannt, das verlassene Fleckchen Erde zeigt keine Spuren von Zivilisation. Nachdem man einige Zeit ziellos durch die Landschaft gelaufen ist, verschlechtert sich die Laune Pias mehr und mehr. Plötzlich entdecken die Gestrandeten ein Fahrzeug, werden jedoch Zeuge einer brutalen Schlägerei. Da sie unbemerkt bleiben, entfernen sie sich vorsichtshalber in aller Stille, das Treiben erschien unheimlich und beunruhigend. Schliesslich findet man doch ein Haus vor, ein ländliches Anwesen mit Scheune und Nebengebäuden. Zwar wirkt alles sehr heruntergekommen, doch letztlich ist man auf Hilfe angewiesen. Das Wohnhaus mutet verlassen an, durch die Hintertür verschafft sich Rob Zutritt. Im Gebäude überkommt die Stadtmenschen der Ekel, offensichtlich hausen hier übelste Hinterwäldler, deren Heim jedem Schweinestall Paroli bieten kann. Plötzlich tauchen finstere Gestalten auf, die sich als die Bewohner der Bruchbude herausstellen. Die Brüder Jimmy (David Lyons) und Brett (Mathew Wilkinson), erweisen sich als wenig zugängliche Vertreter, die Stimmung wird zunehmend aggressiver, die Lage eskaliert mehr und mehr. Dass Rob in einem Schuppen auf die Dope-Plantage der Kerle gestossen ist, macht die Situation noch brenzliger, dabei hat sich der eigentliche Hausherr noch gar nicht vorgestellt...
Regisseur Jamie Blanks inszenierte "Düstere Legenden" (1998), und vor nicht allzu langer Zeit ein Remake von "Long Weekend" (2008). Mit "Storm Warning" hat Blanks einen unterhaltsames Backwood-/Terrorfilmchen eingetütet, das mit sehr guten Darstellern und gelungener Optik gesegnet ist. Zu Beginn stellt man uns die beiden Hauptcharaktere Pia und Rob vor, die eine glückliche Beziehung führen. So erfahren wir aus dem Gesprächen des Paares, dass Pia sogar die stets skeptische Schwiegermutter überzeugen konnte, was zuvor noch keiner von Robs Lebensgefährtinnen vergönnt war. Rob verdient sein Geld als Rechtsverdreher, seine Dame ist Künstlerin und stammt aus Frankreich. Die Szenen auf dem Meer sind wunderschön gefilmt, man wähnt sich ab und an fast in einer stilvollen Naturdokumentation. Geschickt nehmen die Farben nach kurzer Zeit eine dezent bedrohliche Ausstrahlung an, die Stimmung zwischen dem eben noch entspannten Paar, wird in gleichem Maße gereizter. Mit dem Auftauchen der perversen Brüder Jimmy und Brett, verwandelt sich der Ausflug für Rob und Pia endgültig in einen unfassbaren Albtraum. Was mit diversen Anspielungen und kleinen Geschmacklosigkeiten beginnt, entwickelt sich zum puren Terror, zum Kampf ums nackte Überleben. Die braven, sensiblen Bildungsbürger und Künstler, treffen auf die blutgierigen Urmenschen vom platten Land. Es brodelt, brodelt und brodelt, erste Explosionen der Gewalt, sind lediglich der Auftakt zu einer bizarren Orgie des Schreckens. Der Film bietet allerdings kein atemloses Dauergemetzel, die entsprechenden Szenen sind sparsam gesät, doch wenn aufs Mett geklopft wird, dann wirklich mit aller Konsequenz. Die Qualität der Effekte sorgt für Freude, bei mir stellte sich umgehend das Verlangen nach einem saftigen, blutigen Steak ein.
Dass der Film überzeugend funktioniert, ist zu einem erheblichen Teil den durchweg toll aufspielenden Darstellern zu verdanken. Bedingt durch die nahezu kammerspielartig anmutende Ausführung, der daraus resultierenden, sehr überschaubaren Anzahl Mitwirkender, ist selbstverständlich kein ausufernder Body Count zu erwarten. Umso besser kommen die Qualitäten der Schauspieler zum Vorschein, wird mehr von ihnen verlangt als ein wenig die Axt zu schwingen. Niemand verkommt zur anonymen Metzelmasse. Nadia Farès hat mir extrem gut gefallen, sie entwickelt einen unbändigen Überlebenswillen, trägt sich selbst, und ihren in sich zusammenbrechenden Mann, durch die Hölle auf Erden. Robert Taylor hat nur zu Beginn die Hosen an -im wahrsten Sinne des Wortes- stösst aber schnell an seine psychischen und physischen Grenzen. Im Vergleich zu Nadia Farès verblasst er fast ein wenig, doch dies ist seiner Rolle geschuldet, die er durchaus überzeugend ausfüllt. Die "Terrorbrüder" erweisen sich als ebenso ungleiches Paar. David Lyons gibt mit Jimmy den besonders harten Platzhirschen, während sich der debile Brett von seinem grossen Bruder mitreissen lässt, krampfhaft versucht die Erwartungen nicht zu enttäuschen. Doch wenn schliesslich Poppy auftaucht, geht selbst Jimmy der Arsch auf Grundeis. Poppy (John Brumpton) duldet keinen Wiederspruch, kein Versagen, keine Unachtsamkeiten! Erstaunlicherweise driften die völlig überzogenen Klischeecharaktere -nicht anderes sind die Bösewichter- trotz der zahllosen Überteibungen, fast nie in unfreiwillig komische Bereiche ab. Lediglich gegen Ende trägt Jimmy eine Spur zu dick auf, was den Unterhaltungswert aber nicht zu beschädigen vermag, eher das Gegenteil ist der Fall.
Die Kamera schafft es ganz vortrefflich, stets die passenden Bilder zu liefern. Vom nahezu romantisch verklärten "Naturfilm", bis zum finsteren Terrorhammer, die Kamera hat immer den Überblick, gewährt immer den richtigen Einblick. Der Score trittt ebenfalls den richtigen Ton. Besonders während der Szenen auf dem Boot, hat mir die unaufdringliche (und zugleich stimmungsvolle) Musik sehr gut gefallen. Klar, wirkliche Innovationen bietet "Storm Warning" nicht. Die Stärke des Films ist das überzeugende Spiel mit den Genrevorgaben. Man schafft es, in jeder Disziplin für sehr ansprechende Leistungen zu sorgen. Ganz gleich ob vor oder hinter der Kamera, keiner der Beteiligten hängt auch nur ansatzweise durch. Den IMHO oft überbewerteten Australier "Wolf Creek", steckt "Storm Warning" ganz locker in die Tasche des Todes.
2008 kam Koch Media mit einer DVD zu "Storm Warning" aus der Kiste. Die Scheibe basierte auf der R-Rated Fassung für den amerikanischen Markt. Obwohl diese Fassung um ca. 27 Sekunden erleichtert wurde, fiel sie in Deutschland der Justiz zum Opfer. Im Handel findet man nur noch die DVD mit dem Siegel "Keine Jugendfreigabe", bei der weitere fünf Minuten (!) der Schere anheim gefallen sind! Inzwischen gibt es ein Stiefelbein, welches immerhin die ungekürzte "Unrated" Fassung beinhaltet. Mir war dieser Mumpitz zu nervig, ich habe kurzerhand zur Blu-ray aus Großbritannien gegriffen. Zwar ist die Ausstattung für eine BD recht mager, doch das Bild ist traumhaft gut gelungen! Lediglich englische Untertitel habe ich ein wenig vermisst, denn das "Aussie-Genuschel" der Protagonisten, röchelt teils recht schwer verständlich aus den Lautsprechern. Im Vergleich dazu, wirkt der französische Zungenschlag von Frau Farés vorbildlich. Was solls, der Dialekt trägt zur gelungenen Atmosphäre bei, da muss man durch und besonders aufmerksam sein! Die britische BD ist eine klare Empfehlung wert, der Preis fällt sehr moderat aus.
Terror aus Australien. Handwerklich sehr ansprechend ausgeführt, mit tollen Akteuren besetzt. Guter Stoff, Daumen hoch = 7/10
Satan's Little Helper(USA 2004, Originaltitel: Satan's Little Helper)
Der kleine Rotzlöffel Dougie (Alexander Brickel) freut sich auf Halloween. Seine leicht chaotische Mutter Merrill (Amanda Plummer), hat dem Racker ein Teufelskostüm spendiert. Passend zum Videospiel namens "Satan's Little Helper", welches der Junge momentan mit grosser Begeisterung, in aller Ausführlichkeit zockt. Dougies prächtige Laune verschlechtert sich schlagartig, als seine geliebte Schwester Jenna (Katheryn Winnick) nicht allein auftaucht, sondern ihren neuen Macker Alex (Stephen Graham) im Schlepptau hat. Alex bemüht sich redlich um die Zuneigung des Bürschleins, doch der Bengel hat bereits eine Freundschaft der ganz besonderen Art geschlossen. Dougie beobachtet einen grossen Kerl im Satanskostüm, wie dieser eine Leiche im Vorgarten eines Hauses drapiert. Was der Junge für Spass und tolle Effekthascherei hält, ist in Wirklichkeit bitterer Ernst. Hinter der Maske verbirgt sich ein irrer Massenmörder, der vor keiner Untat zurückschreckt. Auf Anfrage akzeptiert der den Balg als Helferlein. Zunächst glaubt sogar Dougies Familie daran, dass sich Alex tatsächlich mit dem Jungen arrangiert hat. Daher konsequent die Rolle des Teufels spielt, der mit seinem kleinen Helfer um die Häuser zieht. Ein lebensgefährlicher Trugschluss...
Jeff Lieberman ist bereits seit den siebziger Jahren als Regisseur aktiv. In der Frühphase seiner Karriere, inszenierte er Filme wie den Wurmschleimer "Squirm", sowie den leicht abgefahrenen Trip "Blue Sunshine" (beide 1976). Mit "Vor Morgengrauen" (Just Before Dawn), ritt er 1981 auf der blutigen Slasherwelle mit. Seine Filmographie ist nicht besonders umfangreich, der grosse Durchbruch gelang im bislang nicht, doch in Fankreisen werden seine Filmperlchen durchaus geschätzt. "Satan's Little Helper" bringt uns einen kleinen Slasher ins Haus, der mit Humor und ansprechenden Ideen daherkommt, ohne dem Genre dabei wirklich neue Facetten zu verleihen. Halloween bietet freilich die perfekte Kulisse für einen Slasher. Die typische "USA-Ostküstenromantik" untermalt das Treiben mit schönen, stimmungsvollen Bildern. Ich bin ein grosser Fan dieser Landschaft, der typischen Kleinstädte und Bauwerke, die man immer wieder in den dort angesiedelten Filmen zu Gesicht bekommt. Zunächst ein kurzer Blick auf die Darsteller, die allesamt sehr ansprechend agieren, lediglich Alexander Brickel empfand ich ab und an anstrengend. Besagtes Kerlchen spielt seinen Part angemessen, obschon er oft zu einfältig anmutet, was allerdings dem Plot geschuldet ist. Vorwürfe mag ich dem kleinen Ohrfeigengesicht nicht machen. Ich bin eben generell skeptisch, wenn man Kindern grössere Rollen überlässt, was aber nicht die Schuld der kleinen Kackbratze ist. Seine Filmschwester entschädigt sowieso für einiges, ihr Anblick ist eine Freude für meine entzündeten Glupscher. Spätestens wenn sie im heissen Halloween-Outfit durch die Szenen schwebt, steigert sich der Speichelfluss in meiner Geiferspalte massiv. Katheryn Winnick ist dabei nicht nur sexy, sondern gleichermaßen äusserst sympathisch, überaus anziehend, geradezu betörend... ...Contenance! Ja, ihre schauspielerischen Qualitäten überzeugen obendrein! Amanda Plummer ist gewissermaßen der Gegenentwurf zum Zustand "sexy". Die Dame mutet ungefähr so erotisch an, wie eine rostige Radioantennenpeitsche, die mit einem Gummihandschuh bekleidet ist, den sie als aufreizende Dessous ausgibt. Da rollen sich nicht nur die Zehnägel auf! Aaaaber! Ich mag dat Plummerdingens irgendwie gern, "Honey Bunny" liegt zwar bereits sechzehn Jahre zurück, hat sich aber tief in mein wirres Hirn gefressen. Freund Alex, im Leben abseits der Rolle als Stephen Graham unterwegs, wirkt ein wenig unscheinbar. Es handelt sich übrigens nicht um den mondgesichtigen Schauspieler aus "Doghouse", der Name dürfte in englischsprachigen Regionen häufig zu finden sein. Der Typ im satanischen Outfit der ewigen Verdammnis, trägt privat den Namen Joshua Annex, mehr weiss ich nicht über den Kerl. Die Maske (wie das gesamte Kostüm) hat man sehr ansprechend gestaltet. Die Gesten, die gesamte Bewegung und Körperhaltung des Killers, wirkt angenehm unheimlich, zugleich dezent grotesk, auf jeden Fall gelungen. Der Verzicht auf das gesprochene Wort, unterstreicht die Wirkung des Schlitzers, eine bewährte Zutat im geliebten Slashersüppchen des Todes.
Durch die gesamte Spieldauer von "Satan's Little Helper", begleitet uns angenehmer Humor, der mit zynischen Zwischentönen angereichtert ist. Der Klamauk gewinnt nicht die Oberhand, teils fallen die Lacher politisch inkorrekt aus, was ich als alter Satansbraten selbstverständlich sehr begrüße. Der Leibhaftige rast mit dem Einkaufswagen des Schreckens, über den Parkplatz des örtlichen Supermarkts des Entsetzens. In der rollenden Konsumkarre sein kleines Helferlein, welches vor Freude über das wüste Treiben, laut quietschend dem diabolischen Vergnügen frönt. Da werden Kinderwagen angerempelt und Schwangere angefahren, was den beiden Teufeln offensichtlich grösste Glückseligkeit bereitet. Ein schnurrendes Kätzchen (ach, wie süüüüss) endet als Mettgut an der Wand, eine alte Dame hängt auf besondere Art ab. Nun bitte keine entsetzten Aufschreie, denn diese Momente sind sehr humorig ausgeführt, keinesfalls wirklich sadistisch oder gar ausufernd brutal. Die FSK erteilte dem Streifen eine Freigabe ab 16 Jahren, was als eindeutiger Hinweis ausreichen sollte, denn bei Horrorbeiträgen ist man dort oft überkritisch. Wenn der Deibel schliesslich in eine andere Verkleidung schlüpft, ich kann wegen Spoilergefahr nicht zu viel verraten, hat dies weitere Schenkelklopfer zur Folge. Der Einfall ist zwar vorhersehbar, macht aber -wegen der total bescheuerten Optik- trotzdem jede Menge Spass! Dem aufmerksamen Zuschauer, wird die ätzende Kritik an der (vermeintlich) heilen Spiesserwelt nicht entgehen. Angenehmerweise suhlt sich Lieberman nicht mit erhobenem Zeigefinger im bitteren Gallensaft, verfällt nicht in pseudointellektuelles Gesülze, sondern lässt immer wieder den flotten Popanz von der Leine.
Zugegeben, echte Innovationen sucht man vergeblich. Die verkrampfte Logiklupe des an Blähungen leidenden Nörglers, sollte man sowieso besser in der Schublade belassen, möge sie dort verstauben und in Vergessenheit geraten. "Satan's Little Helper" geht gekonnt mit bewährten Zutaten an den Start:
- Optik und Gestik des Killers sind gelungen
- Eine junge Dame sorgt Augenschmeichlerei
- Der Humor zündet überwiegend, ohne dabei das Geschehen ständig zu dominieren
- Die Kulisse mit typischer "Neuengland-Atmosphäre" gefällt
- Halloween ist stets ein passender Aufhänger
- Nervige Charaktere werden überwiegend im Zaum gehalten
- Das Ende spricht für den Mut der Macher (wegen Spoilergefahr kein weiterer Kommentar)
Ein Meisterwerk ist Jeff Lieberman nicht gelungen, aber ein rundum sympathischer Film. Fans des Genres sollten dem Streifen eine Chance geben, für die Allgemeinheit dürfte das teuflische Spielchen eher uninteressant sein. Die DVD von Marketing/Sunfilm bietet den Streifen in anständiger Qualität an, Boni sucht man leider vergeblich. Die Scheibe ist für kleines Geld zu haben (momentan lohnt ein Blick in das Angebot von Amazon). Ich möchte "Satan's Little Helper" mit soliden 6,5/10 bewerten, die Tendenz weist in Richtung 7/10.
Lieblingszitat:
"Jetzt sehen meine Möpse aus wie Melonen!"
"Ja, du bist schliesslich ein lüsternes Frauenzimmer!"
Andre Toulon (Guy Rolfe) begeistert die Zuschauer mit seinem Puppenspiel. Dabei bekommt auch Hitler sein Fett weg, der als leblose Marionette einiges einstecken muss. Mutig, denn wir schreiben das Jahr 1941, und Toulons Puppentheater steht mitten in Berlin! Leutnant Stein (Kristopher Logan) ist selbst begeisterter Puppenspieler, er ist von den äusserst ungewöhnlichen Puppen des Herrn Toulon sehr angetan. Allerdings ist er auch ein Nazi, der die "Entwürdigung" seines Führers nicht dulden will. Nach der Vorstellung schnappt Stein eine Unterhaltung zwischen Toulon und dessen Frau Elsa (Sarah Douglas) auf, die keinesfalls für fremde Ohren bestimmt ist. Als er durch verstohlen durch ein Fenster schaut, macht er eine nahezu unfassbare Entdeckung! Toulons Puppen scheinen zu leben, sich eigenständig zu bewegen, auf Sprache zu reagieren, sogar selbstständig denken zu können! Der sadistische Major Krauss (Richard Lynch) treibt als Offizier der Gestapo sein Unwesen. Stein erstattet Krauss Bericht, der Toulon umgehend für seine Freveleien zur Verantwortung ziehen will, an die "lebendigen" Puppen mag er nicht glauben. Dr. Hess (Ian Abercrombie) hingegen zeigt grosses Interesse an Toulons Arbeiten. Hess forscht im Auftrag der Nazis an einem Serum, mit dem sich tote Körper wieder in Bewegung setzen lassen. Krauss und Hess geraten in Streit über die weitere Vorgehensweise, ständig muss General Müller (Walter Gotell) Machtworte sprechen. Als die Nazis bei Toulon auf der Matte stehen, kommt es zu einer tödlichen Tragödie, während der Puppenmacher von den Schergen des Majors abgeführt wird. Mit Hilfe seiner kleinen Freude kann Toulon entkommen, er schwört Krauss und Konsorten bittere Rache...
Während die beiden ersten Teile der "Puppet Master" Reihe in der Gegenwart angesiedelt waren, führt uns der dritte Teil in das braune Herz Nazideutschlands. Es geht diesmal nicht unbedingt wüster zu, doch während sich der Gewaltlevel ungefähr auf Augenhöhe mit den Vorgängern bewegt, kann der Film in allen anderen Disziplinen deutlich zulegen. Ein Ausnahme bilden lediglich die freizügigen Szenen, denn diesmal werden wir nur kurz mit Möpsen beglückt. Dieser Trend war allerdings schon im zweiten Teil erkennbar. Die Darsteller des dritten Durchgangs, stellen die teils blassen Gestalten der Vorgänger in den Schatten. Sicher, die wahren Stars sind noch immer die Puppen, doch dazu später mehr. Guy Rolfe agiert als Andre Toulon sehr überzeugend, sein Spiel wirkt dabei erstaunlich bodenständig, ohne jemals zu langweilen. Er bringt die Verbitterung über die Untat des Majors gelungen rüber, ich freue mich schon darauf, Rolfe auch in den beiden nächsten Beiträgen der "Puppet Master" Saga zu sehen. Richard Lynch wird mir immer als Bösewicht und Gegenspieler von Chuck Norris in Erinnerung bleiben, mit dem sich der bärtige Held im Cannon Klassiker "Invasion U.S.A." rumplagen musste. Legendär der Moment des Finales, wenn Norris mit gezückter Panzerfaust hinter Lynch auftaucht, die folgenschweren Worte: "ZEIT ZU STERBEN", über Chuckys Lippen kommen, während Lynch die Gesichtszüge entgleisen. Wo ich gerade von "Gesichtszügen" spreche, Lynch glotzt auch als Offizier der Gestapo wieder aus der Wäsche, als wäre eine Dampflock quer durch seine Fratze gedonnert. So kennen und mögen wir den Typ, der als Fiesling immer bestens besetzt ist. Ian Abercrombie füllt die Rolle des fanatischen Wissenschaftlers ebenso ansprechend aus, erfreulicherweise hat man seinen Charakter dabei keinesfalls eindimensional gestaltet. Kristopher Logan mutet wie die typische Buchhalterseele an, gefangen in der eigenen Spiessigkeit, angefressen von befremdlichem Pflichtbewusstsein. Doch selbst dieser an sich blassen Type, hat man ein wenig Profil verpasst, was für einen kleinen Genrefilm nicht alltäglich anmutet. Auch Walter Gotell nimmt man seine Rolle ab, gleiches gilt für sämtliche Nebendarsteller, wie z.B. Aron Eisenberg und Sarah Douglas.
Die Puppenmanschaft präsentiert uns überwiegend bekannte Schädel. Da hätten wir den Bohrmeister Tunneler, den schlägkräftigen Pinhead, die gefährliche Leech Woman, Fratzenmeister Jester und Schlitzer Blade. Neu vorgestellt wird der schiesswütige Cowboy Six Shooter, der mit seinen sechs Armen und sechs Pistolen, einen weiterer Killer allererster Güte abgibt. Nicht zu vergessen seine fiese Grinsefratze, die durch entsprechende Geräusche vortrefflich untermalt wird. Besonders interessant ist, dass der Zuschauer im dritten Teil der Serie, diverse Details über die Entstehung und Herkunft der einzelnen Puppen erfährt. Dadurch wirken unsere kleinen Freude noch lebendiger, wachsen dem Fan noch stärker und nachhaltiger ans Herz. Die Auftritte der kleinen und gefährlichen Stars, sind erneut sehr liebevoll ausgeführt, die neue Figur Six Shooter ergänzt die Horde vortrefflich. Die gesamte Ausstattung des dritten Teils, steckt die Vorgänger locker in den Sack. Die Kulissen sind gelungen, man fühlt sich wirklich in die damalige Zeit versetzt. Man vermisst nichts, mir hat besonders das "Büro" von Major Krauss gut gefallen, auch ein Labor samt Geblubber und Operationstisch fehlt nicht, schliesslich muss Dr. Hess seinen Job machen. Kulissentechnisch wird also weitaus mehr geboten als zuvor, was dem Treiben sehr gut zu Gesicht steht.
Wer glaubt, Fortsetzungen müssten stets abbauen, wird sich von "Puppet Master III" angenehm enttäuscht sehen. Will man unbedingt ein Haar in der Suppe finden, kann man den beiden Vorgängern mehr trashigen Charme zusprechen. Doch auf "normale" Menschen, dürfte auch der dritte Teil noch recht merkwürdig wirken, denn die Serie versprüht nach wie vor eine liebenswerte, leicht kauzige Atmosphäre. Während mir die Teile 1&2 als DVDs von CMV vorliegen, kam der dritte Teil als Digipak von NSM ins Haus. Die ungeprüfte Scheibe ist mit der DVD von X-Rated identisch. Das Bild ist angemessen und brauchbar, die Boni nicht ausufernd, neben ein paar Trailern, kann man einen Blick hinter die Kulissen werfen.
78 Minuten Spass am Puppenspiel, kurzweilig, unterhaltsam, liebenswert. Ich freue mich schon auf die Sichtung des vierten Teils, die DVD steht bereits im Regal. Für "Puppet Master III" setzt es dicke 7/10 (gut), wobei der Knuffigkeitsfaktor ungleich höher geraten ist. Klare Empfehlung!
Lieblingszitat:
"Ich kenne keine Gnade mehr meine Freunde, keine Gnade!"
Friedhof der Kuscheltiere 2(USA 1992, Originaltitel: Pet Sematary II)
Der Teenager Jeff (Edward Furlong) hofft inständig darauf, dass sich seine Eltern wieder versöhnen. Doch der gar nicht so unrealistische Wunsch, wird durch ein tragisches Ereignis unmöglich. Schauspielerin Renee (Darlanne Fluegel), Jeffs Mutter, erleidet bei den Dreharbeiten zu ihrem neuen Film einen tödlichen Unfall, den Jeff zu allem Überfluss live und in Farbe erlebt. Chase (Anthony Edwards) beschliesst nach diesen Ereignissen, mit seinem Sohn die Großstadt zu verlassen, man zieht in das auf dem Land gelegene Ferienhaus der Familie. Der besorgte Vater übernimmt eine leerstehende Tierarztpraxis, während sich Jeff in der neuen Schule zurechtfinden muss. Drei Schläger sind nicht gut auf ihn zu sprechen, doch er freundet sich bald mit Drew (Jason McGuire) an. Besagter Drew leidet unter der harten Hand seines Stiefvaters Gus (Clancy Brown), der den Posten des örtlichen Sheriffs bekleidet. Gus ist nicht gut auf den neuen Tierarzt zu sprechen, denn er war vor langer Zeit selbst mit der verstorbenen Reene liiert. Der Sheriff macht allen Menschen (und Tieren) in seiner Umgebung das Leben schwer, besonders den Hund seinen Stiefsohns hasst er mit Leidenschaft. Als sich der Köter eines Nachts wieder an den Karnickelställen des Tyrannen zu schaffen macht, brennt dieser ihm mit der Flinte eine Kugel auf den Pelz. Das Tier verstirbt in den Armen des verzweifelten Drew. Zusammen mit seinem neuen Freund Jeff, macht er sich mit dem Kadaver unter dem Arm, auf zum legendären, alten und verlassenen Indianerfriedhof, um den sich unheimliche Geschichten ranken. Wer seine Verstorbenen dort eigenhändig vergräbt, gibt ihnen die Möglichkeit zur Auferstehung. Tatsächlich taucht der Hund wenig später wieder auf, doch sein Charakter hat sich dramatisch verändert. Als das Tier Gus angreift und tödlich verletzt, treffen Drew und Jeff eine folgenschwere Entscheidung...
"Friedhof der Kuscheltiere" (1989) war ein grosser Erfolg an den Kinokassen. Auch ich machte nach der letzten Sichtung endlich meinen Frieden mit dem Film. Nun wurde es Zeit, endlich der Fortsetzung eine Chance zu geben. Teil 2 funktioniert auch ohne Kenntnis des Vorgängers, die Verweise auf den Erstling fallen sehr überschaubar aus, sind zum Verständnis nicht zwingend notwendig (aber hilfreich). Erneut führte Mary Lambert Regie, die für diesen Film auf einige recht bekannte Gesichterer zurückgreifen konnte. Edward Furlong erlangte durch den Kassenschlager "Terminator 2" einen hohen Bekanntheitsgrad, er sollte keine ganz grosse Karriere machen, ist aber bis heute im Geschäft. 1998/99 sorgte er in einer der Hauptrollen in "American History X", für eines der grössten Ausrufezeichen innerhalb seiner Laufbahn. Er spielt den gebeutelten Teenie ansprechend, besonders sympathisch fand ich ihn zwar noch nie, doch er macht seinen Job ordentlich. Anthony Edwards hatte wenig später als Fernseharzt in "ER" seinen Durchbruch. Als Vater eines "schwierigen" Teenies schlägt er sich tapfer, wird aber von seinen Kollegen ein wenig in den Hintergrund gespielt. Dafür ist besonders Clancy Brown verantwortlich, der als Sheriff ordentlich auf den Putz haut. Vor seinem Tod ist er einfach nur der übliche "Hinterwäldlerfiesling", nach seinem Tod *grins* rockt er die gesamte Gegend in Grund und Boden. Clancy Brown spielte schon in "Highlander" (1986), die Helden Christopher Lambert und Sean Connery an die Wand, er lässt sich auch als untoter Sheriff nicht lumpen. Seine Auftritte sind der Knaller, besonders im Originalton gewinnt seine Performance noch zusätzlich an Wirkung, diese Stimme ist eine Göttergabe (Satansgabe?)! Jason McGuire schlägt sich tapfer als dickes Kind, die überschaubaren Auftritte von Darlanne Fluegel erfreuen das Auge. Die übrige Cast bietet ebenso ordentliche Leistungen, mein Favorit ist aber ganz klar Clancy Brown, der den Spassfaktor gewaltig nach oben treibt.
Optisch sind sich die beiden Ausflüge auf den "Friedhof der Kuscheltiere" sehr ähnlich, der "Mettgutlevel" bewegt sich ebenfalls auf ähnlichem Niveau, wobei es im zweiten Teil vielleicht ein klein wenig wüster zugeht. Trotzdem lassen sich deutlich Unterschiede, im Vergleich mit dem bekannteren Vorgänger ausmachen. Waren die Motive der Charaktere im ersten Teil überwiegend nachvollziehbar, kann die Fortsetzung dies nicht von sich behaupten. Spätestens wenn die Kiddies den Ekelsheriff verscharren, geht jegliche Logik mit einem Hechtsprung über Bord, und zwar mit Ansage und Anlauf. Diese Tatsache ist sicher ein Grund dafür, dass man den Zweitling nur Freunden des Horrorgenres empfehlen kann, während der Vorgänger noch ansatzweise für die Massen geeignet war. Nun muss "irrer und abgedrehter", nicht unbedingt "besser" bedeuten. In diesem Fall geht die Rechnung (für mich) allerdings auf. Mir macht die Fortsetzung mehr Spass, hätte ich das gewusst, wäre die DVD schon viel früher in meiner Sammlung gelandet. Die Indizierung des zweiten Teils ist ein wenig befremdlich. Zwar wird ein paar Pfund heftiger gemetzelt, aber die Szenen des ersten Teils waren ohne Zweifel gruseliger. Man erinnere sich nur an die fiese Blag, welches sich im Finale einen bizarren Kampf mit seinem Vater liefert! Durch den überwiegenden Verlust jeglicher Nachvollziehbarkeit, wirkt das Treiben des zweiten Teils eher belustigend, grotesk. Erneut weise ich auf Clancy Brown hin, schaut euch an, wie liebevoll er sich mit seinen Kaninchen beschäftigt, grins...
"Pet Sematary II" ist ein klarer Gewinner. Etliche Jahre habe ich den Film weitgehend ignoriert, was sich als klarer Fehler erwiesen hat! Der erfolgreichere Vorgänger wird gedeckelt, meine klare Empfehlung richtet sich aber ausdrücklich an Freunde des Genres! Die DVD von Paramount bietet ein schönes Bild und den Originalton, die Ausstattung ist (wie man es von Paramount gewöhnt ist) leider extrem dünn, immerhin wird ein Trailer geboten. Die Scheibe gibt es zum fairen Preis, mehr als 8€ sollten nicht fällig werden. Gern vergebe ich solide 7/10. Ich bin mir ziemlich sicher, dass bei der Zweitsichtung noch Luft nach oben ist. Verleiht Clancy Brown einen Orden!
Lieblingszitat:
"Wieso haben sie meine Frau ausgegraben?"
"Weil ich sie fi**en wollte!"
SOS-SOS-SOS Bermuda-Dreieck(Italien, Mexiko 1978, Originaltitel: Il triangolo delle Bermude)
Edward (John Huston) hat seine Familie beim Schopf gepackt, um auf dem Kahn von Captain Briggs (Hugo Stiglitz) durch die Sargassosee zu schippern. Man will diverse Tauchgänge unternehmen, ein wenig die Seele baumeln lassen. Als man einen rätselhaften Gegenstand im Ozean treiben sieht, stoppt man kurzerhand die Maschinen, schliesslich will die Neugier befriedigt werden. Im Wasser trieb allerdings nur eine alte Puppe, welche die kleine Diana gierig an sich nimmt. Es kommt zu nach und nach zu merkwürdigen Vorfällen. Das Wasser scheint zu brodeln, das Schiff gerät in schweren Seegang. In der Nacht sichtet man Lichtsignale von einem anderen Schiff, der Radarschirm zeigt nichts an. Zu allem Überfluss sendet das Schiff (?) per Morsecode seinen Namen, doch besagtes Gefährt ist vor über hundert Jahren spurlos verschwunden. Bei einem Tauchgang kommt es zu einem Seebeben. Michelle (Gloria Guida) wird zwischen umstürzenden Säulen eingeklemmt, sie kann nur mit grösster Mühe geborgen werden. Edwards jüngerer Bruder, der ebenfalls an Bord verweilt, ist zwar Chirug, doch er kann ohne entsprechende Ausstattung, nicht viel für die Verletzte tun. Der Funkkontakt zur nächstgelegen Insel reisst ab, das Schiff erleidet einen Maschienenschaden, das Ruder gibt ebenfalls den Geist auf, man treibt manövrierunfähig umher. Wer oder was steckt hinter diesen Ereignissen? ...oder handelt es sich nur um eine Verkettung unglücklicher Zufälle...???
Regisseur René Cardona Jr. erfreute mich vor einiger Zeit mit dem Reisser "Blutgericht am Amazonas" (1985), der in Deutschland auch unter dem Titel "Das Geheimnis der blauen Diamanten" veröffentlicht wurde. "Bermuda Dreieck" entstand einige Jahre zuvor, 1977/78 hatte Cardona Jr. seine "maritime Phase". Während dieser Zeit entstanden "Tornado" (Cyclone) und "Tintorera - Meeresungeheuer greifen an" (Tintorera), sowie der hier kurz vorgestellte "SOS-SOS-SOS Bermuda-Dreieck". Obwohl der Titel "Tornado" einen wüsten Katastrophenfilm verspricht, bekommt man es eher mit einem kleinen Drama zu tun, in dem sich um das nackte Überleben auf einem verschollenen Ausflugsboot geht. Eine entsprechende Vertiefung der Charaktere, geht dem vorliegen "Bermuda Dreieck" allerdings weitestgehend ab. Die Figuren bleiben stets oberflächlich und durchschaubar. Diese Tatsache mutet ein wenig traurig an, denn Cardona konnte eine durchaus illustre Truppe vor der Kamera versammeln. Altstar John Huston mimt das gutmütige Familienoberhaupt, kann aber keine Glanzlichter setzen. Mit Gloria Guida und Claudine Auger bekommen wir zwei sehr attraktive Damen präsentiert, die aber -angepasst an das biedere Geschehen- mit ihren Reizen geizen, und auch sonst nicht sonderlich gefordert werden. Kultschädel Hugo Stiglitz darf nicht fehlen, dazu noch eine merkwürdige Göre namens Gretha, die ständig geheimnisvolle, unheilschwangere Sätze absondert. Es wäre zu ermüdend, nun alle Mitwirkenden der Reihe nach aufzuzählen, letztlich fällt keiner der Anwesenden besonders positiv oder negativ auf.
Wenn es also an einer sorgfältigen Zeichnung der Figuren mangelt, bekommen wir es vermutlich mit einem mehr auf Schockeffekte ausgelegten Streifen zu tun!? Nein, auch in dieser Disziplin bietet das Machwerk keine nennenswerten Vorkommnisse. Seltsame Vögel tauchen auf, die aus dem Meer gefischte Puppe schneidet Grimassen, es brodelt und zischt ein wenig. Am Rande spielt man uns Informationen über die unheimlichen Ereignisse im Bermuda Dreieck zu. Flugzeuge verschwinden, ganz egal ob kleiner Privatflieger oder Militärmaschine. Doch anstatt einer unheimlichen Mystery-Atmosphäre, plätschert das Filmchen recht zähflüssig dahin. Untermalt von einem recht ordentlichen Stelvio Cipriani Score, der aber weitaus bessere Arbeiten auf seinem Konto verbuchen kann. Zuschauer mit "modernen Sehgewohnheiten", werden diesen Film vermutlich nach spätestens zwanzig Minuten unerträglich langweilig finden. Ich spreche in solchen Fällen gern von einer ruhigen, sanft fliessenden Inszenierung (grins), aber man muss tatsächlich zugestehen, wirklich Aufregendes passiert hier nicht.
Was bleibt also vom Tage übrig, wenn der Film weder als Charakterstudie, noch als Reisser, noch als Grusel-/Mystery-Unterhaltung funktioniert? Diese Frage lässt sich nicht so leicht beantworten, denn trotz seiner offenkundigen Schwächen (?), übt dieses Filmchen einen gewissen Reiz auf mich aus. Lässt man sich auf "Bermuda Dreieck" ein, erkennt man unter der glatten Oberfläche, zumindest im Ansatz, etwas nicht greifbares, letztlich doch beunruhigendes, vielleicht gar einen kleinen Hauch von Faszination für das Unbekannte. Bei mindestens 98% der (fiktiven) Teilnehmer, wird Cardonas kleines (grosses?) Abenteuer auf hoher See nicht zünden. Zu brav, zu unscheinbar, zu sehr in die Länge gezogen. Aber all diese Schwächen (?) und Nichtigkeiten (?), führen letztlich doch zu einem angenehmen Filmerlebnis, nur eben ohne Knalleffekte und Überraschungen. Auf seltsame Art fesselnd, auf eigenwillige Art sympathisch.
Die liebenswerte Trash Collection von CMV, beinhaltet bereits einige Filme von Rene Cardona Jr.. Der richtige Rahmen scheint mir diese (von mir sehr geschätzte) Collection "eigentlich" nicht zu sein, im normalen Programm des Labels, wären diese Titel IMHO besser und angemessener aufgehoben. Wenn es jedoch den Verkaufszahlen dienlich ist, die bei solchen Veröffentlichungen sowieso sehr gering ausfallen dürften, dann soll mir der Stempel namens Trash Collection recht sein. Wie üblich kommt die DVD in einer kleinen Hartbox, sie ist die #66 der Reihe. Der Film liegt in zwei unterschiedlichen Schnittvarianten vor, eine davon lediglich in englischer Sprache. Die in der deutschen Fassung entfallenen Szenen (es handelt sich nicht um Gewaltschnitte oder ähnliches), kann man entweder in der alternativen Fassung, oder im Bonusmaterial bestaunen. Die ein paar Minuten kürzere Fassung, basiert auf der italienischen Kinoauswertung, sie ist IMHO die etwas bessere Wahl. Die gebotene Bildqualität ist zweckmäßig, Sammler der Reihe dürften insgesamt zufriedengestellt sein.
Durch die Fanbrille gibt es 6/10 (obere Mittelklasse), doch auf die "Warnungen" in meinem Kurzkommentar sei erneut hingewiesen.
Lieblingszitat:
"Hör auf mir solche Geschichten zu erzählen, sonst falle ich auf der Stelle in Ohnmacht!"