Der pervers veranlagte Dr. Orloff (Howard Vernon) lädt seine Verwandtschaft im Angesicht
seines nahenden Todes auf sein Schloß ein. Die Vorabverkündung seines Testaments gerät
zur Abrechnung mit der ungeliebten Verwandtschaft. Das zu erwartende Erbe fällt geringer
aus als gedacht, da Dr. Orloff fleißig die Kohle mit leichten Mädchen und Parties durchgebracht
hat. Kurz darauf fällt Orloff einem Gewaltverbrechen zum Opfer. Um nicht auch noch den Rest
des Erbes zu verspielen, möchten die Anverwandten den gewaltsamen Tod Orloffs vertuschen.
Doch irgendjemand scheint falsch zu spielen. Denn nach und nach reduziert sich die Zahl der
potentiellen Erben auf unerklärliche Weise...
Howard Vernon gibt hier wie schon in Jess Francos "Der schreckliche Dr. Orloff" den Miesepeter.
Was aber hier Drehbuch und Regie abliefern geht auf kaum eine Kuhhaut. Parallel zur Handlung
werden immer wieder Szenen aus der titelgebenden "Folterkammer" eingeschnitten, in der
sich über den ganzen Film verteilt ein Folterknecht mit zwei Damen vergnügt (beide splitternackt,
und die Kamera hält voll drauf) und diese eine nach der anderen in Snuffmanier zuerst begattet
und dann erwürgt. Ich verrate wohl nicht zuviel, daß sich am Ende herausstellt,
daß diese Szenen nichts, aber auch gar nichts mit dem Hauptfilm zu tun haben!
Des weiteren sind auch immer wieder blanke Brüste in den Hauptfilm geschnitten worden,
die aber offensichtlich von bodydoubles stammen. Es steht schwer zu vermuten, daß dieser
Stinker durch nachträgliche Fleischbeilage zumindest noch kommerziell verwertbar gemacht
werden sollte. Denn zieht man einmal die Nacktszenen ab verbleibt ein undramatischer,
unatmosphärischer und unlogischer Krimi.
3,5/10
Als ich auf der Suche nach Informationen zum Film war, stieß ich
auf diesen interessanten zeitgenössischen Spiegel-Artikel,
indem zumindest der Titel dieses Werkes angesprochen wird:
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43375831.html